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Das Gedicht Nr. 9 In Anlehnung an Nietzsche tritt der 1969 in Moskau geborene Alexander Nitzberg hier zu einer Feier des Ich an, die nicht mit poetischen Selbstbewusstsein spart. Zwölf Fotos von Markus Schwier inszenieren den Dichter im passenden Schwarzweiß-Ambiente als Bohemien mit Zylinder, Klavier und Schachspiel. Der versierte Reimjongleur fügt ungeniert die O-Töne bekannter Vorgänger in den eigenen "Leierkasten" ein. Er vollführt quasi "auf den Schädeln von Goethe & Co", einen Balanceakt zwischen Ironie und Pathos. Der Witz der Gedichte verdankt sich dabei oft den in Heinescher Manier überraschend gefügten Gleichklängen (z.B. "Tonart" - "gebohnert"). Inhaltliche Entwicklungen beugen sich nicht selten der Eigendynamik, die aus dem sprachspielerischen Galopp entsteht. Wenn die Verse frech und eigensinnig daherkommen, Umgangssprache und Zitate zum bunten Flickenteppich verweben, überzeugen sie.
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Michael Klaus, WDR 2, 20. Oktober 2000 [Nitzbergs] Arbeiten sind der pure Genuss, ob er gramgebrochene Brücken in New York besingt oder das Sommerloch in Winterberg. Oder ob er klärt, warum Schumann in den Rhein gesprungen ist. Ein Dichter mit Witz. Das ist erwähnenswert, denn so viele gibt es davon nicht.
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