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Wiesbadener Kurier, 09. September 2003
Fachmann der Welt
Tagungsband zu Alfons Paquet erschienen


»Fachmann der Welt« und »Durchschauer der Gegenwart«, so bezeichnete ihn einmal sein Zeitgenosse Egon Erwin Kisch. Und betrachtet man sich die einzelnen Beiträge des kürzlich erschienenen Tagungsbands »In der ganzen Welt zu Hause« über Alfons Paquet, scheint dies durchaus seine Richtigkeit zu haben.
    Der ursprünglich aus Wiesbaden stammende Paquet blieb zwar zeitlebens eng mit seiner Wahlheimat Frankfurt verbunden, wurde jedoch schon bald zum geschätzten Reise- und Weltexperten. Durch seine Arbeit bei der Frankfurter Zeitung und sein Interesse an nationalen und internationalen Ausstellungen, verbrachte er einen Großteil seines Lebens auf Reisen. Seine Erlebnisse, unter anderem als Augenzeuge der russischen Revolution, verarbeitete Alfons Paquet in nahezu allen Genres, die die damalige Zeit zu bieten hatte.
Ein vielseitiges Talent: Dichter, Dramatiker, Journalist, Ausstellungsplaner, Rundfunksprecher und Sekretär des Goethepreises in einer Person. Jedoch blieben seine Visionen und Neuerungen meist ungehört oder wurden bereits von seinen Zeitgenossen anderen, wie Erwin Piscator, zugesprochen.
    Der Tatsache, daß selbst die Wissenschaft bis vor zehn Jahren kaum Notiz von dem in seiner Zeit durchaus angesehenen Paquet genommen hat, sollen die Beiträge des in Frankfurt stattgefundenen Alfons-Paquet-Symposions des Vorjahres entgegenwirken. Die neun Referenten aus Politik-, Kultur-, Geschichts- und Medienwissenschaft haben ihre Vorträge zu Papier gebracht und ein sowohl umfassendes als auch vielschichtiges Bild des lange Vergessenen geschaffen. Umrahmt in thematischer und biografischer Hinsicht wird die Sammlung von den Beiträgen des Herausgebers Oliver M. Piecha (ebenfalls ein Wiesbadenener), der gemeinsam mit den anderen Autoren aufzeigt, warum Alfons Paquet nach 1945 kaum Beachtung geschenkt wurde und weshalb er es trotzdem wert ist.

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Sabine Brenner, Oliver M. Piecha (Herausgeber): »In der ganzen Welt zu Hause«