Zurck zu : De Aapefott bllkt Zapperlot

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Das Tor, Josef Hinkel, 01. Juni 2018
Ein groer Wurf von Heinrich Spohr

Da ist unserem Heimatfreund und Ehrenbaas der Alde Dsseldorfer Heinrich Spohr ein groer Wurf gelungen. Kaum ist mir das Buch in die Hnde gekommen, tauche ich genussvoll ein. Der erste Gedanke: schau doch mal, wie viele Worte wohl Vorkommen, die Du nicht kennst? gemtlich lasse ich mich immer wieder nieder und geniee.
Als erstes springt mich der bei mir sehr positiv belegte Begriff schnuckelig an und interessiert lese ich, dass da eine sprachliche Verbindung zur Heidschnucke besteht. Spannend ist es auch unter dem Wort klamsere, dass sicherlich nur noch sehr wenig ber meine Lippen kommt, um nachzulesen welche Bezge unsere Sprache dieses Wort beeinflussen und beeinflusst haben.
So geht es durch das ganze Buch und ich spre frmlich wie unser Drickes mit viel Liebe zu Detail dieses Kunstwerk geschaffen hat. Schn, dass er sich so um unsere Mundart-Muttersprache bemht.
Mit Fug und Recht kann ich also sagen, dass dieses Buch ein Dat-muss-sin! fr chte Dsseldorfer ist.


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Heinrich Spohr: »De Aapefott bllkt Zapperlot«




WZ, 03. November 2017
Neues Buch vom Mundartpapst
Heinrich Spohr lie sich im Jan Wellem-Saal fr De Aapefott feiern.
Von Helga Meister


Edmund und Heinrich Spohr sind ein wunderbares Gespann. Edmund, der ltere, brachte soeben den neuesten Band zur Dsseldorfer Stadtgeschichte heraus. Heinrich, der Jngere, lsst auf sein erstes Mundartbuch ein zweites folgen. Es nennt sich De Aapefott bllkt Zapperlot, was sich mit Der Affenhintern blkt verdammt nochmal bersetzen lsst.
Im Jan-Wellem-Saal scharte Heinrich Spohr eine Fan-Gemeinde um sich. Mit dem Baas von Dsseldorf, OB Thomas Geisel, an der Spitze trafen sich Mitglieder der Werstener und Bilker Heimatfreunde, der Heinrich-Harry-Schmitz-Gesellschaft und Germanisten wie Volkmar Hansen, Pensionr des Goethe-Museums.
Geisel, der wie kein anderes Stadtoberhaupt international vernetzt ist und von einer Fremdsprache in die andere springt, sprach von einem echten Heimatgefhl, das Spohr vermittele. Im Gruvorwort verstieg er sich sogar auf den Vergleich mit Martin Luther und dessen Bibelbersetzung. Sie verdanke ihre Lebendigkeit im Wesentliche dem aufmerksamen Hin- und Hineinhren in den tglichen Gebrauch von Sprache. Die Mundart verrate viel ber das Zusammenleben und Miteinander der Menschen in der Region.
555 rheinische Begriffe hatte Spohr in seinem ersten Buch Dr Affekat em Zuppejrns zusammengetragen, jetzt sind es nochmals 300 Redewendungen geworden, die er sprachhistorisch ergrndete. Das war verteufelt viel Arbeit. Er berichtete, wie er zwei Jahre lang jeden Tag sechs Stunden recherchierte, Bcher zum Mittel- und Althochdeutschen wlzte, bei den Brdern Grimm nachschlug und zugleich als Auskunftsbro zwischen Kaiserswerth und Benrath fungierte. Der Mundartpapst, wie ihn manche nennen, htte am liebsten eine Service-Nummer eingerichtet, um die vielen Anrufer zu befriedigen.

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Heinrich Spohr: »De Aapefott bllkt Zapperlot«




WZ, 17. August 2017
Dsseldorfer Mundart: Spohr erforscht auch dat Jeseier Mundartexperte Heinrich Spohr erklrt die Bedeutung und Herkunft von mehr als 300 rheinischen Begriffen.
von Alexander Esch


Dsseldorf. Im weit verzweigten Gngesystem der Dsseldorfer Mundart kennt sich einer besonders gut aus: Heinrich Spohr. In seinem neuen Buch stellt er das wieder unter Beweis. De Aaapefott bllkt Zapperlot heit es und setzt den Band Dr Affekat em Zuppejrns fort. Auf 160 Seiten klrt Spohr (Jahrgang 1940) ber Bedeutung und Herkunft von mehr als 300 Begriffen und Redewendungen aus dem Dsseldorfer Rheinischen auf.
Zwei Jahre Arbeit, meist vier Stunden am Tag stecken in seinem Werk. Spohr ist klar: Wer sich mit Sprache auseinandersetzt, wird nie fertig. Sein neues Buch ist es dennoch geworden, im Oktober oder November soll es erscheinen.

Was das feine Ragout mit Ratten zu tun hat
Viel reden, wenig sagen, das kommt fr Spohr nicht infrage. Viel lieber erklrt er, was es denn mit dem Jeseier wirklich auf sich hat. Der Begriff entstammt nmlich dem Rotwelschen bzw. Jiddischen und heit eigentlich: bser Zustand, strenge Vorschrift, ber die man klagend redet.
Auch dem feinen Ragout, dem Rajufeng, geht Spohr auf den wenig appetitlichen Grund. Das franzsische Ragout fin setzt sich nmlich zusammen aus ra(t) + got + fin, also: Ratte + Geschmack + fein. Im 30-jhrigen Krieg wurde das Rattenfleisch nmlich gemilcht, also in Milch verfeinert und so geniebar gemacht.
Auch warum wir im Dsseldorfer Raum ne Termin verpenne, erklrt Spohr. Im Rotwelschen gab es im 17. Jahrhundert den Begriff Penne fr eine Schlafstelle oder Herberge. Auch dr Penner, also Stadtstreicher, gehrt zur Wortfamilie.


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