Zurck zu : Wiesbaden-Quiz

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Wiesbadener Kurier, 04. August 2012
Von der Seelenabschussrampe auf die Busspur

Von Katja Rietze

Warum geht man in Wiesbaden zum Lachen ins Museum? Wer sind die fnf Weisen? Welches Wiesbadener Unternehmen legte den Grundstein fr die Freiheitsstatue? Warum tragen die Mainzelmnnchen die falschen Namen? Und wo in der Stadt baggern Frauen besonders erfolgreich? Na, kennen Sie alle Antworten? Nein? Ach, Sie sind nicht gebrtig aus Wiesbaden. Tja, das ist leider keine Entschuldigung. Die Fragen im neuen Wiesbaden-Quiz, das der Grupello-Verlag fr 10,90 Euro auf den Markt gebracht hat, sind nach Angaben der Macher so ausgewhlt, dass auch Besucher der Stadt sie lsen knnen.
Verfasser der Fragen und offenbar selbst Rtselfreund ist Gerhard Mller, Sprach- und Literaturwissenschaftler, der bis vor wenigen Jahren fr die Gesellschaft fr deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden gearbeitet hat. Er liefert auf 100 quadratischen Kstchen nicht nur Fragen und Antworten, sondern auch Erklrungen.
Da erfahren Unwissende zum Beispiel, dass die Kirche Mari Heimsuchung im Kohlheck auch Seelenabschussrampe genannt wird, weil sie eine dreieckige Form hat mit gen Himmel gerichteter Spitze. Und dabei sollte der Bau eigentlich ein groes M bilden, M fr Maria, steht auf der Karte. Man erfhrt also allerhand Wissenswertes, aber nicht nur. Denn wer bitte hat sich jemals gefragt, wie viele Snger im Mai 1907 mitwirkten, als zu Ehren des Kaisers Beethovens Lied Die Himmel rhmen des Ewigen Ehre erklang? Falls es tatschlich jemanden interessiert: Es waren 800 in einem berdimensionalen Mnnerchor.
Und dann erfahren wir noch, womit ausgerechnet in Sachen Straenverkehr Wiesbaden einst wegweisend war. Und fragen uns gleich, was wohl passiert ist, dass die Stadt heute, was Verkehrskonzepte angeht, eher hinterherhngt. In Wiesbaden wurde nmlich 1968 die bundesweit erste Busspur eingefhrt. Zunchst auf der unteren Dotzheimer Strae, der Luisenstrae und der Bleichstrae. Eine Busspur gibt es heute in vielen Straen. Fahrradwege, Stromtankstellen oder eine Stadtbahn nicht. Wie das passieren konnte, verrt das Quiz leider nicht. Aber vielleicht gibt es ja in ein paar Jahren eine Neuauflage. Und in der steht dann die Frage, wie es kam, dass Wiesbaden Vorreiter wurde in Sachen Elektro-Mobilitt.

Zurck zum Titel:
Gerhard Mller: »Wiesbaden-Quiz«