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Düsseldorfer Jahrbuch, 73. Band, Düsseldorf 2002, Prof. Dr. C. v. Looz-Corswarem, 01. Juni 2003
Künstlerverein Malkasten

Der 1848 gegründete Malkastenverein ist einer der ältesten Künstlervereinigungen Deutschlands. Schon sehr früh nahm er Nichtkünstler auf und wurde so zu einem Bindeglied zwischen der Künstlerschaft der Kunstakademie und der Düsseldorfer Bürgerschaft. Dem Inventar der Archivalien, das die Bearbeiterin zusammen mit einer ausführlichen geschichtlichen Einleitung 1992 ebenfalls in der Reihe der Archivhefte des Landschaftsverbandes als Band 24 veröffentlicht hat, folgt nun das Verzeichnis der Bildquellen. Dieser umfangreiche querformatige Band weist die Kunstwerke, Bilder, Zeichnungen und Abbildungen nach, die im Laufe von über 150 Jahren von den Künstlern dem Malkasten geschenkt und überlassen wurden, die im Malkasten angefertigt wurden, die mit den künstlerisch aufwendigen Veranstaltungen und Festen zusammenhängen, und die auch von und über Künstler gemacht wurden. Dieses Inventar setzte eine langjährige entsagungsvolle Ordnungs- und Sortierarbeit voraus. Die Zuordnung von Kunstwerken, die Datierung, die Identifizierung der Künstler, die Erfassung der Plakate, Programmzettel und sonstigen Objekte wurde erschwert durch die verschiedenen künstlerischen Techniken und die unterschiedliche Lagerung.
    Der Band enthält wieder eine Darstellung der Geschichte des Künstlervereins Malkasten, Bemerkungen zur Geschichte des Archivs, der Erschließung der Bildquellen und der Systematik des Bildinventars. Die Kunstwerke selbst sind nach Künstlern alphabetisch geordnet, von Achenbach bis Zwecker. Dieser Teil nimmt mit rund 320 Seiten den größten Teil des Inventars ein. Nachgewiesen werden alle zuzuordnenden Kunstwerke, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Karikaturen aber auch Porträts der Künstler von anderen, Hinweise auf Alben etc. Des weiteren sind Bildquellen zur Geschichte des Künstlervereins Malkasten aufgelistet, wobei es sich vor allem um Entwürfe für Theateraufführungen, Plakate, künstlerisch gestaltete Einladungskarten, Widmungsblätter, Zeichnungen und Lithografien von Veranstaltungen etc. handelt. In einem letzten Abschnitt sind Fotografen mit ihren Werken verzeichnet, die Künstler oder Veranstaltungen des Malkasten festgehalten oder Kunstwerke abgelichtet haben. Das Inventar ist durch eine gewisse Zahl an Schwarz-weiß-Fotos durchsetzt, die einen Eindruck von dem unglaublichen Schatz an Kunstwerken gibt, der sich im Archiv des Malkastens befindet. Zwölf besonders markante Werke sind auf Farbtafeln wiedergegeben. Nützlich wäre trotz der alphabetischen Ordnung der Künstler ein Personenindex gewesen, auch stört, daß, wie schon bei dem vom Kunstmuseum 1997/98 herausgegebenen »Lexikon der Düsseldorfer Malerschule« bei den Lebensdaten der Künstler nur die Jahre angegeben sind, selbst wenn die genauen Daten bekannt waren. Das Inventar jedenfalls ist ein außerordentlich wichtiger Beitrag zur Düsseldorfer Kunstgeschichte.

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Sabine Schroyen, Hrsg. vom Landschaftsverband Rheinland, Rhe[..]: »Bildquellen zur Geschichte des Künstlervereins Malkasten in Düsseldorf«




Westdeutsche Zeitung, Anja Schmid, 27. April 2002
Schätze im Malkasten-Archiv
Neues Handbuch zur Bildersammlung des Düsseldorfer Künstlervereins


Düsseldorf. Es war die Euphorie des Revolutionsjahres 1848, von deren Welle sich vor allem Künstler mitreißen ließen. In Düsseldorf gründeten sie im nationalen Überschwang der Gefühle eine eigene Gesellschaft: den Künstlerverein Malkasten. Bis heute ist er neben München und Berlin einer der traditionsreichsten seiner Art in Deutschland. Und er hat etwas, was die anderen nicht mehr haben - ein eigenes Archiv. Im historischen Jacobihaus lagern Skizzen, Grafiken und Fotos aus der über 150jährigen Geschichte des Vereins. Der Landschaftsverband Rheinland hat jetzt ein Handbuch herausgegeben, in dem alle Bildquellen bis 1960 aufgeführt sind. Das Rheinische Archiv- und Museumsamt lobt die Publikation als beispielhaft, denn noch nie ist ein Vereinsarchiv als Quellensammlung veröffentlicht worden.
In vierjähriger Arbeit hat die Kunsthistorikerin Sabine Schroyen 8.200 Bildquellen von 860 Künstlern gesichtet und erfaßt. Darunter sind so wichtige Vertreter der Düsseldorfer Malerschule wie der langjährige Direktor der Kunstakademie Wilhelm von Schadow und der amerikanische Maler Emanuel Leutze. Die Quellensammlung ist ein Handbuch für den wissenschaftlichen Gebrauch. Daß es diesem Anspruch gerecht wird, förderte nicht zuletzt die Gerda-Henkel-Stiftung, die 75.000 Euro für das Projekt beisteuerte. Die Werke aller Künstler, die vor 1960 starben, sind genau aufgeführt. Der Band enthält auch Abbildungen wie die Gartenansicht des Jacobihauses. Für den kunsthistorisch interessierten Leser sind wohl vor allem die ersten 40 Seiten zur Geschichte des Malkastens lesenswert.

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Sabine Schroyen, Hrsg. vom Landschaftsverband Rheinland, Rhe[..]: »Bildquellen zur Geschichte des Künstlervereins Malkasten in Düsseldorf«