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Westdeutsche Zeitung 19.11.2016, 18. Januar 2017

Auseinandersetzung mit dem Älterwerden
»Donata am Fluss« heißt das neue Buch der Literatin
Ina-Maria von Ettingshausen
von Lars Wallerang

Eine Frau im Alter zwischen 55 und 65 wandert am Ufer entlang und reflektiert. Sie sinniert über den »unbekannt bleibenden Lebensrest« - auf diese Formulierung legt die Düsseldorfer Autorin Ina-Maria von Ettingshausen, Jahrgang 1944, Gewicht. Im Gespräch mit unserer Zeitung spricht die Lyrikerin über Poesie, ihren Weg von der Fremdsprachen-Korrespondentin zur Schriftstellerin und die Wichtigkeit, sich mit den Phasen des Lebens auseinanderzusetzen.
     Ina-Maria von Ettingshausen ist eine elegante Erscheinung mit feuerroten Haaren und eine stilvolle Gastgeberin in ihrem gediegenen Salon in Düsseldorf-Unterbach. Bei Tee und winterlichem Gebäck spricht sie über Dinge, die ihr wichtig erscheinen ud in der Tat jeden Menschen betreffen: das Älterwerdenund die persönliche Auseinandersetzung mit diesem Prozess. »Donata am Fluss - Lebenwellen von Gewinn und Verlust« heißt das neuste Buch der Literatin, die im hessischen Herborn am Fuße des Westerwalds zur Welt kam, aber schon seit 45 Jahren in Düsseldorf lebt.

Fortsetzung einer
Reihe von vier Gedichtbänden

Die epische Dichtung mit Fotos, Collagen und einem Essay versteht sich als Fortsetzung einer Reihe von vier Gedichtbänden, die sich mit den verschiedenen Lebensphasen von Frauen beschäftigen - einmal davon abgesehen, dass auch Männer gelegentlich in die Verlegenheit kommen, mit eigenen Krisenzeiten konfrontiert zu sein.
     Die Frauengestalten haben auch mit der Autorin zu tun, die sich im Alter von 35 entgültig für den Schriftstellerberuf entschieden hatte. »Das war die Entscheidung meines Lebens, und die war felsenfest«, sagt von Ettingshausen. »Und fort war meine Lebenskrise.«
     Glücklicherweise habe sie ihren neuen Beruf mit ihrem Familienleben in Einklang bringen können, so die Mutter zweier Söhne und Ehefrau eines Chemikers.
     Die Tochter eines Arztes und Psychotherapeuten ist mit tiefenpsychologischen Themen sozusagen aufgewachsen. So seien ihre Gedichte auch immer Reisen ins Unterbewusstsein. Die Frauenfiguren sind geschöpft aus dem Unterbewusstsein und aus Träumen. Dabei geht es stets um Wandlungsprozesse. Im Buch vorhanden ist auch ein biographischer Hintergrundtext sowie ein Essay mit dem Titel »Spiegelschwestern im Frausein«. Da verfolgt Ettingshausen unter anderem die Frage, wie Bücherlesen ihren Bewusstseinswandel als Frau beeinflusste.


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Ina-Maria von Ettingshausen: »Donata am Fluß«



DJournal Winter/Frühling 2016/17
Donata am Fluss
Lebenswellen von Gewinn und Verlust Eine epische Dichtung mit Fotos, Collagen und einem Essay


Donata, Lyrikerin und Fotografin zwischen 55 und 65, denkt über »Lebenswellen von Gewinn und Verlust« nach. Dahinter steht die Autorin Ina-Maria von Ettingshausen, die mit ihrem vierten Gedichtband eine weitere Phase von Frauenleben zum Ausdruck bringt. Mit poetischen Frauengestalten aus dem Unbewussten und aus Träumen schöpft sie Gedichte zu ihren Wandlungsprozessen. Dabei erhellen Fotoselbstporträts und Collagen inneres und äußeres Geschehen ihrer Bewusstwerdung. Ihre realen Jahre von 2000-2010 umreißt sie mit einem biographischen Hintergrundtext »Von der Irgendwie-Sie« bis zur »Philosophin auf Frauenfüßen«.
     Mit ihrem Essay »Spiegelschwestern im Frausein« verfolgt sie die Frage »Wie Bücherlesen meinen Bewusstseinswandel als Frau« beeinflusste. Die Autorin spürt nach, was Frausein überhaupt für Frauen, für die Gesellschaft und für sie selbst bedeutet. »Berufene« Bildbeispiele sind ihre Fotoporträts von Düsseldorfer und auswärtigen Schriftstellerinnen und Künstlerinnen. Alles zusammen ist wie das Einkreisen von Lebenserfahrungen um tieferer Erkenntnisse halber, bevor die Herausforderung des ALterns ein Neudenken und Gestalten erfordert.

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