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Christiane Kneisel, Ostthüringer Zeitung, 12. September 2009 Quadratisch, praktisch, Schiller
Kluge Dichterworte als feine Sammlung
»Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze...«, sprich, wie vergänglich ist doch die Schauspielkunst. Friedrich Schiller thematisiert das im Prolog von »Wallensteins Lager«.
Alles andere als vergänglich sind Werke und Sprüche des Dichters. Und auch wenn Schillers »Lied von der Glocke« heutzutage in der Schule kaum noch auswendig gepaukt werden muss, sind doch seine weisen Worte allgegenwärtig. Viele führen mittlerweile ein Eigenleben, so dass selbst Werk-Unkundige ihnen allerorten begegnen.
Kostprobe gefällig? »Ich kenne meine Pappenheimer« hat seinen Ursprung in »Wallensteins Tod«: »Daran erkenn ich meine Pappenheimer.« Mancher begrüßt seine Gäste nicht selten mit den Worten: »Spät kommt Ihr – doch Ihr kommt!«, berühmt durch Schillers »Die Piccolomini«, Teil II. der »Wallenstein-Triologie«. Oder auch die geflügelten Worte »Die Axt im Hause erspart den Zimmermann« aus »Tell«.
»Schiller im Quadrat« (Barbara Steingießer Hrsg., Grupello, 12 Euro) versammelt auf 70 edlen, doppelseitig bedruckten Kärtchen 140 blitzgescheite Schiller-Sprüche. Natürlich ist es nur eine kleine Auswahl. Wohl nicht einmal Goethe dürfte bei der Anzahl überlieferter Zitate mithalten können. Bevor der Kartenspaß beginnt, lohnt es sich, das beiliegende Leporello zu studieren. Herausgeberin Barbara Steingießer, profunde Schiller-Kennerin, widmet sich einleitend Werken und Welt des Dichters, und ergänzt dies mit Quellen zu den Zitaten.
Vielfältig sind die Möglichkeiten, Schillers Worte und Verse zu konsumieren: Entweder der Leser rät, welcher Spruch in welchem Werk seinen Ursprung hat. Oder er sinniert über dessen Zeitlosigkeit. Oder er genießt einfach die Weisheiten.
Verpackt im Kästchen, geeignet für jede Tasche und viele Momente. Für Schiller-Kenner und alle, die es werden wollen.
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Westdeutsche Zeitung, 30. Juli 2009 Sammlung: »Schiller im Quadrat«
Beim Düsseldorfer Grupello-Verlag ist nach »Heine im Quadrat« nun eine neue Schmuckschachtel erschienen. »Schiller im Quadrat« heißt das kleine, in der Tat schmucke Kästchen und versammelt 70 doppelseitig bedruckte Kärtchen mit Zeilen des großen deutschen Dichters. Die Auswahl enthält sowohl die heißspornigen Gedanken des damals kaum 23-Jährigen als auch seine Überlegungen als kranker Familienvater. Auch Verse und Gedichte sind vertreten. Die Heruasgeberin Barbara Steingießer, die über Schiller promovierte und heute als freie Journalistin in Meerbusch lebt, möchte die Neugier auf Schillers Gesamtwerk wecken. Sie hat auch lange Jahre an der Schiller-Nationalausgabe mitgearbeitet, ist also eine ausgewiesene Kennerin der Materie. Wer sich nicht mehr sicher ist, ob der Satz »Die Axt im Haus erspart den Zimmermann« tatsächlich von Schiller stammt oder einen Teil der »Glocke« wieder auswendig lernen möchte, der wird hier fündig. Schillers Betrachtungen lassen überdies aufmerksam und nachdenken. Und mit den Fußnoten lässt sich im Leporello nachvollziehen, aus welchem Werk des Dichters das jeweilige Zitat stammt.
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Robert Sernatini, www.musenblaetter.de, 10. Juli 2009 Literarischer Spaß im Taschenformat
Friedrich Schiller und Heinrich Heine zitieren? In Gesellschft, beim Quiz oder an der Uni glänzen? Große deutsche Dichter kompakt (kompakter geht es nicht) in die Tasche stecken? Kurzweilige Reise-Unterhaltung auf hohem Niveau? Kein Problem, solange Sie sich vorerst mit Heinrich Heine und Friedrich Schiller begnügen. Zu diesen beiden nämlich hat der Düsseldorfer Grupello Verlag je eine inhaltsreiche 8 cm im Quadrat kleine und nur 2,2 cm hohe hübsche Literatur-Schachtel mit jeweils lose eingelegten Kärtchen auf den Markt gebracht - eine nachgerade geniale Idee.
Mal ganz abgesehen vom literarisch hochkarätigen Inhalt, portionsweise verdaulich dargebracht, bieten die beiden stabilen, leicht geriffelten Schächtelchen und die darin eingelegten, auf schweren Karton von höchster Qualität gedruckten Kärtchen ein haptischen Vergnügen, das nicht unterschätzt werden darf. Auch das bestechende Schriftbild, das großes Lesevergnügen bereitet, trägt seinen nicht unwesentlichen Teil zum Gesamtgenuß bei. Denn es ist ein Genuß - noch ein rarer, denn es gibt (s.o.) erst zwei dieser vortrefflichen Sammlungen - den Deckel abzuheben, den obenauf liegenden Leporello mit Einleitung, Quellenangaben und Hinweisen aufzufalten und zu studieren - sich zunächst zu orientieren und erst dann portionsweise die gescheiten Worte zweier unserer klügsten Köpfe zu konsumieren. So schreibt Heinrich Heine 1828 in seinen Reisebildern: »Die Orientalen sind ein gescheutes Volk, sie verehren einen Verrückten wie einen Propheten, wir aber halten jeden Propheten für verrückt«. Dem ewigen Dalles ausgesetzt teilt er 1844 in einem Brief Giacomo Meyerbeer mit: »Ich habe den Grundsatz, kein Geld, und sey es noch so wenig, abzuweisen. (Wie schlecht kennen mich die Leute, die mich für einen Menschen ohne Grundsätze ausgeben!)«. Der Literaturwissenschaftler und Heine-Spezialist Holger Ehlert hat »Heine im Quadrat« bereits 2005 für Grupello gestaltet, es ist nach wie vor zu haben.
Brandneu auf dem Buchmarkt ist nun Barbara Steingießers »Schiller im Quadrat« in gleicher
Aufmachung, aber mit annähernd der doppelten Menge an Literatur-Exzerpten, denn der Verlag hat sich entschlossen, die Kärtchen beidseitig zu bedrucken. Entsprechend umfangreicher ist auch das beigelegte Leporello-Verzeichnis, das wie schon im Fall Heine die Herkunft des Zitats nennt, die auf dem Kärtchen verborgen bleibt. Literaturstudenten, Theaterfreunde und Leseratten können sich selber prüfen oder aber einen geselliges Ratespiel daraus machen. (Man darf aber auch ganz einfach blättern und genießen.) Tagesaktuell sagt Zitat 81: »Der Mensch vom gemeinen Schlag hält schon das Nichtbetrügen für einen großen Beweis seiner Ehrlichkeit; ein anderer von zartem Gefühl trägt manchmal Bedenken, einen erlaubten Gewinn zu nehmen«. Gab es zu Schillers Zeiten schon Großbanken und Anlagenjongleure oder schaute der Dichter der »Räuber« und des »Don Karlos« weit voraus? Apropos: »Ein Federzug von dieser Hand, und neu erschaffen wird die Erde. Geben Sie Gedankenfreiheit -«(41). Was Schiller selbst wie Sie und mich betrifft, sagt Kärtchen 12: »Kannst du nicht allen gefallen/ durch deine That und dein Kunstwerk,/ mach es wenigen recht,/ vielen gefallen ist schlimm«.
Ich glaube abweichend davon, daß es nicht schlimm ist, wenn Heine und Schiller im Quadrat vielen gefallen - ja ich nehme es mit Bestimmtheit an. Hoffen wir zudem auf eine Fortsetzung.
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Mobilzeit, 01. April 2009 Beflügelnde Zitate
Friedrich Schiller zufolge haftet Poesie neben dem Ernsten stets auch eine leichte, spielerische Seite an. Und so wagt es das neu erschienene »Schiller im Quadrat«, Verse aus Gedichten des großen Denkers auf Kärtchen freizusetzen, um den Spieltrieb des Lesers und damit auch die Neugier auf das Gesamtwerk Friedrich Schillers zu wecken.
Die Auswahl versammelt 140 Schiller-Zitate auf 70 federleichten und doppelseitig bedruckten Kärtchen. Viele von ihnen sind dabei nur allzu bekannt. Denn Sprüche wie »Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst« haben sich längst einen festen Platz in unserem Alltag erobert.
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Irma Hildebrandt, frau und kultur, 3/2009 Schiller in Pocketformat
Das rote Schächtelchen passt in jede Handtasche und kann eine lange Bahnfahrt oder die Wartezeit beim Zahnarzt verkürzen: Schiller im Quadrat, 70 Kärtchen mit Schiller-Zitaten. Auf der Vorderseite bekanntere aus Gedichten und Dramen - zur Überprüfung des eigenen Gedächtnisses oder als Ratespiel in geselliger Runde dienlich. Auf der Rückseite unbekanntere aus Briefen und theoretischen Schriften, die anhand der beigefügten Quellen zum Nachschlagen reizen. Geflügelte Worte und zeitlose Gedanken zum Ausklang des Schillerjahres, die aufgehoben werden sollten - und sei es in der Westentasche. »Mich hält kein Band, mich fesselt keine Schranke, / Frei schwing' ich mich durch alle Räume fort, / Mein unermesslich Reich ist der Gedanke, / Und mein geflügelt Werkzeug ist das Wort.«
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Informer Magazin, August 2009 Schiller hoch zwei
Das Buch »Schiller im Quadrat«, herausgegeben von Dr. Barbara Steingießer, ist soeben erschienen im Grupello Verlag Düsseldorf und ab sofort im Buchhandel erhältlich. Die Auswahl versammelt auf 70 federleichten und doppelseitig bedruckten Kärtchen 140 Schiller-Zitate, denen Flügel wachsen. Hier finden sich sowohl die kaum flügge gewordenen Gedanken des 23-jährigen Heißsporns: »In meinen Adern siedet etwas - ich möchte gern in dieser holperichten Welt einige Sprünge machen, von denen man erzählen soll«, als auch die abgeklärten Überlegungen des kranken Familienvaters, der sich um die Zukunft seiner Kinder sorgt. Dr. Barbara Steingießer promovierte über Schiller und arbeitete viele Jahre an der Schiller-Nationalausgabe. Heute lebt sie als freie Journalistin in Meerbusch.
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