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neues rheinland, 6/2001 Sinne und Farben
»Sieh an das alte / Repertoire / die Folgen ...«, heißt es in dem titelgebenden Poem. Ergo: Das zunächst letzte gebundene Repertoire lag runde zehn Jahre zurück, war überschrieben mit »Am Rande der Stunden« und gleichzeitig wurde Ingeborg Drews damals der Literaturpreis »Dormagener Federkiel« zugesprochen. 65 sprachlich gewandte Folgen vereinen sich in dem jüngst erschienenen Drews-Gedichtband »Die ganz gewöhnliche Sternstunde«. Erneut betörende Bilder der Malerin und Autorin, ambientenreich Sinne und Farben koordinierend. Leseprobe »Rilke und Biografie«: »Sieh an die / Haltung, Gamaschen. / Weltläufig. Was / dem Deutschen / öfter fehlt, hatte unser / fliehender Dichter«. Haltung zeigt die Kölner Künstlerin gegenüber Albrecht Fabri und Heinrich Heine, gegenüber Marguerite Duras oder Sisyphus oder einem alten Paar: »Und wenn sie schlafen, / liegen sie eng, mit wenig / bedeckt. Ohne Hast / vor dem Tod. « Ingeborg Drews schmückt nicht aus, eher unprätentiös durchgeistigt ihre Verse. Eine leuchtende Sternstunde aus dem Lyrikfirmament – wie vor zehn Jahren.
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Jochen Arlt, Gegengift, 15. März 2001 Allseits empfehlen wir „Die gewöhnliche Sternstunde“. Der jüngste Gedichtband von Ingeborg Drews sprachlich gewandt, voller betörender Bilder, ein ambientenreiches Fest der Sinne und Farben. Leseprobe aus „Rilke und Biografie“: „Sieh an die / Haltung, Gamaschen. / Weltläufig. Was / dem Deutschen / öfter fehlt, hatte unser / fliehender Dichter.“ Haltung zeigt die Malerin und Poetin gegenüber Marguerite Duras und Albrecht Fabri, gegenüber Sisyphus oder einem alten Paar: „Und wenn sie schlafen, / liegen sie eng, mit wenig / bedeckt. Ohne Hast / vor dem Tod.“ Ingeborg Drews schmückt nicht aus, eher unprätentiös durchgeistigt ihre Verse. Eine kunstvoll schimmernde Sternstunde aus dem Lyrikfirmament.
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