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SZENARIO., 01. Juni 2011
Margot Klütsch: Meerbuscher Kunstwege

»Kunstwerke und Denkmäler im Stadtbild« — der Untertitel verrät, daß Margot Klütsch vor der nicht ganz einfachen Aufgabe stand, so viel Sehenswertes wie möglich in dem vorliegenden Band zu präsentieren. Entsprechend treffen hier künstlerisch hochwertige Skulpturen und historische Wegmarken auf Grab- und Kriegerdenkmäler — ganz so wie im wirklichen Leben. Es ging eben nicht um die kritische Auswahl, sondern um die große Vielfalt, welche die Stadt Meerbusch ohne Zweifel besitzt und der sie sich in den letzten Jahren zunehmend bewusst wird. Das war nicht immer so, Meerbusch war in punkto Kulturpolitik auch schon mal tiefste Provinz. Daß nun zum 40jährigen Stadtjubiläum und mit Hilfe der Sparkassen-Stiftung des Rhein-Kreis-Neuss dieses Buch herausgegeben wurde, verdient Anerkennung.

Margot Klütsch hat mit großer fachlicher Sorgfalt einen Führer zu vielen Sehenswürdigkeiten unserer Stadt geschaffen, mit dem Bonus einer kreativen und attraktiven Wegeplanung. Das macht »Meerbuscher Kunstwege« zu einem MUSS für alle kunst- und geschichtsinteressierten Meerbuscher.

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Margot Klütsch: »Meerbuscher Kunstwege«




... in R(h)einkultur, Petra Kammann, 01. Juli 2010
Openair Kultur in Meerbusch
Die Stadt Meerbusch entstand 1970 aus acht selbständigen Gemeinden und hat viel an älterer und moderner Kunst zu bieten. Zum 40. gab's ein Buch.


Mit Mataré fing alles an... Durch ihn wurde eine Kunstszene in Büderich und Umgebung nach dem Zweiten Wettkrieg geschaffen. Der in Aachen gebürtige Künstler hatte 1932 eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie angenommen und zog damals von Berlin nach Büderich, zunächst in das »Haus am Deich« und dann in die Poststr. 53. Als er 1933 die ehemalige Schnapsbrennerei in der Dückersstraße 10 als Atelier mietete, verlor er seine Professur und seine Kunst galt als »entartet«. Nach Kriegsende wurde Ewald Mataré rehabilitiert, leitete die Düsseldorfer Kunstakademie und bekam zahlreiche öffentliche Aufträge. Er konnte das Atelier in der Dückersstraße erwerben und seither dort mit seiner Familie leben. Da zog er sich bedeutende Meisterschüler wie Erwin Heerich und Joseph Beuys heran, die schon früh im heutigen Meerbusch ihre Spuren im öffentlichen Raum hinterließen, etwa das herausragende Mahnmal für die Toten der beiden Weltkriege, das der junge, damals noch unbekannte Beuys 1957-59 für die Gemeinde Büderich schuf. Nach und nach entstanden Kunstwerke im öffentlichen Raum, die sich sehen lassen können – von Will Brüll, Peter Rübsam, Ulrich Rückriem und vielen anderen. Interessant sind auch die Grabmäler und gestalteten Kreuzwegstationen. Es lohnt sich, die acht Stadtteile der 40 Jahre alten Stadt Meerbusch mit seiner elf km langen Rheinfront zu erradeln. Kunsthistorikerin Margot Klütsch hat in ihrem Buch Routen entwickelt, an deren Karten man sich bestens orientieren kann.

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Extra Tipp am sonntag, 16. Mai 2010
Kunstbuch

Als »Stadt der Kunst und der Künstler« hat Meerbusch schon immer selbstbewußte Signale gesetzt. Die Vielzahl der Werke, die an Plätzen, in Parks oder an anderen markanten Punkten Meerbuschs die Blicke auf sich ziehen, machen aus dem Stadtgebiet eine über 64 Quadratkilometer große Kunstsammlung. Mit dem Buch »Meerbuscher Kunstwege«, erschienen im Düsseldorfer Grupello Verlag, präsentiert die Stadt pünktlich zum 40jährigen Bestehen einen attraktiven Wegweiser durch ihr »Open-Air-Kunstangebot«: Autorin ist die Meerbuscher Kunsthistorikerin Dr. Margot Klütsch. Das Buch stellt über 100 Kunstwerke, Brunnen und Denkmäler in farbigen Fotografien und ausführlichen Texten vor. Bekannte Namen wie Ewald Mataré, Joseph Beuys, Erwin Heerich, Anatol, Ulrich Rückriem, Peter Rübsam und Will Brüll sind dazu.

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Rheinische Post, Norbert Stirken, 13. Mai 2010
Wegweiser zur Kunst
Die Stadt hat zum 40−jährigen Bestehen ein Buch über Kunst und Denkmäler im öffentlichen Raum herausgegeben. Autorin Dr. Margot Klütsch liefert eine schöne Zusammenfassung mit Angaben über Künstler und Standorte.


Meerbusch müße sich mit seinen Kunstwerken im öffentlichen Raum nicht verstecken, sagte Verleger Bruno Kehrein gestern in Lank−Latum in der Teloy−Mühle bei der Vorstellung der »Meerbuscher Kunstwege«. Düsseldorf habe zum Beispiel ein Werk wie das Beuys−Kreuz im alten Kirchturm in Büderich nicht vorzuweisen. Als »Stadt der Kunst und der Künstler« habe Meerbusch schon immer selbstbewußte Signale gesetzt, erklärte Stadtsprecher Michael Gorgs. Die Vielzahl der Werke, die an Plätzen, in Parks oder an anderen markanten Punkten Meerbuschs die Blicke auf sich ziehen, machen aus dem Stadtgebiet eine über 64 Quadratkilometer große Kunstsammlung. Jeder kann sie ohne Eintrittsgeld jederzeit besuchen. Mit dem Buch »Meerbuscher Kunstwege«, erschienen im Düsseldorfer Grupello Verlag, präsentiert die Stadt jetzt pünktlich zum 40−jährigen Bestehen einen attraktiven Wegweiser durch ihr »Open−Air−Kunstangebot«: Autorin ist die Meerbuscher Kunsthistorikern Dr. Margot Klütsch.
    Das Buch stellt mehr als 100 Kunstwerke, Brunnen und Denkmäler in farbigen Fotografien und ausführlichen Texten vor. Bekannte Namen wie Ewald Mataré, Joseph Beuys, Erwin Heerich, Anatol, Ulrich Rückriem, Peter Rübsam und Will Brüll gehören dazu. Ihre Werke sind die künstlerische Visitenkarte der Stadt.
    Die Autorin Margot Klütsch beschreibt sechs Routen durch alle Stadtteile. Dort läßt sich Kunst per Pedes oder mit dem Fahrrad erleben. An Straßen, Plätzen, in Parks und auf Friedhöfen sind überraschende Neuentdeckungen zu machen. Wegekarten, Künstler−, Titel− und Straßenregister, Künstlerbiografien und ein Literaturverzeichnis machen das Buch zum idealen Wegbegleiter.
    Kulturdezernentin Angelika Mielke−Westerlage ist voll des Lobes über die neue Publikation. »Viele Bürger wissen gar nicht, welche Schätze die Kommune zu bieten hat.« Mit Hilfe des Buches solle das anders werden, und darüber hinaus auch Werbung für Meerbusch betrieben werden. Kehrein meint, der Rhein sei nicht nur eine natürliche Grenze, sondern auch eine in den Köpfen. Das Buch könne rechtsrheinische Kulturfreunde neugierig auf das machen, was linksrheinisch zu finden sei.

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Westdeutsche Zeitung, Beatrix van Vlodrop, 12. Mai 2010
Meerbusch: Sechs Routen führen zu 100 Kunstwerken
Stadt veröffentlicht »Meerbuscher Kunstwege«


Kunst im öffentlichen Raum – die ist in Meerbusch unübersehbar. Wahrgenommen wird sie trotzdem nicht von jedem. »Viele Menschen kennen die Arbeiten gar nicht«, sagt Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage.
    Unbewußt gehen Passanten an einem Beuys' Auferstehungssymbol im Alten Kirchturm vorbei, sitzen auf einem Franke-Brunnen, registrieren gedankenverloren das Windspiel in Jörg Wieles Kreisspirale am Deutschen Eck oder die Schwinge der Freundschaft von Will Brüll in Strümp. Das kann sich zum 40. Geburtstag der Stadt ändern. Auf 140 Seiten beschreibt Kunsthistorikerin Margot Klütsch die rund 100 Kunstwerke, Brunnen und Denkmäler.
    Auf sechs Routen führt die Autorin Radfahrer und Spaziergänger durch die 64 Quadratkilometer große Open-Air-Ausstellung, das Stadtgebiet Meerbuschs. Sie verbindet die zahlreichen Illustrationen mit Informationen über Werk und Künstler.
    Geordnet ist das handliche Büchlein nach geographischen und auch künstlerischen Kriterien: So gibt es zwei Routen durch Büderich, je eine durch Osterath und Lank. Ein Kunstweg verbindet Strümp mit Ossum und Bösinghoven, ein weiterer führt elf Kilometer am Rhein entlang von Büderich bis nach Nierst.
    Den 25 Arbeiten von Ewald Mataré und seinen Schülern, die er nach dem Krieg in seinem Atelier an der Dückersstraße unterrichtete, wird ein eigenes Kapitel gewidmet. »Beuys ist dort ein- und ausgegangen und Heerich hat seine ersten Fingerübungen in Büderich gemacht«, sagt Margot Klütsch.
    Auch Wegekreuze und Grabsteine erzählen eine Geschichte. Beispielsweise die, daß Josefine Leopold, geboren 1881, im April 1942 nach Auschwitz deportiert wurde.
    Den Düsseldorfer Verleger Bruno Kehrein hat das Projekt überzeugt. »Für die Kunstwerke, die in Meerbusch öffentlich gezeigt werden, muß sich die Stadt nicht verstecken«, betont er.
    Sein Grupello Verlag hat die Meerbuscher Kunstwege in einer Auflage von 2.000 Stück gedruckt. Kosten: 12,90 Euro, erhältlich im Buchhandel. Der professionelle Vertrieb ist gewollt und Kehrein ist sicher, daß »auch rechtsrheinisch wahrgenommen wird, was es in Meerbusch Gutes gibt.«

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