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Holsteiner Zeitung (Regionalausgabe der Kieler Nachrichten), Torsten Müller, 06. Mai 2011
Kiel-Quiz: Wer weiß am meisten?
Annegret Thiemann dachte sich 100 Fragen aus


Wer ist der berühmteste Isländer in Kiel? Was hat die Stadt mit dem Iran zu tun? Wann wurde die letzte Straßenbahn eingestellt? Wissen Sie's? Im Norden hat nach Lübeck nun auch die Landeshauptstadt ihr Frage- und Antwort-Spiel: das Kiel-Quiz.
    Annegret Thiemann aus Felde dachte sich die 100 kniffligen Fragen aus und liefert auf den kleinen quadratischen Kartellen im roten Schmuckkästchen auch gleich die Antworten mit - für den Fall, daß einem die Antwort doch zu lange auf der Zunge liegen könnte.
»Die meisten Ideen für die Fragen sind mir im Gespräch gekommen«, sagt die gebürtige Kielerin, die es erst vor fünf Jahren in den Norden zurückverschlagen hat. »Na, dann kommt im Quiz sicher auch der Klümbschuss vor«, fragte sie ein Alt-Kieler. Annegret Thiemann mußte passen. »Das Wort steht nicht mal im Internet«, stellte sie fest. Dabei war der Zwölf-Uhr-Schuß früher in der Fördestadt von großer Bedeutung. »Es war ein Signal, durch das Schiffschronometer exakt justiert werden konnten«, erfuhr sie. Für die Frauen der Werftarbeiter hatte es eine zusätzliche Bedeutung: »Schichtwechsel -jetzt konnten sie die Klümb (Klöße) in die Suppe tun.«
    Platte Fragen, wie zum Beispiel nach der Einwohnerzahl Kiels, sind nicht die Sache der promovierten Kunstgeschichtlerin. Sie mag's durchaus etwas »figeliensch«. Wer stand Pate für das Glockenspiel vom Rathausturm? Welcher in Kiel geborene Physiker unterzeichnete 1957 das Manifest gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr? Welches ist der schnellste Fahrstuhl in der Stadt? Na, sind Sie Kiel-fest? Wer die Karten umdreht, findet prompt die Antwort.
    Das Quiz streift vielfältige Bereiche: Kultur, Musik, Sport, Stadtgeschichte, Medizin, Wirtschaft. Nach fast jeder Karte ist man ein bißchen schlauer. Man kann das Quiz mit sich selbst spielen, aber in geselliger Runde macht es sicher mehr Spaß. »Das Spiel regt dazu an, miteinander zu sprechen und Erinnerungen auszutauschen«, ist Thiemann überzeugt. Bei der Arbeit am Quiz wurde der 62-Jährigen die Kindheit im zerbombten Nachkriegs-Kiel wieder lebendig: »An der Prüne sind wir durch silbrige Pappelwäldchen gehüpft.« Natürlich ist dem Initiator dieser städtischen Wieder-Aufforstung auch eine Frage gewidmet.
    Annegret Thiemann hat die Zusammenstellung der 100 Fragen so viel Spaß gemacht, daß sie in ihrer Felder Reetdachkate bereits an einer weiteren Ausgabe der Reihe »Quiz zu Städten und Regionen« arbeitet: »Jetzt ist Schleswig-Holstein dran.«




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Annegret Thiemann: »Kiel-Quiz«