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Düsseldorfer Jahrbuch, Band 77, 01. Juni 2007
»Oberkassel. Es ist eine späte Liebe auf den ersten Blick. Kein Buhlen oder Flirten ist nötig. Da ist sofort ein Wissen um die Wertigkeit, um die innere Kraft.« Der aus Frankfurt stammende Autor, Journalist und Fotograf, der sich 2004 endgültig in Oberkassel niedergelassen hat, ist fasziniert von dem besonderen Flair von Oberkassel, den Alleen und den Fassaden der Jugendstilhäuser mit ihren Medaillons und Ornamenten, auch der bisweilen mediterranen Atmosphäre. Aus dieser Haltung heraus ist ein Bilderbuch entstanden, das Straßenzüge und Hausfassaden zeigt, Giebel und Erker, Fenster und Stuckornamente, Putten und Türen, Balkone und Gärten, es zeigt in attraktiven Fotos den ganzen Reichtum dieses Stadtteils, den man nur beim bewußten Durchstreifen der Straßen entdecken kann. Eingestreut sind 13 Gespräche mit Oberkassler Persönlichkeiten, die darin vorgestellt werden und auch ihre Verbundenheit mit dem Stadtteil begründen. Es sind Fritz Aurin, Wolfgang Kamper, Alex Esposito, Birgit Pfeiffer, Tristano Onofri, Manfred Kronen, Stefano Sorice, Wolfgang Döring, Günther Uecker, Paul und Roland Swertz, Eva Böttcher, Wolfgang Reinbacher, Michelangelo Saitta und Susan Christian.

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Peter Alex Pohl: »Düsseldorf-Oberkassel«




TextilWirtschaft, 21. Dezember 2006
Düsseldorf: Das Zauberdorf am Rhein

Peter Alex Pohl, viele Jahre Redakteur im HAKA-Ressort der ›TextilWirtschaft‹ und danach Chefredakteur des ebenfalls vom Deutschen Fachverlag publizierten ›men's fashion international‹ lebt seit zwei Jahren in Oberkassel, dem schönsten Stadtteil der Modehauptstadt Düsseldorf. Nach zweijähriger Recherche hat Pohl in diesen Wochen im Düsseldorfer Grupello-Verlag ein viel beachtetes Buch über seine neue Heimat herausgebracht. Es heißt »Düsseldorf-Oberkassel - Ansichten von Häusern und Menschen«. Essays und Bilder präsentieren eines der schönsten noch erhaltenen deutschen Jugendstil-Quartiere, vom Kriege weitgehend verschont. Wegen seiner architektonischen Schönheit und wegen seiner Nähe zum Stadtzentrum gilt Oberkassel den Düsseldorfer Prominenten als begehrtes Wohnviertel. Das hat Pohl dokumentiert. Das 120 Seiten starke Buch enthält zahlreiche Interviews mit berühmten Bürgern des Viertels, darunter sind einige bekannte Modeleute wie der langjährige Igedo-Chef Manfred Kronen, Modemacher Tristano Onofri, Unternehmensberater Stefano Sorice, der Nagelkünstler Günther Uecker und der Architekt Wolfgang Döring. Das Buch ist ein literarischer Gaumenschmaus für alle, die Düsseldorf lieben. Es erscheint im Bildband-Großformat und kostet 19,90 Euro. Zu beziehen ist es über die Verlagsadresse: grupello@grupello.de.

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Peter Alex Pohl: »Düsseldorf-Oberkassel«




Neue Rhein Zeitung, 02. Dezember 2006
Die schönen Seiten von Oberkassel
Gleich zwei Autoren haben die Jugendstilhäuser entdeckt. Historische Botschaft der Denkmäler.


Zwei Bücher - ein Gedanke. Nahezu gleichzeitig haben zwei Autoren Oberkassel entdeckt. Peter Alex Pohl (62) stellt Ansichten von Häusern und Menschen vor. Jörg Heimeshoff (54) beschreibt die überraschende Vielzahl von 340 denkmalge-schützen Bauten. Und fast alle sind in privater Hand.
    Beide Neuerscheinungen kommen rechtzeitig für den weihnachtlichen Büchertisch. Haben aber jetzt schon Liebhaber gefunden, wie Wolfgang Kamper gestern verriet. Der ehemalige Bezirksbürgermeister, der gern Besucher und Bürger durch sein Viertel führt, konnte nach der Lektüre schon manche »bisher offene Frage« beantworten. Und das will bei einem so kenntnisreichen Oberkasseler schon etwas heißen.

Prominente Bewohner

Pohls Buch mit »Ansichten von Häusern & Menschen« ist eher ein Bildband, der in schönen Farben das besondere Flair der Jugendstil-Bauten vermittelt. Der Fotograf und Journalist läßt auch Bewohner zu Wort kommen, darunter prominente wie Tristano Onofri, Manfred Kronen, Günther Uecker, Architekt Wolfgang Döring, Michelangelo Saitta und eben auch Wolfgang Kamper.
    Ein Nachschlagewerk über jedes einzelne unter Denkmalschutz stehende Haus ist das Buch von Jörg Heimeshoff: Seit 26 Jahren für den Denkmalschutz bei der Stadt zuständig, formuliert er punktgenau: »Denkmäler müssen eine historische Botschaft übermitteln.« In Oberkassel haben diese »Botschafter« ihren Ursprung um 1900, führen Historismus und Art Deco in Fassaden und Giebeln. Erstaunlich vieles ist erhalten, wie Heimeshoff bewundernd auflistet: Stuckdecken, wunderschöne Treppenanlagen, anmutige Erker und Buntglasfenster. Dieser Stadtteil habe besonders viel zu bieten, sagt er und lobt die Bürger und Besitzer, die das zu schätzen wissen. Dabei hat er sogar Verständnis für Aufzüge, die ein altes Haus erst wohnlich machen: »Nach Möglichkeit erfüllen wir diese Wünsche.«

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Die Bilker Sternwarte, 01. Dezember 2006
Düsseldorf - Oberkassel

»Das Buch ist eine Liebeserklärung an Oberkassel«, sagt Peter Alex Pohl, der seit 2004 wieder im Stadtteil aop de angere Sitt« lebt. Als frischgebackener Ruheständler hat der Journalist die Umgebung erkundet und Straßenzüge, Häuserzeilen und Details an ihnen fotografiert. Davon gibt es an den Hausfassaden wahrlich genug, schon Wulf Metzmacher hat davon ganze Diaserien als Ratebilder gemacht und zum Teil die Geschichte hinter den Wandverzierungen zu ergründen versucht. Das tut Pohl in seinem Buch nicht. Er läßt die Bilder weitgehend unkommentiert auf den Betrachter wirken, wobei manchmal schon die Frage auftaucht, warum einige Bilder recht unscharf daher kommen. Dafür läßt Pohl Oberkasseler Bürger zu Wort kommen, die etwas über ihren Stadtteil zu sagen wissen, wenngleich sich mancher Abschnitt ließt wie eine Firmenwerbung.
    Dennoch sind die Gespräche etwa mit Fritz Aurin, Architekt und 1. Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Oberkassel (VW), oder dem »Bürgermeister von Oberkassel«. Wolf gang Kamper sehr interessant und laden zum weiteren Schmökern ein. »Es gibt in Oberkassel vor allem denkmalgeschützte Gebäude und Wohnhäuser«, sagt Fritz Aurin. Sogleich kann ein aktuelles Beispiel für erhaltenwertes, aber seit kurzem abgerissenes angefügt werden. Vor der kürzlich niedergelegten Jugendherberge stand ein Trafohäuschen mit einem Majolikarelief, das durchaus erhaltenswert erschien. Es hätte außerdem wenigstens einen kleinen hellen Farbtupfer an dieser Stelle hinterlassen, denn das neue Gebäude der Jugendherberge hat einen sehr dunklen „Touch". Aber auch hier bedauern die oben genannten Herren, ihnen seien die Hände gebunden, da die Stadtteilpolitik auf die Fassadengestaltung keinen Einfluß nehmen konnte. Ein Blickfang ist das neue Gebäude jedenfalls nicht
    Vielleicht ist Oberkassel die »Insel der Glückseligen«, wie Pohl es beschreibt. Aber das täuscht über die üblichen Probleme, die jedes Stadtviertel hat, natürlich nicht hinweg. Zuviel Verkehr und zuviel Autos machen auch dem eng bebauten Oberkassel täglich sichtbar Probleme. Trotzdem tut das dem Buch keine Abbruch, es zeigt verträumt die schönsten Seiten von Oberkassel, einem Stadtteil einer insgesamt sehr schönen Stadt.

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Peter Alex Pohl: »Düsseldorf-Oberkassel«




Oberkasseler Observer, 01. November 2006
Flair des Jugendstils
Neuer Oberkassel- Bildband von Peter Alex Pohl


Oberkassel ist ein Juwel und reich an gut erhaltener Bausubstanz aus der Zeit um 1900. Ein neuer im Grupello-Verlag erschienener Bildband des Journalisten und Fotografen Peter Alex Pohl vereint nun die schönsten Blickfänge des Jugendstils zwischen zwei Buchdeckeln.

Titel des 120 Seiten umfaßenden und mit 160 farbigen Fotos versehenen Schmuckstücks: »Düsseldorf-Oberkassel. Ansichten von Häusern und Menschen«. Pohl hat für sein Buchprojekt dreizehn langjährige Oberkasseler unterschiedlichster Herkunft interviewt. Darunter Kulturschaffende, Politiker, Architekten, Schauspieler und Gastronomen. Auch Weltbürger Günther Decker kommt zu Wort: »Was mich immer wieder fasziniert, ist die bürgerliche Wahrnehmung, das Verhaltene, diese Homogenität eines fast dörflichen Stadtteils auf einer Halbinsel am großen Fluß.« Der Band enthält übrigens auch ein Bilderrätsel: fünf Detailaufnahmen von Hausschmuck, und der Betrachter soll herausfinden, wo die Fotos entstanden sind.

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Gesa Evers, Rheinische Post, 27. Oktober 2006
Zauberdorf am fließenden Strom
Gestern stellt der Journalist und Fotograf in der Geschäftsstelle des Linksrheinischen Verkehrs- und Verschönerungsvereins sein Buch »Düsseldorf-Oberkassel - Ansichten von Häusern und Menschen« vor.
Der Band enthält auch ein Bilderrätsel.


»Manchmal muß jemand von außen kommen, um den Menschen zu zeigen, wie schön sie eigentlich leben«, meint der ehemalige Frankfurter Peter Alex Pohl. Das Auge des »Touristen« entdecke liebenswerte bauliche Details, für die viele Anwohner im hektischen Alltag zwischen Parkplatzsuche und Einkaufsstreß den Blick verloren hätten. »Ich habe mich sofort in Oberkassel verliebt«, gesteht der ehemalige Modejournalist, der 2004 ins linksrheinische Düsseldorf zog. Er habe noch nie einen Stadtteil gesehen, der in sich so geschlossen sei. »All die Jugendstilfassaden mit ihren Schnörkeln und Erkern verleihen diesem Dorf inmitten einer Metropole ein einzigartiges Ambiente«, schwärmt er. »Das wollte ich den Oberkasselern einfach mal wieder vor Augen vorführen.«
    Zu diesem Zweck schnappte er sich eine Kamera, lichtete die schönsten Fassaden und Straßen ab und interviewte bekennende Lokalpatrioten aus Kulturpolitik, Kunst und Gastronomie. Das Ergebnis ist der 120-seitige Bildband »Düsseldorf Oberkassel - Ansichten von Häusern & Menschen«, den er gestern zusammen mit seinem Verleger Bruno Kehrein vorstellte. Jedem architektonischen Detail ist ein eigenes Kapitel gewidmet. »Wir waren der Ansicht, daß wir dem Leser so am besten die Schönheit und Vielfalt unserer denkmalgeschützten Altbauten nahe bringen können«, erläutert Kehrein. Neben den Fotos, die aus vertrauten Straßenzügen unversehens Postkartenmotive machen, wecken vor allem die Schwärmereien der Befragten ungeahnte Heimatgefühle. Für den berühmten Künstler Günther Uecker ist Oberkassel ein »Zauberdorf am fließenden Strom«, und Unternehmer Stefano Sorice meint schlicht: »Einmal Oberkassel, immer Oberkassel.«
    Zwar werden die wenigen Unannehmlichkeiten inmitten dieses Idylls - etwa die an eine Lotterie erinnernde Suche nach einem Parkplatz - hier und da verschämt erwähnt, aber in erster Linie ist der Bildband eine sympathische Hommage an einen Stadtteil, der seinen 16 000 Einwohnern dörfliche Gemütlichkeit in einem urbanen Umfeld ermöglicht. Daran, so Kehrein,könnten auch architektonische Sünden wie die neue Jugendherberge nichts ändern.

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Helga Meister, Westdeutsche Zeitung, 27. Oktober 2006
Liebeserklärung an Oberkassel
Peter Alex Pohls Ansichten eines Stadtteils


Peter Alex Pohl zog 2004 nach Oberkassel und verliebte sich in den Stadtteil. Gestern legte er auf Einladung des Verkehrs- und Verschönerungs-Vereins das Ergebnis seiner Liebe, einen Text- und Bildband, vor. Er präsentiert das, was er als eine »Halbinsel der Seligen« nennt. »Die Bäume, die Bistros, der Markt und die Menschen« erinnern den gebürtigen Bamberger, der 35 Jahre in Frankfurt lebte, ans Montmartre. Die Luegallee vergleicht er mit den Champs-Elysees, die platanenbestandene, schattige Wildenbruchstraße mit dem Boulevard Haussmann.
    Pohl ist von Haus aus Journalist, er arbeitete zuletzt als Chefredakteur von »Men's Fashion international« im Deutschen Fachverlag und veröffentliche zahlreiche Reiseberichte und Feuilletons. Seine Texte über die »ewig schattige Glücksbürger Straße«, die »großbürgerliche Salierstraße mit den pompösen Jugendstilvillen« oder die Gespräche mit Anliegern, Architekten, Kneipenbesitzern und Künstlern sind ein erheiterndes Parlando. Die Fakten werden stets nebenbei, wie zufällig, hinzugefügt. Das Gros erinnert an einen allumfaßenden Stimmungsbericht.
    Das Buch enthält auch Porträts. So wird Alex Esposito mit seiner In-Kneipe »Muggel« vorgestellt, der Schnittstelle aller Altersschichten, dem Treffpunkt für Anwohner, Künstler, Werber, Juristen etc. An schönen Sommerabenden trifft Pohl bis zu 50 Gäste mit Bier oder Milchkaffee in der Hand vor dem Lokal, zwischen Akazien und Autos.
    Manchmal macht das Buch den Eindruck einer Werbebroschüre, wenn Birgit Pfeiffer als Geschäftsführende Gesellschafterin eines Maklerbüros zu Rate gezogen wird und über die Jahresgesamtumsätze ihrer Firma redet. Auch Bauunternehmer Paul Swertz, Modemacher Tristano Onofri und Ex-Modernesse-Geschäftsführer Manfred Kronen stellen ihr Licht nicht unter den Scheffel. Doch insgesamt ist es ein schönes Schmökerbuch. Nur die Gesamtaufnahmen der Straßen sind von allzu schummriger Qualität. Zu den Detailfotos gibt es die Ortsangaben am Ende des Bands, aber ohne Fakten.

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Oberkassel.de, 27. Oktober 2006
Verliebt in Oberkassel: Peter Alex Pohl präsentiert Ansichten von Häusern und Menschen

»Mit meinem Buch möchte ich den Blick für die Schönheiten dieses Stadtteils schärfen. Den Leuten soll bewußt werden, wie schön sie es hier eigentlich haben, wie viele Dinge - genauer gesagt 324 Baudenkmäler - es hier gibt«, erklärt Peter Alex Pohl. Der 62-jährige Journalist, zuletzt Chefredakteur von »men's fashion international» im Deutschen Fachverlag, hat ein Buch mit dem Titel »Düsseldorf-Oberkassel. Ansichten von Häusern und Menschen« veröffentlicht.
    In den 80er Jahren lebte Pohl schon einmal für kurze Zeit in Oberkassel. »Bereits damals habe ich mich sofort in diesen Stadtteil verliebt«, gesteht er. Nachdem er sich 2004 aus dem Berufsleben ausklinkte, zog es ihn wieder auf die vom Rhein gebildete »Halbinsel der Glückseligen.« Er sagt: »Ich bin Oberkasseler mit Leib und Seele.«
Neben faszinierenden Detailfotos, unter anderem von Fassaden, Stuckelementen, Giebeln, Türen und Balkonen, ging der Autor in seinem Buch der Frage nach, warum es sich eigentlich in Oberkassel so gut leben läßt. In Gesprächen mit zum Teil prominenten Mitbewohnern des Stadtteils fand er des Rätsels Lösung in einem Mix aus vielem. So sprechen die einen von einem »Wohnumfeld mit Wohlbehagen im Dorf einer Großstadt«, die anderen von den »angenehmen sozialen Strukturen in einer historisch wertvollen Bausubstanz«.
    Insgesamt 13 langjährige Oberkasseler hat Pohl für sein Buch interviewt, darunter der ehemalige Bezirksvorsteher Wolfgang Kamper, »Muggel«-Chef Alex Esposito, Modeschöpfer Tristano Onofri, Gastronom Michelangelo Saitta, Objektkünstler Günther Uecker oder Star-Architekt Wolfgang Döring. Interessant war auch sein Gespräch mit Paul und Roland Swertz, den beiden Geschäftsführern des in Oberkassel ansässigen Swertz Bau- und Stuckunternehmens. »Sie erzählten mir, dass sich echte Jugendstilfassaden in ihrer handwerklichen Meisterschaft kaum noch realisieren lassen und zudem auch nicht mehr zu bezahlen sind«, berichtet Pohl.
    Besonderheit des Buches: es enthält ein Bilderrätsel. Fünf Detailaufnahmen ohne Beschreibung sind im einleitenden Text abgebildet, und die gilt es in Oberkassel wieder zu finden. »Das ist vielleicht ein kleiner Anreiz vor allem für Eltern mit ihren Kindern den Stadtteil mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen«, hofft Pohl.

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D-Journal, Düsseldorfer Gesellschaftsmagazin, 01. Oktober 2006
Halbinsel der Glückseligen: Ein Oberkassel-Bildband zeigt Ansichten von Häusern und Menschen

Was verbindet den Modedesigner Tristano Onofri, den Künstler und Professor Günther Uecker und den Gastronom Michelangelo Saitta? Auf jeden Fall ihre Liebe zu der Halbinsel Oberkassel.
    Das hat Autor und Fotograf Peter Alex Pohl herausgefunden. Der gebürtige Bamberger verliebte sich nach eigenem Bekunden bereits bei seinem ersten Aufenthalt Ende der 70er Jahre in den linksrheinischen Stadtteil. 2004 zog es ihn dann endgültig dorthin zurück. Er kaufte eine Wohnung auf der Sonderburgstraße. Seitdem ist der pensionierte Journalist mit Leib und Seele stolzer Oberkasseler. Mit seiner Kamera zog er immer wieder durch Oberkassel und entdeckte Fassaden, Giebel, Erker, Fenster, Stuck, Putten, Türen und Balkone aus der Blüte des Jugendstils. Jedem dieser architektonischen Elemente widmete er ein eigenes Kapitel in seinem gerade erschienenen Bildband »Düsseldorf-Oberkassel«.
    Doch nicht nur Gebäude weckten sein Interesse: Pohl interviewte 13 prominente Oberkasseler, die ihm ihre eigene und persönliche Verbundenheit mit Oberkassel offenlegten. Bei Tristano Onofri war es die Nähe zur Messe und die Tatsache, daß Oberkassel für ihn einfach das schönste Stadtviertel der Welt sei, eine Halbinsel der Ruhe. Für den Star-Architekten Wolfgang Döring macht es den besonderen Charme von Oberkassel aus, daß der Stadtteil zu einer Zeit geformt wurde, als es noch keine Autos gab. Und für den großen Düsseldorfer Objektkünstler Günther Uecker, den melancholischen Weltenbummler, ist das Ziel jeder Heimkehr das Dorf Düsseldorf und sein Haus auf der Düsseldorfer Straße im Neo-Renaissance-Stil, weil hier die Welt in sich ruhe.
    Nicht ganz ungefährlich ist der Tip des Autors, Oberkassel mit dem Fahrrad und mit der Kamera zu erleben - ein Unterfangen, bei dem man den Verkehr tunlichst nicht aus den Augen verlieren sollte auf der Suche nach Putten, Drachen & Co.

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