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Ars Organi, Hermann Fischer, 01. Februar 2010
Es handelt sich bei diesem »Buch« im großen Atlasformat um die Fortsetzung des Bandes »Orgelstadt Düsseldorf«, der 1982 anläßlich der Düsseldorfer Orgeltagung der GdO erschienen war, in einer völlig neuen Form. Es werden nämlich die Orgeln der Düsseldorfer Kirchen in allen möglichen Facetten zum Thema Orgel vorgestellt als Porträts und sozusagen auch musikalisch beschrieben: 24 Orgelabbildungen als ganzseitige Kalenderblätter, dazu passend 25 teils mehrseitige Orgelstücke (hauptsächlich Choräle und Choralvorspiele aus verschiedenen Jahrhunderten, überwiegend aus dem 20.). Den Orgelfotos gegenübergestellt sind jeweils ihre Dispositionen, kurze Textbeiträge und die Abbildungen der zugehörigen Spielanlage; den Notenblättern gegenüber die Porträts der Komponisten mit lesenswerten Kurztexten, teilweise auch mit Faksimiles. So entstand ein gut durchdachtes System, das es nach kurzem Einlesen gestattet, gezielt Informationen über die mit der Stadt verbundenen Organisten und Komponisten aus dem üppigen Band abzurufen. Für alle, die die Düsseldorfer Orgelwelt und Orgeln noch nicht kennen, besteht die Möglichkeit, sich im Geiste in die Kirchen zu versetzen, den Orgelblick mit seiner Raumbindung zu genießen und, wenn interessiert, sich sogar mit dem Spieltisch vertraut zu machen.
    Abgebildete Orgeln: St. Maximilian (König 1755), Hofkirche (Kemper 1782), Johanneskirche (Beckerath 1954), Friedenskirche (Beckerath 1955), Matthäikirche (Ott 1955), Christuskirche (Schuke 1957), Tersteegenkirche (Schuke 1959), Neanderkirche (Rieger 1965), Kreuzkirche (Schuke 1966), Melanchthonkirche (Schuke 1967), Bonhoefferkirche (Kleuker 1968). St. Franziskus Xaverius (Klais 1970), St. Suitbertus (Beckerath 1976), St. Maria Immaculata (Klais 1982), St. Margaretha (Rieger 1986), Herz Jesu (Becker 1986), Schumann-Hochschule (ital. Positiv und thür. Orgel), Kreuzherrenkirche (1800/1965), Lutherkirche (Westenfelder 1991), St. Lambertus (Rieger 1999), St. Peter (Gockel 2001), St. Dionys (Seifert 2003), Auferstehungskirche (Sauer 2004). Alle 24 Orgelbilder sind auf der Rückseite auf einen Blick zusammengefasst.

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Oskar Gottlieb Blarr, Fotos von Friedemann Fey: »Orgelstadt Düsseldorf«




Wolfram Goertz, Rheinische Post, 03. Dezember 2009
Düsseldorfs schönste Orgeln

Musikfreunde, die aus der Ferne nach Düsseldorf kommen und hier sesshaft werden, staunen nach einer gewissen Zeit über eine besondere Vielfalt der Landeshauptstadt: Hier stehen zahllose schöne Orgeln. Bei Licht gesehen, ist Düsseldorf vermutlich sogar Deutschlands Orgelhauptstadt. Oder hat irgendeine andere Stadt ein derartiges Konsortium an wohltönenden, erregenden Instrumenten anzubieten?
    Jetzt ist im Grupello-Verlag unter Inspiration und Mitwirkung von Oskar Gottlieb Blarr ein entzückender, hoch glänzender, »immerwährender Kalender« erschienen, der 25 Orgeln der Stadt in hochwertigen Fotografien von Friedemann Fey präsentiert (im Format 34 Zentimeter breit und 49 Zentimeter hoch). Das Blättern wird nachgerade zur Wanderung des Staunens zu Stilen, Moden, Epochen der Orgelbaukunst.
    Denn da gibt es zierliche und wuchtige, exzentrische und scheue, barocke und futuristische Orgeln. Fey hat sie glänzend ausgeleuchtet und ihre jeweilige Eigenart meisterlich eingefangen. Ergänzt wird die schöne Produktion durch die Disposition der Orgeln, durch kleine einführende Texte – und durch Orgelkompositionen Düsseldorfer Komponisten, beginnend bei Agostino Steffani über Mendelssohn bis" zu Albert Thate, Jürg Baur, Gerhard Schwarz, Blarr, Heinz Lohmann, Herbert Callhoff, Heinz Bernhard Orlinski, Günther Becker, Norbert Laufer, oder Odilo Klagen. Man könnte sagen, der Kalender füttert zugleich die Orgeln, die er zeigt.
    Als Alternative oder Zugewinn gibt es ebenfalls im Grupello-Verlag ein Plakat, das die 25 Orgeln auf einen Blick zeigt. Da steht man dann gern dicht mit der Nase vor.

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Oskar Gottlieb Blarr, Fotos von Friedemann Fey: »Orgelstadt Düsseldorf«




Westdeutsche Zeitung, 26. September 2009
24 »Stimmen Gottes«

Vor dem Zweiten Weltkrieg spielten auf der großen Düsseldorfer Kirmes 35 bis 40 Orgeln. Um die geht es in Oskar Gottlieb Blarrs immerwährenden Kalender »Orgelstadt Düsseldorf« aber nicht. Sondern vielmehr um die »richtigen« Orgeln, um Unikate und individuell intonierte Pfeifen. 200 davon gibt es, drei in öffentlichen Gebäuden (Tonhalle, Filmmuseum, Stadtmuseum), fünf in privater Hand, eine spielt täglich in der Schneider-Wibbel-Gasse, und 190 befinden sich in Düsseldorfer Kirchen. Der Autor stellt 24 dieser »Stimmen Gottes« vor, aber auch Orgelbauer, Komponisten und Künstler, Musikdirektoren, Organisten und Kantoren. Dank der Fotos von Friedemann Fey ist der großformatige Kalender zugleich auch Reise-, Architektur- und Kunstführer. Noten und Biografien ergänzen dieses Buch, das manchmal wie ein Krimi, manchmal wie eine Love-Story klingt und mitunter auch skurrile Züge trägt. Orgeln wurden gestohlen, ihre Teile wieder liebevoll vereint oder sie dienten auch mal, ganz unheilig, als Lager für mehr als 50 leere Flachmänner.

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Oskar Gottlieb Blarr, Fotos von Friedemann Fey: »Orgelstadt Düsseldorf«




Heinrich Spohr, Jan Wellem Jg. 84 (3/2009), 01. August 2009
Orgelstadt Düsseldorf

Es ist ein immerwährender Kalender mit Bildern, ausgezeichneten Fotos, Texten und Originalnoten. In diesem Kalenderbuch werden nicht nur die 25 bedeutenden Düsseldorfer Orgeln vorgeführt, sondern die Geschichte der Orgelstadt Düsseldorf mit seiner vitalen Orgelszene anschaulich nachgezeichnet: Orgelwochen, internationale Orgeltage, die Messaien-Feste, das Strawinsky-Fest, die winterlichen und sommerlichen Orgelkonzerte, der Oberkasseler Orgelfrühling, das Internationale Orgelfestival, etc. Bedeutende Orgelkomponisten aus Düsseldorf und der Welt sowie Orgelinterpreten wie Prof. Almut Rößler begründen den internationalen Ruf der Orgelstadt Düsseldorf mit hervorragenden Orgeln, nicht nur der Beckerath-Orgel in der Johannes-Kirche, der Seifert-, Sauer-, Rieger- oder König-Orgeln.

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Oskar Gottlieb Blarr, Fotos von Friedemann Fey: »Orgelstadt Düsseldorf«




Lars Wallerang, WZ, 02. Juli 2009
Düsseldorf ist eine Orgelstadt

»Ich habe einen Traum erfüllen können«, sagt der in Düsseldorf lebende und wirkende Komponist und ehemalige Neander-Kantor Oskar Gottlieb Blarr, der in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feierte. Die Erfüllung liegt nun in Form eines großen schweren Kalenders vor. Für jeden der zwölf Monate des Jahres bietet er zwei Blätter mit eindrucksvollen Fotos von hiesigen Orgeln. »Orgelstadt Düsseldorf - Ein immerwährender Kalender« steht auf der Frontseite, unter diesen Zeilen befindet sich eine Abbildung des ältesten noch erhaltenen Orgelprospekts in Düsseldorf aus der evangelischen Kirche Urdenbach.
    Eine König-David-Figur mit Saiteninstrument in Händen krönt die Orgel der Werkstatt Schöler aus Bad Ems. »Bei diesem Anblick wurde mir wieder klar, daß aus der Orgel die Stimme Gottes spricht«, sagt Blarr, der nicht nur die Motive aussuchte, sondern auch umfangreiche Texte über jede Orgel schrieb nebst Essays zu den Themen Orgel-Theologie und Düsseldorfer Musikgeschichte.
        Zusammen mit dem Titelbild befinden sich Fotos von 25 Düsseldorfer Kirchenorgeln sowie eine Kirmesorgel der Düsseldorfer Werkstatt Richter (zerbombt Pfingsten 1942) in dem Band, den man übrigens nicht an die Wand hängen kann, da sich die Spiralbindung am Rand befindet. Es handelt sich also mehr um ein Nachschlagewerk als um einen geschmückten Gebrauchsgegenstand. Aber über den Tagesziffern der Monate stehen zugunsten der Zeitlosigkeit keine Wochentage, so daß die Kalenderfunktion immerhin nie verjähren kann.
        Daß man Düsseldorf als »Orgelstadt« apostrophieren kann, liegt an einer Entwicklung, deren Urknall auf das Jahr 1954 zurückgeht. Die evangelische Johanneskirche gönnte sich damals ein grandioses Instrument aus dem Hamburger Hause Beckerath. In der Folge erhielten immer mehr evangelische Kirchen Orgeln aus bedeutenden Werkstätten; in der Neanderkirche steht ein Instrument des österreichischen Orgelbauers Rieger.
        Später zogen auch die katholischen Kirchen nach. Nach dem zweiten Vaticanum habe die Orgeltradition bei den Katholiken an Bedeutsamkeit gewonnen, erklärt der ehemalige evangelische Kantor Blarr. Nun sei die Orgellandschaft Düsseldorf der Kölner weitaus überlegen. »Die Düsseldorfer können stolz sein auf ihre Instrumente und ihre Musikgeschichte«, meint Blarr.
        Zur hiesigen Musikgeschichte gehört auch, daß Felix Mendelssohn Bartholdy hier einst Musikdirektor war. Nach dem Tod seines Komponisten-Freundes Norbert Burgmüller, einem gebürtigen Düsseldorfer, komponierte Mendelssohn einen Trauermarsch. Die Noten dazu sind, neben vielen weiteren, im Kalender ebenfalls abgedruckt.
        Die Orgeln hat Blarr nicht selber fotografiert. Der Oboist und Fotograf Friedemann Fey, der mit Blarr schon öfters auf Konzertreisen war, hat die Instrumente abgelichtet. Einen Bildband mit Orgeln des Bergischen Lands hat er bereits vor längerer Zeit veröffentlicht. »Einige Orgeln waren sehr schwer zu fotografieren«, sagt Fey. Vor allem in der Lambertuskirche sei es eine Herausforderung für die Kamera gewesen, es gab enorme Kontraste zwischen sehr hell und sehr dunkel. Doch dank moderner Digitaltechnik und einer speziellen Software sei auch dieses Kunststück gelungen. Und das kann man im Kalender sehen.


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Rund um den Quadenhof, Dr. Dieter Hafner, 01. Januar 2009
Ein Bildband nicht nur für Kenner und Liebhaber

Der legendäre, langjährige Kantor der Evangelischen Neanderkirche in der Düsseldorfer Altstadt und international renommierte Komponist Oskar Gottlieb Blarr war immer in besonderem Maße mit der Düsseldorfer Orgelszene in intensivem Kontakt und hat diese in hervorragender Weise beeinflußt und gefördert. Dies wurde literarisch manifest mit seinem 1982 erschienenen Buch, dessen Titel »Orgelstadt Düsseldorf«diesen Begriff quasi als Markenzeichen dieses musikalischen Bereiches prägte.
    27 Jahre später erscheint nun unter demselben Titel von demselben Autor wieder eine hochinteressante Übersicht darüber, wie sich zum jetzigen Zeitpunkt die Orgelszene in Düsseldorf präsentiert. Wenn man nur die frappierende Vergrößerung des Formates zwischen dem Buch von 1982 und der neuen Ausgabe registriert, könnte man damit schon eine die Situation kennzeichnende Symbolik erkennen: Es hat ausgehend vom damals schon hohen Niveau verfügbarer Instrumente eine unglaubliche Aufwärtsentwicklung in Bezug auf Anzahl und Qualität neuer Orgeln stattgefunden.
    Das neue Werk fasziniert sofort in mehrfacher Hinsicht: Das übergroße äußere Format (50 x 35 cm), der aufwändige Druck, sowie die in dieser Größe beeindruckenden ganzseitigen Photographien erzielen einen starken Eindruck beim Betrachter. O. G. Blarr hat sein Werk im Untertitel »Ein immerwährender Kalender« genannt. Welche Ansprüche und Erwartungen einer gereiften Künstlerpersönlichkeit mögen hier eingeflossen sein. Auch der zweite Untertitel »Bilder, Texte, Noten« kontrastiert mit dem Untertitel seines Buches von 1982 »Instrumente, Spieler, Komponisten«.
    Das neue Werk fasziniert auch auf den zweiten und alle weiteren Blicke. 24 wunderbare Monumental-Photographien bedeutender Orgelinstrumente präsentieren sich auf dem formalen Hintergrund von Kalenderblättern, jeweils zwei Instrumente pro Monat. Zusätzlich ermöglicht der Photograph in etwas kleinerer Darstellung einen Blick auf den Arbeitsplatz des Orgelspielers, den Spieltisch. Die Abbildungen sind von sehr guter Qualität und bestechen durch ihre Plastizität, Lichtwirkung und Perspektive.
    Blarr hat zu jedem Instrument einen kurzen Text verfaßt, der teils die Historie dokumentierend oder anekdotisch interessante Details berichtet, die ihm für die Orgel und die zugehörige Kirche von Bedeutung erschienen. So kann man vieles Wissenswerte erfahren aus weit zurückliegender Vergangenheit aber auch über die neuesten Entwicklungen im Hinblick auf besondere musikalische Aktivitäten an den jeweiligen Instrumenten. Die Texte laden aufgrund ihrer Kürze, Prägnanz und Originalität zur aufmerksamen Beschäftigung ein.
    Das Werk, im Titel als Kalender bezeichnet, ist weit mehr als ein Kalender. Zwischen den insgesamt 24 Darstellungen der Instrumente (auch die Basilika St. Margareta ist darunter), werden großformatige Notenblätter präsentiert, die im Zusammenhang mit der jeweiligen Kirche und Orgel stehen. Dabei kann es sich etwa um eine Fuge von Felix Mendelssohn-Bartholdy handeln, der zeitweise das musikalische Leben in St. Maximilian geprägt hat oder man findet einen Orgelchoral von Gerhard Schwarz, dem berühmten Kantor der Evgl. Johanneskirche. Man findet weiterhin Noten zeitgenössischer Komponisten, die mit ihren Beziehungen zu den jeweiligen Instrumenten eine wichtige Rolle spielten, so z. B. Günther Becker, Odilo Glasen, Heinz Lohmann, Martin Schmeding, O.G. Blarr, Jürg Baur, Mathias Nagel, Josef Tal, Herbert Callhoff, Heinz Bernhard Orlinski, Norbert Laufer, Clemens Ingenhofen und Friedemann Gottschick.
    Der auf diese Weise angereicherte »Kalender« stellt für Kenner und Liebhaber der Orgelszene in Düsseldorf, aber auch für jeden musikbegeisterten Düsseldorfer eine wunderbare Zusammenstellung optischer und literarisch-musikalischer Reize dar. Eine weite Verbreitung, auch unter möglichst vielen Nicht-Düsseldorfern seien Autor und Grupello Verlag gewünscht, zumal das monumentale Werk mit 26,90 € ungewöhnlich preisgünstig ist.

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Oskar Gottlieb Blarr, Fotos von Friedemann Fey: »Orgelstadt Düsseldorf«