Zurck zu : Zeitzeugen

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Rund um den Quadenhof, 01. Januar 2003
Bekenntnis von VIPs zu ihrer Stadt

Was kommt dabei heraus, wenn 72 Autoren, Politiker und Vereinsgren, Unternehmer und Schauspieler, Journalisten, ja und natrlich ein paar Schriftsteller Zeugnis ablegen. Zeugnis ber Dsseldorf, die Stadt, in der die wenigsten geboren, aber doch immerhin leben und arbeiten. Erste Lehre aus der Frage: eine bemerkenswerte Sammlung von Bekenntnissen von Zeitzeugen und mehr der Gegenwart Verbundenen. Zweite Lehre: es kann gelingen, Autoren der unterschiedlichsten Sichtweise und unterschiedlichen Alters (meist jedoch ltere) zusammenzubringen. Dritte Lehre: die Mischung birgt Risiken. Einiges ist kaum lesenswert, einiges ist besonders gut (obwohl oder weil es nicht vom Schriftsteller ist), anderes ist am Thema vorbei geschrieben. Dafr kann die Herausgeberin nichts, sie mu das Bestellte drucken. Vierte Lehre: Einige schreiben nicht ihre, sondern die Zeugnisse anderer, und manchmal wirken einige Beitrge so, als handele es sich um versptete Manuskripte fr das - literarisch gesehen - lesenswertere Buch Straenbilder (Dsseldorfer Schriftsteller ber ihr Quartier). Fnfte Lehre: die (zugegeben) subjektive Auswahl der Schreiber selbst. Etwas weniger sogenannte VIPs (very important persons, sehr wichtige Personen - wer entscheidet, wer dazu gehrt?) wre besser gewesen. Aber womit dann das Buch mit geplanten 392 Seiten fllen?
Kein Wunder, da die meisten Autoren in ihren Beitrgen mit Dsseldorf sehr lobend und anerkennend umgehen, Kritisches kommt sehr wenig vor. Oder gibt es nichts, worber man nachdenken knnte? Aber auch das ist der engagierten Herausgeberin Alla Pfeffer nicht anzulasten. Am besten haben mir persnlich, aber das ist Ansichtssache, die Beitrge der Autoren gefallen, die sich mit der Kultur in Dsseldorf beschftigen. Keine Angst, hier werden keine Namen von Autoren genannt, deren Beitrge zu loben oder zu tadeln wren. Das wre zu einfach. Nehmen wir die Zeitzeugen als buntes empfehlenswertes Lesebuch, in dem jeder etwas findet, mit dem er sich identifizieren mag oder an dem er sich reiben kann. Und das alles in kurzen Beitrgen, die das Buch auch in Etappen lesen lassen. Ja, und da sind drei Beitrge, deren Autoren doch genannt werden mssen, weil ihre Beitrge sich mit Gerresheim beschftigen. Aloys Odenthals Die Rettung der Stadt Dsseldorf (gemeint ist das letzte Kriegsjahr 1945), Ruth Willigallas ... denn da sind ja immer die Zusammenhnge und Alexander Westhoffs Mein Weg zum Journalismus. Aloys Odenthal, 90 Jahre alt, gibt eine bewegte Liebeserklrung aus Verantwortung fr die Stadt, Ruth Willigalla (72) erinnert sich u. a. an frhe Jahre in Gerresheim und Alexander Westhoff schlielich, 22jhrig und einziger Nicht-VIP im Buch, gelingt, wenn auch durch den Umzug seiner Eltern erzwungen, eine
Liebeserklrung fr den Stadtteil Gerresheim. Gerresheim gegen Zooviertel und Lakronstrae gegen Sybelstrae. Er meint nach anfnglichem Widerstreben selbst: ein guter Tausch. Das liest ganz Gerresheim doch gern. Wo wir uns doch sonst so schlecht behandelt fhlen vom Rest der (Welt-)Stadt. Vielleicht darf der Quadenhof den Beitrag ja einmal nachdrucken.

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Alla Pfeffer (Herausgeberin), Clemens von Looz-Corswarem, Fr[..]: »Zeitzeugen«




Hartmut Hnsel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09. November 2001
Weststlicher Wundermaschin'
It's magic: Hommage an Dsseldorf aus dreiundsiebzig Mndern


Die Stadt Dsseldorf ist sehr schn, und wenn man in der Ferne an sie denkt und zufllig dort geboren ist, wird einem wunderlich zumute. Ich bin dort geboren, und es ist mir, als mte ich gleich nach Hause gehn. So wie Heinrich Heine empfinden auch heute noch viele Menschen. Fr sie hat Alla Pfeffer, Vorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller in Nordrhein-Westfalen, Bezirk Dsseldorf, Neuss, dreiundsiebzig Mnner und Frauen, die kulturelle Aufgaben in Dsseldorf wahrgenommen haben, autobiographische Berichte schreiben lassen. Die Autoren sollen darin vor allem die persnlichen Umstnde schildern, die sie zu ihrem kulturellen Engagement gefhrt haben.
Die rtlichen Gegebenheiten der Stadt spielen in diesen Berichten eine groe Rolle. Der Ortsunkundige wird mit Namen wie Sybelstrae, Quadenhofstrae oder Golzheimer Platz nur wenig anfangen knnen. Fr denjenigen jedoch, der sich jahrelang in dieser wundersamen Stadt aufgehalten hat, werden neue Facetten des vertrauten Gemeinwesens sichtbar. So schildert etwa der Schauspieler, Autor und Regisseur Rene Heinersdorff, wie er in Kln auf der Suche nach einer Billardausrstung auf einen Hndler am Josefplatz in Dsseldorf verwiesen wurde. Erst jetzt lernte er diesen Flecken in der Nhe des Oberbilker Marktes kennen, der ihn seitdem durch seine erhabene Schlichtheit (kein Platz um des Platzes willen) begeistert. Wie Heinersdorff zur Schauspielerei gekommen ist, verrt er uns, die Vorgabe der Herausgeberin ignorierend, leider nicht. Im Deutschunterricht hie es in solchen Fllen: Thema verfehlt - mangelhaft! Doch die Kufer dieses Buches werden vermutlich anders urteilen, weil sie mglicherweise eine Fortsetzung von Alla Pfeffers 1998 herausgegebenem Band Straenbilder. Dsseldorfer Schriftsteller ber ihr Quartier erwarten.
Auch die meisten anderen Autoren bringen uns die Kultur in Dsseldorf nher, indem sie ber ihre persnlichen Wahrnehmungen in dieser Stadt an guten und schlechten Tagen berichten. Der Galerist und schwedische Konsul Hans-Georg Paffrath kann das Ende der guten Tage an einem solchen persnlichen Erlebnis aus seiner Jugend festmachen: Der Kolonialwarenhndler in der Feldstrae entgegnete einem Passanten, der ihn mit guten Tag begrte: Es heit jetzt Heil Hitler, die guten Tage sind vorbei. Zwei Bilder haben sich den lteren der zu Wort kommenden Zeitzeugen besonders tief eingeprgt: zum einen die Menschen, die am 10. November 1938 die Reste ihrer aus dem Fenster geworfenen Habe bergen wollten und daran gehindert wurden, zum anderen die Bombardierung der Stadt Pfingsten 1943. Der Architekt Aloys Odenthal, einziges noch lebendes Mitglied einer Widerstandsgruppe, schildert, wie er am 16. April 1945 die heranrckenden amerikanischen Truppen aufsuchte und in Verhandlungen mit deren Befehlshabern erreichte, da die Stadt nicht, wie vorgesehen, von achthundert Bombern sturmreif gemacht wurde. Fr diese Tat wird er noch heute gelegentlich unfltig am Telefon angepbelt.
O alte Burschenherrlichkeit, wohin bist du entschwunden? fiel dem Physiker Pascual Jordan in den Nachkriegsjahren immer wieder ein, wenn er sich in Gttingen oder Dsseldorf aufhielt, berichtet die Physikerin Hilla Schnring-Peetz, whrend Gabriele Henkel sich daran erinnert, wie Andy Warhol in der Galerie ihrer Schwester die Worte It's magic! fallenlie.
Woher diese Magie der Stadt kommt, dafr haben einige der Autoren plausible Erklrungen parat. Der Schauspieler Wolfgang Reinbacher verweist auf eine Studie, nach der gerade Stdte mit einer Einwohnerzahl von fnf- bis sechshunderttausend eine besonders angenehme Lebensqualitt haben sollen. Whrend Stdte wie Kaarst oder Kuala Lumpur, Holzheim oder Hongkong, in ihrer Extrovertikalitt ermutigt, ihre Identitt im Bau von Hochhusern finden, hatte Dsseldorf - so der Architekt Klaus Pfeffer - zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts das Glck, von einer Festungsstadt in eine Gartenstadt verwandelt worden zu sein.
Der Dsseldorfer an sich ist dem Fremden aufgeschlossen. Vorflle wie die Umbenennung der nach dem Schpfer der Berliner Goldelse benannten Drakestrae in Hans-Lody-Strae durch Nationalsozialisten, die sich mit einem eingebildeten britischen Amateurkartoffelbauern konfrontiert sahen, blieben die Ausnahme. Wenn heute der Stadtdechant und Pfarrer von St. Lambertus, Rolf Steinhuser, ein gebrtiger Klner, auf dem Stiftsplatz einer gefhrten Touristengruppe begegnet, wird er oft zum Gegenstand eines Vortrages ber die Toleranz der Dsseldorfer, die sogar Menschen aus der anderen Stadt am Rhein bei sich leben lassen.
Neben den Berichten aus dem persnlichen Leben der Autoren wird auch auf die Kultur verwiesen. Der Dichter Alexander Nitzberg sieht sich in kafkaesker Manier in eine Spinne verwandelt, die an einer Dsseldorfer Dichterlesung teilnimmt: Ferdinand Scholz verkndete, er habe ein Gedicht geschrieben, das aus einem einzigen Wort besteht! Zunchst machte er eine kurze Einfhrung in die persisch-trkische Poetik mit ihren ewigen Rosen (gl) und Nachtigallen (blbl) und las daraufhin die berschrift: Weststlicher Wundermaschin. Dann folgte das Gedicht, und es bestand tatschlich aus einem einzigen Wort: Blblgleisen.
Wer die Stadt Dsseldorf liebt, wird von den Autoren zahlreiche Anregungen erhalten, die ihm helfen, diese Liebe zu vertiefen. Vieles davon hat mit Kultur nicht unbedingt zu tun, aber Dsseldorf heit ja auch Dsseldorf und ist kein Dorf.

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Alla Pfeffer (Herausgeberin), Clemens von Looz-Corswarem, Fr[..]: »Zeitzeugen«




Mischa Senf, Rheinische Post, Benrather Ausgabe, 19. Juli 2001
Kleine Weltreise in die sdlichen Stadtteile

Lokale Zeitzeugen im Portrait; Alla Pfeffer, die Vorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller in NRW, stellt in ihrem Buch Zeitzeugen. Bekenntnisse zu Dsseldorf Personen vor, die als Zeit- und Ortszeugen aus verschiedenen Generationen das kulturelle Leben Dsseldorfs mitprgen. In ihren Beitrgen vermitteln diese Personen Einblicke in Szenen ihres Lebens. Bei einigen spielt der Bezug zum Dsseldorfer Sden eine wichtige Rolle.
Heinz Kalenborn blickt zurck in seine Kindheit und ihre Umgebung im Sdosten Benraths in den 30er Jahren. Umgeben von lndlicher Idylle mit Wald, Wiesen und Bauernhfen wohnte Kalenborn mit seiner Familie in einer Wohnung, die an Hoxbach und Hasseler Forst grenzte. Platzmangel nach der Geburt seiner Schwester und die sich abzeichnende Expansion der rtlichen Industriebetriebe machten Kalenborns schne(s) Stckchen Heimat jedoch zur Idylle auf Zeit.
Im kinderfreundlichen Benrath war auch wegen eines Wohnungsfehlbestands keine grere Unterkunft fr die Familie zu finden. ber Meldungen im Benrather Tageblatt erfuhren die Kalenborns von stdtebauliche Entwicklungen ... im Dsseldorfer Norden, ein von der Regierung entsprechend dem Zeitgeist initiiertes
Wohnungsbauprojekt: Mit dem Umzug nach Golzheim rckte Benrath fr Heinz Kalenborn zumindest geographisch in die Ferne, immerhin charakterisiert der sptere Architekt den Weg in den hohen Norden zu dieser Zeit als kleine Weltreise.
Keine Weltreisen, sondern die morgendliche Fahrt entlang des Rheins, der im Sonnenschein glitzert, tragen zum Bild bei, das Karin Fllner von ihrem Wohnort Urdenbach hat. Seit 1979 wohnt das Vorstandsmitglied des Benrather Kulturkreises mit ihrer Familie an der Urdenbacher Dorfstrae. Ihr Umfeld, ob griechischer Gemsehndler, Herz-Jesu-Kirche oder Grten mit hohem Kastanienbestand, nutzt die Lehrbeauftragte an der Heine-Universitt in vollen Zgen. Besondere Bedeutung hat fr Fllner das Benrather Schlo und sein Park. In Zusammenarbeit mit Armin Kurth, dem Leiter der Bcherei in der Orangerie, hat sie 1996 dort die Montagsprosa auf den Weg gebracht. Die Lesereihe fr Prosaautoren ist lokales Forum fr kulturelles Leben und spiegelt Fllners Leidenschaft fr Literatur wider.
Bei Fahrten durch Urdenbach versetzt sich Fllner in die Szenerie von Bhnenbildern und taucht in die Atmosphre von blagelbem Licht der Straenlaternen und Herbstbltter(n), ... die rotgolden funkeln ein.
Seit 1956 ist auch der auf dem Reibrett entworfene Stadtteil Garath Bestandteil des Dsseldorfer Sdens. Ein enormer Zuzug in die Stdte und der meist katastrophale Zustand der innerstdtischen Altbausubstanz nach dem Zweiten Weltkrieg hatten in Dsseldorf eine Wohnungsnot ausgelst, der die Trabantenstadt entgegenwirken sollte. Dem heute oft kritischen Bild Garaths setzt Ruth Willigalla ihren positiven Eindruck des in seiner Entstehungszeit sehr fortschrittlichen Wohngebiets entgegen.
Hier im grnen Garath, ist as zusammengewachsen, was zusammengehrt, hebt die Grnderin des Heimatvereins Dsseldorfer Weiter, die in Gerresheim aufgewachsen ist, hervor. Bis heute ist Willigalla lokal engagiert, auch wenn es um Kunst geht: 1993 wollte sie eine zwei Meter hohe und ber drei Meter lange Bronzefigur von Kurt-Wolf von Borries in Garath aufstellen, die heute auf dem ehemaligen Zoogelnde im Norden liegt. 1978 grndete sie ihren Heimatverein fr Frauen: Dsseldorfer Weiter heit Dsseldorfer Mdchen. Gekoppelt ist der Verein an das Stadtmuseum, das Willigalla die Geschichte ihrer Stadt in verstrktem Mae nahegebracht hat, die zu ihren Wurzeln fhrt. Bezug zum Stadtteil bringt die Garatherin auf den Punkt: Garath erforderte Kontakte und Verstehen fr die Bedrfnisse der Menschen.

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Alla Pfeffer (Herausgeberin), Clemens von Looz-Corswarem, Fr[..]: »Zeitzeugen«




fiftyfifty, 01. Juli 2001
Zeitzeugen

Je mehr ich ber das Haus, die Strae und den Ort, in dem ich lebe, wei, je mehr ich damit verbinde, um so eher ist es meine Heimat. Heimat im ganz unsentimentalen Sinn. Wenn diese Feststellung von Clemens von Looz-Corswarem, Leiter des Stadtarchivs Dsseldorf, richtig ist, dann kann der neue Sammelband, aus dem wir zitieren, selbst gehrig dazu beitragen; das Heimatbewutsein des Dsseldorfer Lesers zu vertiefen. Denn hier erfhrt er vieles Unbekannte ber das groe Dorf an der Dssel, lernt es aus verschiedenen Blickwinkeln kennen, schaut hinter die Kulissen einzelner Stadtteile, taucht in vergangene Jahrzehnte ein. ber 70 teilweise prominente Zeitzeugen steuern ihre persnlichen Erinnerungen, Beobachtungen und Gedanken rund um die Kultur der Landeshauptstadt bei - Museumschefs und Knstler, Politiker und Journalisten, Architekten, Geschftsleute u. a. m. Bruder Matthus ist ebenso darunter wie OB Erwin, Fortuna-Prsident Achenbach wie Gabriele Henkel. Die Bekenntnisse zu Dsseldorf sind dabei nicht nur von der pflegeleichten Sorte. Da kommen auch Bausnden und skandalse Denkmler (Reeser Platz!) zur Sprache, rechtslastige Anfeindungen oder oberflchlicher Umgang mit der Kultur. Und Stadtdechant Steinhuser hat nicht nur Idyllisches vom Stiftsplatz zu berichten: Es riecht oft streng, besser: es stinkt wie in einer ffentlichen Bedrfnisanstalt.

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Olaf Cless, Dsseldorfer Hefte, 01. Juli 2001
Ein gehaltvoller neuer Sammelband
Gelebte Stadtgeschichte(n)


Wuten Sie, da Woopy Goldberg frher in der Dsseldorfer Brnestrae Comedy-Workshops abgehalten hat? Da der Jazzpianist Eugen Oicero eines Nachts heimlich auf der Orgel der Neanderkirche spielte? Da sich die Kunstprofessoren Mack und Kricke in der Altstadt mal eine wste Prgelei lieferten? Da es am Oberbilker Josefplatz einen wundersamen Billardladen und auf dem Gertrudisplatz in Eller die knusprigsten Hhnchenschenkel der Stadt gibt? Da im Stadtarchiv acht Regalkilometer Akten lagern? Da der Golzheimer Friedhof einst 20mal so viele Grber hatte, als heute brig geblieben sind? Kennen Sie die traurige Geschichte vom russischen Dichter Wassilij Schukowskij (1783-1852), der in der lnselstrae lebte? Oder jene vom Mischlingskind Hilanus Gilges, dem hoffnungsvollen Stepptnzer? Haben Sie schon einmal von der 1. Bilker Dokumenta gehrt?
Pardon, das sind jetzt etwas viele kunterbunte Fragen auf einmal. Aber so bunt und vielfltig ist der Sammelband, um den es hier geht. Bei ber 70 Zeitzeugen kommt so manches Unerwartete zusammen. Genau das wird Alla Pfeffer, der rhrigen Vorsitzenden des Verbandes deutscher Schriftsteller im Bezirk Dsseldorf/Neuss, denn auch vorgeschwebt haben, als sie sich vor einem Jahr daranmachte, Autorinnen und Autoren fr dieses Buchprojekt zu gewinnen. 1998 waren die Straenbilder erschienen, eine ebenfalls von Frau Pfeffer herausgegebene Anthologie mit dem Untertitel Dsseldorfer Schriftsteller ber ihr Quartier, die inzwischen die dritte Auflage erreicht hat (siehe Dsseldorfer Hefte 6/1998). Der Ansatz des neuen, mehr als doppelt so umfangreich geratenen Buches ist hnlich, doch diesmal sind es in der Regel nicht Schriftsteller, die ber ihre Straen, Pltze, Wohnviertel erzhlen, sondern ausgewhlte Persnlichkeiten aus dem Dsseldorfer Kulturleben im weitesten Sinne - Museumsleiter und Politiker, Journalisten und Knstler, Hochschullehrer und Architekten, Geschftsleute und andere mehr.
Viele von ihnen sind im fortgeschrittenen Alter, geboren in den 20er und 30er Jahren, vereinzelt sogar noch frher, und knnen von entsprechend fern gerckten Tagen erzhlen: von autofreien Wohnstraen (Hans-Georg Paffrath) und vlkischen Volksschul-Exerzitien (Klaus Pfeffer), von scheuen Fremdarbeitern der Glashtte (Ruth Willigalla) und lichterloh brennenden Straenzgen (Helmut Hentrich), vom schicken New Look der Nachkriegsjahre (Hilla Schnring-Peetz) und aufregenden Theaterzeiten mit Karl Heinz Stroux an den Jahnstrae (Wolfgang Arps, Wolfgang Reinbacher, Eva Bttcher). Natrlich finden auch jngere Entwicklungen und Episoden ihren Niederschlag in dem Band: etwa die Studentenproteste, die neu erwachte kulturelle Experimentierfreude der 70er Jahre, die Entstehung einer soziokulturellen Szene, Aufstieg und Fall von Fortuna Dsseldorf, die stdtebaulichen Vernderungen am Rheinufer und manches mehr.
Etliche Autorinnen und Autoren, ob nun lter oder jnger, bekennen, da sie anfangs vorhatten, nur vorbergehend in Dsseldorf zu bleiben, und dann doch bereitwillig hngengeblieben sind - weil ihre Arbeit immer interessanter wurde, weil Kontakte, Beziehungen und Wurzeln sprossen und, nicht zuletzt, weil die zunchst skeptisch gesehene Stadt Dsseldorf mit der Zeit ihre Vorzge offenbarte. Dsseldorf ist die maximale Definition eines Dorfes, heit es im Beitrag der Buchhndlerin Barbara Abedi, und das ist durchaus positiv gemeint: Dsseldorf, przisiert die Autorin, hat gleichzeitig die Vertrautheit einer Kleinstadt und die Anonymitt einer Grostadt. Die Wege und Entfernungen sind kurz, man kennt sich, fhlt sich aber nicht beobachtet. Ein Gefhl, das auch in anderen Beitrgen anklingt.
Und dennoch, das Verhltnis der Autoren zu dieser Stadt stellt sich sehr unterschiedlich dar. Geschftsmig euphorisch gibt sich Albert Eickhoff bei Betrachtung respektive Beschwrung seiner K. Ulrike Merten fhlt sich rundum zu Hause in ihrem ererbten Wunschort Niederkassel, zumal sich der eitle Auflauf der Schickeria lngst wieder gelegt habe. Oskar Gottlieb Blarr kann, seine 40 Dsseldorfer Schaffensjahre bilanzierend, wirklich nicht meckern, auch nicht ber eine angebliche Musenfeindlichkeit der Stadt. Klaus Pfeffer registriert als kunstsinniger Stadtwanderer aufmerksam die Bausnden der Nachkriegsra und wnscht sich eine menschen- statt nur autogeme Weiterentwicklung der Stadt mit viel Grn und einer befreit flieenden Dssel. Da sich Dsseldorf schwer tut mit seiner Vergangenheit und Gefahr luft, einer gesichtslosen Modernisierung zu huldigen, sieht auch Clemens von Looz-Corswarem. Peter Hasely beklagt, da sich die Stadt ihre Kultur hufig nur einkauft, statt sie geduldig zu hegen und zu pflegen. Sophia Willems kritisiert den hauptschlich kommerzielle(n) Umgang der Politiker mit den Kultur und Kulturgeschichte, und Horst Landau flucht: Oft habe ich sie gefressen, diese verdammte, kalte, eitle, berechnende Stadt. Und sie frit mich langsam auf. Wobei er kleinlaut hinzufgt: Aber ich komme nicht los von ihr.
Einem speziellen, hchst kuriosen Phnomen gilt die kritische Glosse von Universittsrektor Prof. Gert Kaiser: nmlich der undurchschaubaren Bezifferung der Universittsgebude. Das Kafkaeske daran ist, da diese Nummern eine groe Eindeutigkeit suggerieren, da es aber fast ausgeschlossen ist, mit ihrer Hilfe ein bestimmtes Institut oder gar einen bestimmten Menschen zu finden, schreibt Kaiser und berichtet, da es ihm trotz wiederholter Versuche nicht gelungen sei, dieses hartnckige System zu ndern und Straennamen auf dem Universittsgelnde einzufhren.
Nicht immer sind die Beitrge in diesem Sammelband so originell und erfrischend wie der eben genannte. Mancher Autor strapaziert den Leser durch drge Detailversessenheit (Das Kaufangebot [...] vom 12. Dezember 1951 nannte als Preis den Betrag von DM 200000,-, der innerhalb einer Frist von vier Jahren abgegolten werden sollte), durch gestanzte PR-Floskeln (zukunftsgerichtete Unternehmensphilosophie [...] Offenheit, Innovation, Flexibilitt und Kundenorientierung) oder auch durch ein frappierendes bersoll an Selbstbeweihrucherung (Auf meine Ttigkeit [...] war ich seit Jugendlektren vorbereitet), wodurch das gestellte Thema Meine Strae, Mein Umfeld grandios zu kippen droht in Meine Verdienste zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Aber auch das ist gut so. Denn damit dokumentiert der Band authentisch eine weitere Seite von Dsseldorf: Hier gibt's nicht nur die Grte Kirmes am Rhein - hier dreht sich auch ein prchtiger Jahrmarkt der Eitelkeiten.
Auf da nichts fehle an der maximalen Definition des Dorfes.

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Alla Pfeffer (Herausgeberin), Clemens von Looz-Corswarem, Fr[..]: »Zeitzeugen«




Dsseldorfer Amtsblatt Nr. 24, 16. Juni 2001
"Eine kulturelle Selbstdefinition der Stadt" nennt Bruno Kehrein vom Grupello-Verlag das Buch "Zeitzeugen - Bekenntnisse zu Dsseldorf", das soeben mit Beitrgen von 72 Dsseldorfer Persnlichkeiten erschienen ist. Alle Generationen und Jahrzehnte sind vertreten und geben ihr persnliches Bekenntnis zu ihrer Heimatstadt ab - vom 95-jhrigen, inzwischen verstorbenen Ehrenbrger Helmut Hentrich bis hin zum 20-jhrigen Studenten und Nachwuchsjounalisten Alexander Westhoff. [...]
Bei der Auswahl der Autoren war Herausgeberin Alla Pfeffer, Vorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller in NRW fr den Bezirk Dsseldorf/Neuss nach eigenen Angaben "absolut unbestechlich". Ihr sei wichtig gewesen, auch Menschen auszusuchen, die eher im Hintergrund stehen, das kulturelle Gesicht der Stadt aber mit ihrem Engagement entscheidend geprgt und vorangebracht haben. [...]
Herausgekommen ist eine Anthologie zum Teil sehr persnlicher Beitrge, das neben allen Altersklassen auch viele Berufsgruppen umfasst: ob Ehrenbrger, Oberbrgermeister, Modeschpfer, Universittsprofessor oder Rektor, ob Schriftsteller, Redakteur, Intendantin, Sparkassenchef oder Museumsleiter, alle versuchen die Magie zu umreien, die sie mit Dsseldorf verbindet. Doch nicht nur Lob und Anerkennung wird verbreitet, es sind auch durchaus kritische Stimmen zu hren. So splte so manchen nur der Zufall in die Stadt, doch anfngliche Skepsis wich zunehmendem Respekt und schlielich gar Zuneigung. Andere Autoren dagegen sind gebrtige Dsseldorfer und richten ihr Augenmerk ganz bewusst auf ihr direktes Umfeld, beschreiben etwa die Strae oder den Stadtteil, in dem sie leben. So entsteht aus Einzelstcken ein Kaleidoskop einer Stadt, eine Lektre, die sich auch gut fr den Schulunterricht eignet. Insgesamt will Alla Pfeffer dazu anregen, selbst aktiv zu werden. "Das Buch soll gerade jungen Lesern Mut machen, unbeirrt ihre Ideen zu entwickeln und Verantwortung zu bernehmen", so die Herausgeberin im Vorwort des knapp 400 Seiten umfassenden Sammelbandes.

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Iris Mller, Westdeutsche Zeitung, Dsseldorf, 04. Mai 2001
Offenbarungseid fr ihre Stadt

Das Schwierigste war, 72 Personen dazu zu bewegen, persnliche Offenbarungseide zu leisten. Verleger Bruno Kehrein vom Grupello Verlag lobte bei der Vorstellung seines neuesten Buches Zeitzeugen die Offenheit der Autoren, die in kurzen Essays ber das Leben in ihrer Stadt sinnieren. Auf 400 Seiten versammelt der blau eingebundene Band Bekenntnisse zu Dsseldorf, so der Untertitel - von Persnlichkeiten, Kulturschaffenden, Literaten und Politikern der Landeshauptstadt, von Autoren, Feuilletonisten, Institutsleitern, Uni-Professoren und Knstlern.
OB Joachim Erwin und Marlies Smeets formulieren ihre Beitrge zum kulturellen Leben in der Stadt ebenso wie die beiden Ehrenbrger Professor Helmut Hentrich und Aloys Odenthal oder Intendantin Anna Badora, Theater-Prinzipal Ren Heinersdorff, die Schauspieler Wolfgang Arps und Wolfgang Reinbacher.
Zwischen 20 und 95 Jahren sind alle Generationen vertreten, auch darauf legte Alla Pfeffer Wert, schlielich hofft sie, da das Buch auch als Schullektre Anklang findet. Ihre Botschaft: Das kulturelle Leben einer Stadt ist keine Selbstverstndlichkeit, sondern wird von vielen Einzelnen geprgt, die sich engagieren und Verantwortung bernehmen. In diesem Sinne soll es Mut machen, unbeirrt Ideen zu entwickeln, die sie im Laufe der Zeit umsetzen knnen.
Die Autoren sind handverlesen - bewerben konnte man sich nicht, alle wurden von Alla Pfeffer fr das Buch ausgewhlt. Pfeffer: Ich wollte absolute Unabhngigkeit. Nicht alle durften mitmachen. Die Vorgaben waren knapp: sieben Seiten Textumfang, in der Ich-Form geschrieben. Die Herausgeberin - aufgewachsen im Westflischen, inzwischen seit langem in Dsseldorf zuhause - wollte weg von Vorurteilen, die das Bild einer oberflchlichen Stadt zeichnen. Zeitzeugen ist auch eine Fortsetzung des Bandes Straenbilder, in dem Prominente ihrem Viertel ein Denkmal setzten, mit dem Unterschied, da sich der Blick diesmal erweitert hat.

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Petra Kuiper, Neue Rhein-Zeitung, Dsseldorf, 04. Mai 2001
Geschichten von Menschen und Pltzen

Rappelvoller Lesesaal: Die Belegexemplare reichten fr die Gsteschar kaum aus - dicht an dicht knubbelten sie sich rund um Herausgeberin Alla Pfeffer, all die Autoren und Presseleute, die gestern ins Heine-Institut gekommen waren. Aus gutem Grund: Das neue Buch, das der Grupello Verlag prsentierte, ist vor allem eins: ein waschechtes Dsseldorfer Gemeinschaftswerk. Ob Schauspieler oder Brgermeister, Modeschpfer oder Unirektor - eingeboren, angeheiratet, zugezogen: Zu Schriftstellern fr Zeitzeugen - Bekenntnisse zu Dsseldorf wurden 72 Persnlichkeiten des (Kultur-)Lebens.
Kultur entstehe in Schritten, aber nicht von allein. Treibende Krfte seien immer einzelne Persnlichkeiten, die an vielen Punkten ansetzten. Darauf wiesen Verlagschef Bruno Kehrein und Alla Pfeffer, Dsseldorfer Vorsitzende des SchriftstellerVerbandes, hin. Grund genug, all diese Menschen mal zu Wort kommen zu lassen. Kehrein sprach von einer Dsseldorfer Selbstdefinition, einer Erweiterung, des Buchs Straenbilder, das bereits unter Pfeffers Federfhrung erschienen ist.
Hingeguckt haben Kunsthndler (und Ex-Fortuna-Chef) Helge Achenbach, Schauspieler Wolfgang Arps, Intendantin Anna Badora. Autohndler Helmut Becker, Modemann Albert Eickhoff, Knstlerin Gabriele Henkel, OB Joachim Erwin nebst Vorgngerin Marlies Smeets. Auerdem Institutsleiter, Kirchenvertreter, Musiker, Literaten. Als ltester Autor taucht der jngst verstorbene Ehrenbrger Helmut Hentrich auf - der jngste ist 20 Jahre alt. Schreibwtige Bewerber htten ihr fast die Tre eingerannt, berichtete Pfeffer. Vergebens, zu Wort kommen nur Vertreter einer Gruppe im Hintergrund.
Das Ergebnis? Viele Geschichten - ein historisches Lesebuch der anderen Art: Da berichtet NRZ-Redakteurin Ulrike Merten von ihrer Heimatstrae, Bertram Mller lt die Anfnge seines Tanzhauses Revue passieren. Kennen Sie den Josephplatz? fragt K-Theater-Leiter Ren Heinersdorff - in seiner Hommage an ein Oberbilker Fleckchen, das durch nichts als die Regeln des Lebens entstanden ist. Da geht es um den legendren Intendanten Stroux ebenso wie um - Privates. Nicht grundlos sprach Kehrein von einem psychischen Offenbarungseid, den mancher Autor geleistet habe: Alle waren gezwungen, in der Ich-Form zu schreiben. Wieso Bruder Matthus Bruder Matthus geworden ist? Er erzhlt davon, wie er als Kind erlebte, da seine Freunde einen Betrunkenen bse verspottet haben. Schrecklich, fand der Junge, die Einsamkeit des Mannes bedrckten mich tief. Von wegen Schickimicki. Auch das ist Dsseldorf.

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Gerda Kaltwasser, Rheinische Post Dsseldorf, 04. Mai 2001
Von verfhrten Bekennern

Geschichtsbuch von ausgewhlten Dsseldorfern als Zeitzeugen

Die Straenbilder aus dem Grupello-Verlag sind broschiert, handlich und kosten unter 25 Mark; die daraus entwickelten Zeitzeugen, ebenfalls aus dem Grupello Verlag, sind fest gebunden und kosten 44 Mark. Kieselstein ist das eine Projekt, Pflasterstein das andere, freilich ist es auch gut doppelt soviele Seiten stark.
Stark? Ist Masse gleich Klasse? Wer anfangs eher skeptisch die Bekenntnisse von 72 durchweg bekannten Dsseldorferinnen und Dsseldorfern zu ihrer Stadt in der Hand wgt, verliert diese Skepsis bald beim Lesen. Er/sie finden besttigt, was Herausgeberin Alla Pfeffer und Verleger Bruno Kehrein gestern bei der Buchvorstellung im Heinrich-Heine-Institut ber Absicht und Entstehungsgeschichte dieser auch fr andere Stdte als Pilotprojekt geltende, neuartige Stadtgeschichte berichteten. Alla Pfeffer, Vorsitzende des rtlichen Schriftstellerverbandes (VS), whlte sich ihre Autor/-innen selbst aus - niemand konnte sich einkaufen ins Projekt, auch nicht beim Verleger.
Die Ehrenbrger Helmut Hentrich und Aloys Odenthal erffnen die Bekenntnisse. Hentrich, mit 95 Jahren vor wenigen Wochen gestorben, ist zugleich der lteste Bekenner; jngster ist ein zwanzigjhriger angehender Journalist, der vom Lokalchef der Rheinischen Post von der Schulbank an den Computer gelockt wurde. Dazwischen Namen aus der institutionalisierten und der nicht institutionalisierten Kultur, schreibende, musizierende, bildhauernde, forschende, lehrende, der Kunst und dem Fuball verschworene Mitmenschen, auch Kaufleute, Banker, Gottesdiener und -dienerinnen und natrlich Politiker.
Die Bekenntnisse sollten in der Ich-Form geschrieben und unangestrengt kurz sein, das waren die Vorgaben. Herausgekommen sind Rechenschaftsberichte, die nicht nur fr die Leser, auch fr die Schreibenden berraschungen bereithalten. Kehrein sprach von Offenbarungseiden im bertragenem Sinn. Sie spiegeln in sehr persnlichen Darstellungen vielfltig die zweite Hlfte des soeben vergangenen Jahrhunderts in unserer Stadt. Darin wird auch der Reiz der Lektre fr sptere Generationen liegen. Denn, so hofft das Gespann Pfeffer/Kehrein, dieses Lesebuch soll auch fr Schulen wichtig sein. Da sind aber Ideen gefragt, wie das gehaltvolle Men in Appetithppchen serviert werden kann.
Bemerkenswert ist auf jeden Fall, da die Bekenntnisse zu Dsseldorf nicht lauter Liebeserklrungen sind, Distanz herrscht vor, und das berraschenderweise gerade bei gebrtigen Dsseldorfern. Wie wunderbar, wenn dieser Vorzug auch Leser auerhalb Dsseldorfs berzeugen wrde.

Zurck zum Titel:
Alla Pfeffer (Herausgeberin), Clemens von Looz-Corswarem, Fr[..]: »Zeitzeugen«