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Düsseldorf Today, 22. April 2001
Wer hat den Geschäftsführer einer Partnervermittlung getötet?

Stadtrand Düsseldorf. Von Knappsdorf, ein pleitegegangener, vorbestrafter Kneipier um die 50, bessert seine Sozialhilfe mit Nachtarbeit auf. Auf dem Gerresheimer Waldfriedhof entwendet er drei wertvolle Grablaternen. Auf dem Rückwegs macht er Halt an einem Eckgrundstück - ein Gartenzwerg, so groß wie ein zehnjähriges Kind erstrahlt im Lichte seiner Taschenlampe. Ein weiteres Beuteobjekt, denkt sich von Knappsdorf, nimmt ihn und trägt den Zwerg zum Auto. In dem Moment hört er Schreie aus dem Eckhaus und wirft seine Beute auf den Beifahrersitz. Erschrocken verharrt er dort, als er plötzlich wenige Meter vor seinem Auto die Umrisse eines Mannes sieht, der zu einem Auto rennt und mit quietschenden Reifen davon braust.
Was von Knappsdorf zunächst nicht ahnen kann: Felix Nube, Geschäftsführer einer Partnervermittlung wurde umgebracht. Auf den Rückweg kommt er in eine Polizeikontrolle. Wegen des übergroßen Zwerges irritiert, nehmen die Polizisten von Knappsdorf mit aufs Revier. Eine Bagatelle, wäre der Gelegenheitsdieb nicht Zeuge eines Mordes geworden und somit selbst in der Schusslinie des Mörders geraten.
Hauptkommissar Terwort steht vor einem Rätsel. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Mord im Eckhaus und an Rechtsanwalt Helferich? Terwort nimmt die Ermittlungen auf. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt, in dem nicht nur von Knappsdorf um sein Leben fürchten muß. Autor Clemens-Peter Bösken schickt seine Figuren kreuz und quer durch Düsseldorf und verstrickt sie in lebensgefährliche Situationen und juristische Feinheiten. Mit viel Sinn für Humor beschreibt er die juristischen Strukturen und Wege in der Prozeßordnung. Mit Terwort schafft Bösken einen Kommissar mit menschlichen Zügen, der mal an bürokratischem Zwängen verzweifelt, mal an sich selbst. Trotz fortgeschrittenen Alters hängt er immer noch am Rockzipfel seiner Mutter. Dies macht das Kennenlernen von Brigitte, zweite Geschäftsführerin der Partnervermittlung, nicht gerade einfacher. Genervt von manchem Kollegen und resigniert am Tatort öffnet der verzwickte Fall Terwort aber auch eine persönliche Chance: die Liebe einer Frau und das Loslösen von seiner Mutter.

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Clemens-Peter Bösken: »Zwergenwerfen«




Rheinische Post, 14. August 1999
Er schreibt mit Ironie, mit Verständnis für menschliche Schwächen (auch der Polizei) und mit viel Wortwitz, der ihn in die Nähe der besseren englischen und amerikanischen Kriminalautoren rückt.

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Clemens-Peter Bösken: »Zwergenwerfen«




Welt am Sonntag Nr.24/1999
Was bei der Lektüre seiner Werke überrascht, ist die für Juristen ungewöhnlich flüssige und farbige Sprache, die Bilder, das Regionalkolorit, die plastischen Figuren und die Helden, die keine sind.

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Clemens-Peter Bösken: »Zwergenwerfen«