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Das Dosierte Leben Numero 51 / Reh-Zensionen, 01. März 2006
Düsseldorf, Du hast es besser!

Nicht nur wegen Kö & Co., sondern auch in Sachen Philosophiestudium. Denn selten ist uns ein solche freundliches, originelles und espritreiches Wissenschaftswissenschaftsbuch begegnet wie dies hier. Einfühlungsvermögen ohne Hochnäsigkeit kennzeichnet den Spirit der Beiträge, allesamt von Leuten, die es »hinter sich« haben: »Die zu bearbeitenden Papierberge häufen sich in der eigenen Schreibtischisolation zum schier unüberwindbaren Mount Everest. Die erstrebten Doktorwürden rücken in unerreichbare Ferne.«
    Themenfindung, Expose, Stipendien, Literaturrecherche, Zeitstrategien, Literaturarchiv, Publikation, mündliche Prüfung und »Danach« (!) sind die Stationen, die kompetent und locker geschrieben dargestellt und aufbereitet werden.
    Beispiel: Corinna Kaisers Zeitplan mit einem köstlichen »Soll-Ist-Vergleich« - wer kennt sie nicht, die Fehlplanungen aufgrund nie endender Selbstüberschätzung? Ihr Zeitplan ist geprägt von gutem Willen und schlechtem Gewissen (»Anruf von Freundin, für Mensa verabredet« - »Telefon abschalten« oder »Computer eingeschaltet« - »Warum PC eingeschaltet, wenn ich dann Bücher zur Hand nehme?«). Aber wenn dies auch etwas pointiert und überspitzt »rüberkommt«: Der Weg (das Dokumentieren) ist das Ziel (Lernen durch Erkenntnisse).
    So geben alle Autorinnen und Autoren hilfreiche Tips aus erster Hand, die stets mit einem dem Fachgebiet würdigen Augenzwinkern vorgetragen werden: »Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch 'nen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht!« spottet Brecht nicht ganz zu Recht, denn: »Bei der Dissertation geht es ja nicht um den Plan des Lebens, sondern nur um eine wissenschaftliche Oualifikationsarbeit. Und wer hierfür keinen Plan hat, der geht unter.«
    Entwaffnend auch, wie am Ende gesagt wird »Promotionen ziehen also bürgerliche Vorteile mit sich.«
    Nun, bei konsequenter Anwendung der guten Ratschläge (gut ist ja bekanntlich das Gegenteil von gut gemeint) wird aus besagtem Mount Everest ein Gaurisankar. Ein Dhaulagiri und nach Jahren ein Pendant eines Hügels nach Ihrer Wahl. Freilich muß man, um in der Diktion zu bleiben, manche Talsohle durchschreiten, doch dieses Büchlein macht: Mut!
    Es ist für Doktoranden der Philosophie höchst angenehme Pflicht-Lektüre; es ist aber für jeden Philosophiestudenten auch schon eine nützliche Hilfe, wenn es »nur« darum geht, eine wissenschaftliche Hausarbeit anzufertigen. Und es ist für Angehörige anderer Fakultäten, so sie denn gerne über den Tellerrand hinausschauen mögen, eine vergnügliche und erbauliche Lektüre.
    Wie gesagt: Düsseldorf, Du hast es besser!

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Sabine Brenner: »Promotionsratgeber«




Carolin Biewer, literaturkritik.de, April 2004, 15. April 2004
Lust und Frust des Promovierens
Ein »Promotionsratgeber« leistet allerlei Hilfestellung


Angeregt durch Diskussionen im »Interdisziplinären Doktorandenkolloquium der Philosophischen Fakultät« der Uni Düsseldorf, bei denen der allgemein große Bedarf der Doktoranden nach Orientierung deutlich wurde, hat Sabine Brenner sich um die Herausgabe eines Promotionsführers besonderer Art bemüht. Neun Fragen rund ums Promovieren wurden ausgewählt und von Fachleuten beantwortet, angefangen von Problemen zu Beginn der Promotion wie Themenfindung, Exposé, Stipendien, über Fragen der gründlichen Literaturrecherche während des Verfassens der Arbeit, bis hin zu den Problemen, die sich mit Abgabe der Arbeit stellen, wie Rigorosum, Publikation, Zukunftsaussichten. Damit ist ein Promotionsratgeber erschienen, der die Orientierung gibt, die für ein systematisches und zügiges Promovieren nötig ist und mehr Spaß als Frust beim Promovieren garantiert.
    Im ersten Artikel gibt Gertrude Cepl-Kaufmann Hilfestellung bei der Themenfindung. Sie bespricht die Vor- und Nachteile, die sich einstellen, sollte man sich dafür entscheiden, eine Magister- oder Staatsexamensarbeit auszubauen statt ein völlig neues Thema zu wählen. Sie weist darauf hin, dass man bei der Themenentscheidung berücksichtigen muss, welcher Forschungsbedarf in den infrage kommenden Gebieten vorhanden ist, welche Forschungslandschaft an der ausgewählten Universität vorzufinden ist und wie es im Vergleich dazu mit eigenen Interessen aussieht. Sie gibt eine Reihe von guten Kriterien an, deren Berücksichtigung bei der Themenwahl helfen kann.
    Ein guter Plan ist bei jeder wissenschaftlichen Arbeit nötig, nicht nur, um sich selbst Sicherheit zu geben, sondern auch, so Ulrich von Alemann im zweiten Artikel über das Exposé, um Betreuer und Stiftungen vom eigenem Forschungsvorhaben zu überzeugen. Im folgenden werden die Punkte besprochen, die ein Exposé beinhalten sollte. Es wird beschrieben, wie lange ein Exposé sein muss und wie viel Zeit man dafür investieren sollte. Dann werden zu jedem einzelnen Teil des Exposés Tipps gegeben, die nicht nur dazu befähigen, ein vernünftiges Exposé zu schreiben sondern auch zu einem optimalen Einstieg in eine Promotion verhelfen.
    Ariane Neuhaus-Koch stellt in ihrem Artikel die verschiedenen Stipendien vor, für die sich Doktoranden bewerben können. Sie unterscheidet zwischen Stipendien, die leistungsorientiert sind und Stipendien, bei denen sozial-politisches oder kirchliches Engagement ein wichtiges Auswahlkriterium ist. Dann stellt sie die einzelnen Stiftungen in ihren Zielsetzungen, Auswahlvoraussetzungen und Auswahlverfahren vor und gibt die Adressen an, an die man sich zur Bewerbung oder weiteren Information hinwenden kann. Man erhält eine Fülle an Material und die Möglichkeit, einen Weg durch die Masse der Angebote zu finden. Auf neuere Entwicklungen bei den Stiftungen, die z. T. aus finanziellen Gründen die Zahl der Stipendien im letzen Jahr verringert haben, kann die Autorin leider nicht eingehen.
    Carola Spies führt in die umfassende Recherche ein. Sie stellt die einzelnen Kataloge und Bibliographien vor, die zu konsultieren sind, um für die Doktorarbeit relevante Forschungsliteratur vollständig abzudecken und nennt wichtige Internetadressen, die den Zugang zu den genannten Katalogen eröffnen bzw. bei der Suche der Bibliographien behilflich sind. Ebenso informiert sie über Möglichkeiten der Literaturbeschaffung, durch Fernleihe über die Universität oder elektronische Dokumentenliefersysteme wie SUBITO. Manche Internetadressen sind nur für Doktoranden der Uni Düsseldorf oder des Landes Nordrhein-Westfalen von Interesse. Insgesamt wird aber eine sehr gute Einführung in die Recherchemöglichkeiten gegeben.
    Zu wenig Zeit für die Promotion zu haben, sei der alltägliche Seufzer fast aller Doktoranden, so Corinna Kaiser im darauf folgenden Artikel. Sie macht Vorschläge zu einem individuell verbesserten Zeitmanagement. Man sollte sich selbst eine Grenze setzen, bis wann die Arbeit fertig sein solle. Man sollte sich vor einem Hang zum Perfektionismus ebenso bewahren wie vor Chaos am Arbeitsplatz. Empfohlen werden Zeitpläne, bei denen aufgeschrieben wird, welche Arbeitsschritte wie viel Zeit verbrauchen, und »to do" - Listen für jeden Tag. Diese und weitere Tipps werden gegen Ende noch einmal übersichtlich zusammengefasst. Es wird klar, zügiges Promovieren ist neben Durchhaltevermögen eine Sache des Willens und der Organisation.
    Bernd Kortländer klärt über Entstehung, Geschichte und typische Kennzeichen von Literaturarchiven auf und gibt Hilfestellung, wie man sich über den Bestand eines Archivs informieren kann und welche wichtigen Archive es in Deutschland gibt. Er widmet sich ausführlich der Frage, welchen Nutzen ein Literaturarchiv für die Forschung bringen kann. Das Kapitel ist speziell auf Germanisten zugeschnitten, gibt aber auch den Hinweis auf einen sich im Aufbau befindlichen Verbund europäischer Zentralkarteien, mit denen auch Archive andernorts anderer europäischer Autoren ausfindig zu machen sind.
    Es folgt ein sehr informatives Kapitel zu Möglichkeiten der Publikation der Promotion. Christoph von der Horst spielt drei Fallsbeispiele durch, um zu erklären, von welchen Faktoren man es abhängig machen sollte, ob man die Doktorarbeit in einem wissenschaftlichen Verlag unterzubringen versucht, eine Online-Publikation wagt oder den klassischen Weg geht, eine vorgeschriebene Anzahl von Kopien der Universitätsbibliothek zur Verfügung zu stellen. Entscheidungskriterien sind hier nicht nur die Note des Examens sondern auch die weiteren Berufsaussichten und die Frage der Kosten. Bei allen drei Möglichkeiten werden Vorzüge und Nachteile gegeneinander abgewogen. Die Ausführungen sind sehr anschaulich und geben eine gute Idee, welche Art der Publikation für einen selbst die richtige ist.
    Bernd Witte klärt über die Möglichkeiten der Gestaltung einer mündlichen Doktorprüfung auf. Er erläutert die Unterschiede zwischen Disputation und Rigorosum und erklärt die speziellen Verfahren der Uni Düsseldorf. Somit erhält der Leser einen Eindruck, wie eine mündliche Doktorprüfung ablaufen kann.
    Joseph A. Kruse versucht beim Thema »Promotion und was dann?« zu beschwichtigen, dass, egal welcher Werdegang auf die Promotion folge, die Promotion auf jeden Fall ein Gewinn sei. Dabei geht er allerdings leider mehr auf den eher nebensächlichen Glanz eines Titels ein als auf die Zukunftsperspektiven, die nicht unbedingt so rosig sein müssen wie der Artikel es glaubhaft machen will.
    In der Auswahl, Reihenfolge und Vielseitigkeit der Artikel ist dieser Ratgeber ein wertvoller Begleiter durch die gesamte Promotionszeit. Und das nicht nur für Doktoranden der philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf, sondern für alle Doktoranden der Gesellschaftswissenschaften in Deutschland, die Tipps zum erfolgreichen und zügigen Promovieren suchen.
    Sabine Brenner studierte Germanistik und Medienwissenschaften und ist seit 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf. Als Sprecherin der Gruppe »Organisation« im »Interdisziplinären Doktorandenkolloquium der Philosophischen Fakultät« der Uni Düsseldorf hat sie den vorliegenden Promotionsratgeber zusammengestellt und zur Veröffentlichung gebracht und damit eine wertvolle Hilfestellung für die Nachwuchswissenschaftler der Geisteswissenschaften geliefert. Es sollte mehr solcher Ratgeber geben. Damit Promovieren noch mehr Spaß macht.

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Sabine Brenner: »Promotionsratgeber«




Roland Kany, Frankfurter Allgemeien Zeitung, 25. Februar 2002
Wie man Doctor philophiae wird
Hier steh ich nun, in Düsseldorf


Nichts Menschliches ist der Ratgeber-Literatur fremd. Von der Wiege bis zur Bahre, von der Zeugung bis zum Testamentsvollstrecker reicht ihr lockendes Hilfsangebot. Ob die Titel nun lauten: »Nicht so schüchtern!«, »So wird Ihr Kind ein besserer Schüler« oder »Schlank in sechzig Tagen« - das Strickmuster ist meist ähnlich: Ausführlich wird das Phänomen, beschrieben, das guten Rat erfordert; die brauchbaren Ratschläge dagegen sind eher verstreut und knapp. Nun ist ein Ratgeber für eine sonderbare menschliche Beschäftigung erschienen, nämlich für das Promovieren in den Geisteswissenschaften. Warum läßt sich jemand in der Blüte des Lebens auf mehrere Jahre hin auf der einsamen Insel der Bibliotheken und Archive nieder, rudert bis zur Erschöpfung im tosenden Meer der Thesen und Theorien, setzt sich den Höllenqualen des Schreibens aus - nur um am Ende den gleichen Titel zu erlangen, den die Mediziner für schmale Traktätchen von ein paar Monaten Arbeit verliehen bekommen? Ist es Erkenntnisdrang, gesellschaftlicher Ehrgeiz, Masochismus, Mangel an beruflichen Alternativen oder Angst vor dem Berufsleben, der so viele Menschen zum Dr. phil. drängt? Mehrfach findet sich in dem neuen Buch der Rat, Klarheit darüber zu gewinnen, welches Ziel man mit seiner Promotion verfolgt, und daran die weiteren Planungen auszurichten. Sabine Brenner, offenkundig selbst Betroffene, hat den Promotionsratgeber an der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf zusammengestellt. Genaugenommen ist es ein Buch von Düsseldorfern für Düsseldorfer. Wer es andernorts benutzt, wird manche Transferleistung erbringen müssen - nicht an jeder Universität wird die Sachbearbeiterin für die »Graduiertenförderung« in Zimmer 01.44 des Gebäudes 16.11 sitzen, wie im Abschnitt über Promotionsstipendien verheißen wird. Nicht überall kann man wie in Düsseldorf der Veröffentlichungspflicht auch durch eine Online-Version der Dissertation genügen; die Vor- und Nachteile gegenüber der Publikation in einem Verlag oder der Vervielfältigung im Kopierladen werden in einem Beitrag abgewogen. In Düsseldorf besteht die Wahl zwischen einer mündlichen Prüfung im Stil eines Staatsexamens und einer Disputation, in der man die eigene Doktorarbeit verteidigen muß. Der Germanist Bernd Witte rät zum zweiten Typ und hofft auf produktive Gespräche. Durch die Disputation, so darf man mutmaßen, erfährt das Personal einer großen Fakultät wie in Düsseldorf (mit vierzehn Fächern) endlich einmal, über welche Themen in den Nachbargebieten eigentlich geforscht wird. Überhaupt - die Themenfindung ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Promovieren, und was dabei beachtet werden sollte, ist dem ersten der Beiträge des Bandes zu entnehmen. Weitere Aufsätze schildern den Nutzen des ersten Exposés, die Literaturbeschaffung, das Arbeiten in Archiven und die vernünftige Zeitplanung sowohl des ganzen Projektes als auch eines einzelnen Tages im Leben des Promovenden - »vom Fünfjahresplan zur Fünf-Minuten-Terrine«. Nur eine wesentliche Frage bleibt fast ausgespart, vielleicht weil sie im inneren Kreis einer Fakultät viel zu heikel ist: Wie finde ich den richtigen Doktorvater oder die richtige Doktormutter? In kaum einem Sektor der Universität gibt es so viel Verantwortungslosigkeit wie in der Betreuung oder Nichtbetreuung von Dissertationen. Läge hier nicht vieles im argen, hätte das Buch sich selbst und Hinweise auf weitere Ratgeber erübrigen können, Bücher mit dem Titel: »Wer verlegt meine Doktorarbeit?«, »Keine Angst vor dem leeren Blatt - ohne Schreibblockaden durchs Studium«, »Mut zum Erfolg«. Man könnte die ganze Dauer eines Promotionsstipendiums mit der Lektüre solcher Bücher zubringen. Wir raten dazu, es - wenn überhaupt - bei diesem einen Buch zu belassen, und ansonsten dem Rat Max Webers zu folgen, nämlich der »Forderung des Tages« gerecht zu werden: »Die aber ist schlicht und einfach, wenn jeder den Dämon findet und ihm gehorcht, der seines Lebens Fäden hält.«

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Sabine Brenner: »Promotionsratgeber«




TeachersNews.Net, 20. August 2001
Promovieren - aber wie?
Der erste deutsche Promotionsratgeber für Geisteswissenschaftler hilft


Die Idee, nach dem eigentlichen Studienabschluß noch zu promovieren, ist das eine, die Frage, wie man ein solches Projekt praktisch angeht, das andere. In dem von Sabine Brenner, selbst Promovendin der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine- Universität, herausgegebenen Ratgeber werden alle praktischen Fragen beantwortet: Von der Themensuche, über die Notwendigkeit, ein Exposee zu schreiben, bis hin zu Überlegungen, wo und wie man nach getaner Arbeit publizieren kann. Auch die Möglichkeiten der Finanzierung der Promotion durch Stipendien werden behandelt. Nützlich sind für die Promovenden dabei die angegebenen Internetadressen.
Der Ratgeber richtet sich, erstmals in Deutschland, explizit an die Studierenden geisteswissenschaftlicher Fächer, die meisten Beispiele stammen aus der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität.

Die Konzentration auf eine spezielle Gruppe von Doktoranden ist ein deutlicher Vorteil dieses Ratgebers, da so auf alle diese Zielgruppe betreffenden Fragen eingegangen werden kann und sich die Autoren auch Zeit für scheinbar randständige Gebiete wie Literaturrecherche oder die Arbeit in Archiven nehmen können. Sämtliche Autoren sind Fachkundige, haben sie doch zumeist nicht nur promoviert, sondern sich auch vielfach noch habilitiert und sind nun an der Heinrich-Heine-Universität oder ihr verbundenen Kulturinstituten tätig.

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Sabine Brenner: »Promotionsratgeber«




Saarbrücker Zeitung, 14. August 2001
Promotion - wie geht das überhaupt?

Viele Studenten haben die Absicht, nach ihrem Studienabschluß noch zu promovieren. Doch wie geht man das Ganze an? In dem von Sabine Brenner - Doktorandin an der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf - herausgegebenen Ratgeber werden viele Fragen beantwortet. Unter anderem gibt es Tips zur Themensuche, zur Veröffentlichung und zu Finanzierungs-Möglichkeiten der Promotion durch Stipendien. Hilfreich sind auch die aufgeführten Internetadressen. Der Ratgeber richtet sich vor allem an Studenten geisteswissenschaftlicher Fächer und geht vorwiegend auf Fragen ein, die in den Philosophischen Fakultäten auftauchen. So kümmert sich die Autorin auch um praktische Probleme wie Literatur-Recherche oder Arbeit im Archiv.

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Sabine Brenner: »Promotionsratgeber«




DeutschlandRadio, 24. Juli 2001
Erster Promotionsratgeber für Geisteswissenschaftler
Bist Du betroffen: mach was draus!

Weil meine Eltern das erwarten, meine Freundin tut es auch, was soll ich nach dem Abschluss sonst machen? - Warum man promoviert, vor allem darüber sollten sich Promovenden ganz klar werden. So empfiehlt es der erste Promotionsratgeber für Geisteswissenschaftler, herausgegeben von Sabine Brenner, Promovendin der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität. Alle praktischen Fragen werden beantwortet: Von der Themensuche über die Notwendigkeit, ein Exposé zu schreiben bis hin zu Überlegungen, wo und wie man nach getaner Arbeit publizieren kann. Sabine Brenner ist Sprecherin der Gruppe Organisation des interdisziplinären Promovendenkolloquium an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf: "Hier wurden alle Beiträge, die in dem Buch zusammengefasst sind, vor dem Plenum gehalten. Die Zuhörer waren begeistert und daran hat man gemerkt, dass praktische Hilfestellung und Orientierung gebraucht wird." Auch die Möglichkeiten der Finanzierung der Promotion durch Stipendien werden behandelt. Nützlich sind für die Promovenden dabei die angegebenen Internetadressen. Der Ratgeber richtet sich explizit an die Studierenden geisteswissenschaftlicher Fächer.

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Sabine Brenner: »Promotionsratgeber«




Katja Schmidt, Rheinische Post, 13. Juli 2001
»Am Anfang verzweifeln alle«
Eine 24jährige hilft Doktoranden mit einem neuen Promotionsratgeber


Das Gefühl von Verzweiflung am Schreibtisch kennt Sabine Brenner aus Erfahrung: Berge von Papier türmten sich vor ihr auf, Bücher, Kopien und handgeschriebene Notizen. Der Berg wuchs zu einem privaten Mount Everest an und schien wie eine unüberwindbare Hürde auf dem Weg zum Ziel: dem Doktortitel. »Damals hätte ich gerne einen Leitfaden, eine konkrete Orientierung gehabt«, erklärt sie und brachte das, was ihr so fehlte, schließlich selbst heraus: einen Promotionsratgeber - speziell für Doktoranden der philosophischen Fakultät. Gestern ist er erschienen, umfaßt 128 Seiten, kostet 28 Mark, und soll nachfolgenden Aspiranten helfen, auf dem Weg zum Dr. phil. nicht unnötig Zeit und vor allem Nerven zu vergeuden. Bei Sabine Brenner, die Medienwissenschaften und Germanistik studierte, hat's gewirkt. Sie will Ende des Jahres mit ihrer Dissertation fertig sein - mit 24 Jahren.

Daß der Bedarf an einem solchen Leitfaden groß ist, merkte die Solingerin schnell. Im Rahmen eines interdisziplinären Promotionskolloquiums, an dem Doktoranden aus sämtlichen Fachgebieten der philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf teilnahmen, hatten sich Arbeitsgruppen gebildet. Die AG Organisation, deren Sprecherin Sabine Brenner wurde, befaßte sich fortan mit Zeitmanagement, Stipendien, Fragen zur Veröffentlichung. »Als die anderen davon erfuhren, war der Ansturm riesig«, erzählt die 24jährige.

Die Experten trugen ihre Tips auf Wunsch der Masse schließlich vor der versammelten Mannschaft (mehrere hundert Doktoranden) vor, und die Idee kam auf, die Ergebnisse schriftlich festzuhalten. »Es gibt zwar schon solche Führer - allerdings keinen spezifischen. Außerdem sind für uns viele Dinge ganz anders als zum Beispiel für Mediziner«, erklärt Brenner. »Für uns«, das schließt Studenten aus so unterschiedlichen Studiengängen wie Japanologie, Politik oder Geschichte ein.

Wie finde ich ein Thema? Wo kann ich mich um ein Stipendium bewerben? Und wie teile ich mir die Zeit richtig ein? All dies sind Fragen, die in dem Promotionsführer von Professoren der Heine-Universität, Mitarbeitern von Kultureinrichtungen und Doktorandinnen beantwortet werden. Sie erklären, wie man ein Exposé schreibt, wie das Internet bei Recherchen helfen kann und wie eine Doktorarbeit publiziert wird. »Von der Magisterarbeit bis dahin ist's ein Quantensprung. Ohne den Leitfaden, den ich ja schon viel früher lesen konnte, wäre ich zwar zu den gleichen Ergebnissen gekommen, aber bestimmt viel mühsamer«, sagt Brenner.

Kommilitonen, die jetzt den Doktor ansteuern, muntert sie mit ihrer Erfahrung auf: »Am Anfang einer Promotion verzweifeln alle. Das ist keine Schande und auf keinen Fall ein Grund aufzugeben.«

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Westdeutsche Zeitung, 13. Juli 2001
Doktor werden, aber wie?
Erster Ratgeber für Geisteswissenschaftler


Die Doktorwürde streben viele an. An der Heine-Universität sind es allein bei den Geisteswissenschaftlern zurzeit 687 Doktoranden. Doch nicht viele kommen ans Ziel. Mit Hilfe des bundesweit ersten Promotionsratgebers für Studierende der geisteswissenschaftlichen Fächer soll sich dies nun ändern. Herausgegeben hat ihn eine Fachfrau: Die erst 24 Jahre junge Sabine Brenner, selbst Doktorandin in Düsseldorf. Mit Studienkollegen und Dozenten stellte sie eine Art Zeit- und Organisationsplan auf: Themenfindung, Stipendientips, die Nutzung des Internets, die Möglichkeiten der Publikation - chronologisch weisen die Autoren (Dozenten und Mitarbeiter der Hochschule oder des Heine-Instituts) den Weg zum Titel. Ob der so erstrebenswert ist, dazu hat sich der Leiter des Heine-Instituts, Joseph A. Kruse, im Abschlußkapitel auch heitere Gedanken gemacht.

Für Verleger Bruno Kehrein, ist das Buch ein Zeichen dafür, daß »die Uni anfängt, endlich ihre Kunden zu betreuen.«

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Sabine Brenner: »Promotionsratgeber«




Neue Rheinzeitung, 13. Juli 2001
Der leichte Weg zum Doktortitel

Wo sind unsere Akademiker? Vielleicht sind sie verschollen. Vergraben unter riesigen weißen Papierbergen. Eingekeilt in dicke Stapel Schmierpapier, die eigentlich einmal ihre Doktorarbeit hätten werden sollen. Um jenen den Rettungsring zuzuwerfen, die im Durcheinander versinken, und dafür zu sorgen, daß sie künftig erst gar nicht in Seenot geraten, hat Sabine Brenner nun den Promotionsratgeber speziell für Geisteswissenschaftler herausgegeben.

»Die Idee ist aus der Not entstanden«, erzählt Brenner, die - gerade einmal 24 Jahre alt - im nächsten Jahr den Doktor-Titel im Briefkopf tragen wird. »Bisher gibt es nur allgemeine Ausgaben, für Biologen, Juristen und Germanisten gleichermaßen.« Das soll jetzt anders werden. Auf 128 Seiten geben Professoren und Dozenten der Heinrich-Heine-Universität ihre Prüfungserfahrungen an die Leser weiter. Von der anfänglichen Themensuche und der ersten Gliederung im Exposé über Möglichkeiten finanzielle Unterstützung durch Stipendien zu bekommen, bis hin zur Literaturbeschaffung und zur mündlichen Doktorprüfung, werden viele Fragen beantwortet.

Besonders wichtig, weiß die Herausgeberin, ist das Zeitmanagement. »Man sollte sich schon zu Anfang einen Forschungsplan aufstellen, um nicht völlig im Chaos zu versumpfen.«

687 Akademiker der Philosophischen Fakultät arbeiten momentan an ihrer Promotion. Dauer? Zwischen drei und sechs Jahren. Durchschnittsalter? 32 Jahre. Kosten? »Rechnet man den Verdienstausfall, Material- und Forschungskosten zusammen, circa 200.000 Mark«, so Brenner. Wer ein Stipendium bekommt, wird zwischen zwei und drei Jahren mit 2.000 Mark im Monat gefördert.

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