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Rheinische Post, 25. April 2001
Respektloser Feldmann

Alles beginnt mit einem Streit über die Zukunft der Rheinwiesen. Bis die Oberkasseler irgendwann endgültig die Nase voll haben und kurzerhand Revoluzzer werden. »Oberkassel wird Freistaat« lautet die Losung in dem kleinen, charmanten und anspielungsreichen Kurzkrimi der Autoren Peter H. Jamin und Jens Prüss sowie des Grafikers und Illustrators Thomas Klefisch. Dessen Zeichnungen atmen etwas von der aufgeheizten Atmosphäre dieses jungen Freistaats, der alsbald natürlich über einen eigenen Fernsehsender verfügt und zu einem Steuerparadies wird. Wie schon im Kö-Krimi von Rüss und Jamin ist diesmal erneut (und ziemlich respektlos) der Straßenköter Feldmann dabei.

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Thomas Klefisch (Illustrationen), Peter H. Jamin, Jens Prüss: »Revolution!«




Elisabeth Grün, Westdeutsche Zeitung, 21. April 2001
Revolution von »links«

»Kaum Steuern. Altersrente frei. Wenig Autoverkehr. Viel Grün. Gute Stimmung und jede Menge frustrierte Weiber«, summiert die punkige Tochter des Oberbürgermeisters die Vorteile von Oberkassel. Um in dieses Paradies zu gelangen, akzeptieren Desirée Klotzbusch, Roland König, Max Schnauzer und Harald Schmitz, bereits in Streit mit Belinda Bötlinger vertieft, sogar ein Jahr Container als Aufnahmebedingung. Auf der Brücke staut sich immenser Limousinenverkehr, da eine Schafherde den Aufgang der Oberkasseler Seite blockiert, stoisch in Richtung Altstadt blickend, wo sich eine achtstellige Zahl Millionäre an Schlösser Alt betrinkt, auf Zugang zum gelobten Land harrend. Noch einer will rüber, ein Mann im Anstreicheroverall und mit Farbeimer (Weiß), aber den lassen die Schafe nicht.
''' Was ist geschehen? Das Autorentriumvirat Peter H. Jamin, Jens Prüss und Thomas Klefisch hat, nachdem es beinahe die Kö verkauft hätte, in Oberkassel eine Revolution angezettelt - literarisch. Ort der Handlung ist das Lokal des Kneipen-Potentaten Mike Reise alias Weise. Dort giftet sich die namentlich nur dürftig verbrämte Lokalprominenz an und schachert sich die Pöstchen des künftigen Freistaates Oberkassel zu: »Deichrächer«-Vorsitzender Elmar Kurz, Buchhändler Nase, Schützenkönigin Miesmache-Grünin. Natürlich wollen auch Polit-Größen wie Mümmelmann oder der »Oggersheimer« in der »Täterätä-Republik« dabei sein. Für Kultur sorgen Peter Korn (echter Sprung in den Rhein für höhere Quoten zum Schumannfest) und Gastronom Stockhaus (Wohin mit den Fettflecken?); Hans Tantenfluß von der »Rheinlichen« dokumentiert's.
    Der jubelnde Leser erkennt: Endlich lohnt die Beschäftigung mit lokaler Politik, ja sie kann sogar Freude bereiten! Im 64 Seiten starken Büchlein im Reclam-Format wird sie kräftig gegen den Strich gebürstet, und nicht zuletzt konterkariert sich die Revolution selbst als »Revolution« der Reichen. Köstlich dazu: Klefischs satirische Illustrationen (etwa die Kampfschafe) und das Daumenkino. Wie schon das erste Bändchen der kleinen »Straßen-Romane« mit der spektakulären Rettung der Kö vorm Verkauf werden die Düsseldorfer auch dieses zweite mögen, weil es ihrem Verhältnis zur eigenen Stadt gerecht wird: Irgendwie mag man sie ja, aber man hätte es gern auch anders und wird darum gern ein wenig bissig.

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Thomas Klefisch (Illustrationen), Peter H. Jamin, Jens Prüss: »Revolution!«




Gerda Kaltwasser, Rheinische Post, 17. April 2001
Roman-Kalauer gar nicht so weltfremd

Noch ist das Ganze ein Roman, "fiction" sagen die Engländer, aber wer weiß, vielleicht wird die Fiktion mit dem Titel "Revolution!" bald Wirklichkeit. So lange, nicht mal 100 Jahre, gehört schließlich Oberkassel noch nicht zu Düsseldorf, dass eine erneute Abspaltung und die Gründung eines "Freistaats Oberkassel" nicht denkbar wäre.
Darum nämlich geht es in "Revolution!", dem zweiten Düsseldorfer Lokalroman des Trios Peter Jamin, Jens Prüss, beide verantwortlich für die Text-Kalauer, und Thomas Klefisch, der grafisch satir-ikt. Und das alles in einem Verlag, der Grupello Verlag heißt, obwohl sein Gründer gar nicht der Herr Gabriel Grupello war, sondern schlicht Bruno Kehrein heißt.

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Thomas Klefisch (Illustrationen), Peter H. Jamin, Jens Prüss: »Revolution!«




Petra Kuiper, NRZ, 05. April 2001
Revolte im Staat Oberkassel

Mit "Revolution! - Der kleine Oberkassel-Roman" legen Thomas Klefisch, Jens Prüss und Peter Jamin jetzt nach "Streng geheim! der kleine Kö-Roman" ihr zweites Stadtbestsellerchen vor: Ein rundum gelungenes Werk im Hosentaschenformat, das Klefisch mit Illustrationen und einem Straßenköter-Daumenkino versehen hat. Denn "Alt-Stars" wie der Roman-Hund namens Feldmann dürfen selbstverständlich auch im neuen Werk nicht fehlen. Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist - natürlich - rein zufällig und von den Autoren nicht erwünscht. Steht so im Einband. Dabei spielt nicht nur ein Oberbürgermeister namens Jochen Paul eine wichtige Rolle ...

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Thomas Klefisch (Illustrationen), Peter H. Jamin, Jens Prüss: »Revolution!«




Rheinische Post, 31. März 2001
Oberkassel zum Freistaat erklärt

Sie kennen Fürst Wolf Campus noch nicht, OB Jochen Paul, den Fernsehintendanten Peter Korn und den Straßenköter Feldmann? Dann wird es Zeit, daß Sie die Herrschaften kennenlernen. Und zwar im Oberkassel-Roman, der gestern vom Grupello Verlag vorgestellt wurde und ganz Düseldorf auf die Barrikaden treiben wird. Denn er heißt »Revolution!« und schildert die unglaublichen Vorgänge um die Loslösung des linksrheinischen Düssel-Dorfs von der rechtsrheinischen Mutter-Stadt und die Gründung des »Freistaates Oberkassel«.
»Achtung, Satire« lautet die Warnung an alle Leser. Die Warnung ist nicht nötig für jene, die schon den gewichtigen kleinen Kö-Roman aus gleichem Verlagshause kennen, obwohl der unter »Streng geheim« gehandelt wird. Weitere Romane der Reihe »15-Minuten-Andacht für Lesefreunde" des Teams Peter H. Jamin und Jens Prüss (Text), Thomas Klefisch (Illustration und Gestaltung) sollen folgen. Das Erraten des namensmäßig leicht verschlüsselten prominenten Personals hat sich zum Gesellschaftsspiel entwickelt.
Demnächst werden in Kneipen Gestalten mit Buch-Bauchläden auftauchen und Literatur- lesungen (Achtung, neue Kult-Kultur!) gegen spendierte Runden anbieten.

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