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Bernd Wegner, plus_ Das Kundenmagazin der BVG, 01. Juni 2009
Fragewürdige Stadt

»Wir sind ein Berliner ...« oder wie ging das gleich? Kein Mensch kann über Berlin alles wissen, aber alle haben jetzt die Gelegenheit, ihr Wissen zu überprüfen. Das Berlin-Quiz aus dem Grupello Verlag enthält 100 Fragen und Antworten auf handlichen Kärtchen in einem hübschen Schmuckkästchen und zeigt –
Berlin ist und bleibt halt eine frag(e)würdige Stadt.
    Wer's spielt, wird sehr schnell merken: hier trennt sich die Spreu der Pseudo-Metropolenbürger vom waschechten Alt-Berliner. Doch selbst die werden sich bei diesem Spiel erwischen, etwas nicht gewusst zu haben. Ob allein oder (noch peinlicher) in der Gruppe, das Kartenspiel fragt nach Geschichte, Architektur, wichtigen Personen und vielem, was Berlin sonst noch geprägt hat. Kein weichgespültes Abklopfen nach allseits bekannten Wahrzeichen ist das. Man liest seinem Nachbarn eine Frage vor. Wenn der die richtige Antwort weiß, die seitenverkehrt auf der Karte steht, bekommt er die Karte. Gewinner ist derjenige, bei dem sich die meisten Karten angesammelt haben. Beispiel gefällig? Bitte: Wie titulieren Berliner gern einen dummen Mann? Keine Ahnung? Berlin-Quiz spielen!

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Marlies Döring: »Berlin-Quiz«




Hannes Fallenstein, Zitty, 01. Dezember 2006
Fragwürdige Stadt


Man muß sich ja definieren. Nicht unbedingt patriotisch, dafür aber gerne umso urbaner. »Wir sind ein Berliner…«, oder wie ging das gleich? Kaum drei Wochen hier, fühlt man sich schon siegessicher als Eingeborener und schaut selbst mit hochgezogener Braue auf die Touristenhorden und Zugezogenen.
    Doch zu früh gefreut, denn nun kommt der Lackmustest im handlich quadratischen Taschenformat: Das Berlin Quiz, bei dem sich die Spreu der Pseudo-Metropolenbürger vom waschechten Alt-Berliner trennt. Ob allein oder (noch peinlicher) in der Gruppe, das Kartenspiel wirft Fragen auf zu Geschichte, Architektur, wichtigen Personen und vielem, was Berlin sonst noch geprägt hat.
    Kein weichgespültes Abklopfen von allseits auf der Zunge liegenden Wahrzeichen ist das. Da bleibt dem Halbwissenden die Spucke weg. Beispiel gefällig? Bitte: Wie titulieren Berliner gern einen dummen Mann? Keine Ahnung? Na, dann weeßte ja nich ma, wie se dir von nu an hier nennen…

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Marlies Döring: »Berlin-Quiz«




Almut Schröter, Neues Deutschland, 25. November 2006
Fast allet jewußt jehabt
Berlin-Quiz zum Vergnügen


Auch wenn das schmälste Haus der Hauptstadt im übertragenen Sinne ein Kreuz wie ein Hering hat, steht es noch lange nicht in der Fischerstraße. Die berühmten »Sieben Schwaben« wird man aus gutem Grund immer auf einem Platz in Wilmersdorf antreffen. Und seit ewigen Zeiten pflegen Berliner ihre Vorliebe für eine grammatische Form der Vergangenheit, wenn sie anderen ihre Geschichten auftischen. Plusquamperfekt, die Vollendete. Det hab' ick jewußt jehabt.
    Hundert Fragen auf handlichen Kärtchen liegen mit dem Berlin-Quiz aus dem Düsseldorfer Grupello-Verlag auf dem Tisch. Niemand könne über die Stadt alles wissen, aber durchaus spielerisch testen, was er auf dem Kasten hat und etwas dazulernen. Das dachte sich Marlies Döring, die das Berlin-Quiz erfand.
    Zwei oder mehr Spieler können mitmachen. Man liest seinem Nachbarn eine Frage vor. Wenn der die richtige Antwort weiß, die seitenverkehrt auf der Karte steht, bekommt er die Karte. Gewinner ist derjenige, bei dem sich die meisten Karten angesammelt haben. Eine andere Variante sei, dem schlauen Mitspieler gleich eine weitere Frage aufzubürden. Überdies sind bei diesem Spiel Anekdoten und Schmonzetten ausdrücklich erwünscht. Das kann ja lustig werden - und dauern. Aber man kann dieses Quiz jederzeit beenden und sich den Punktestand merken. In alle Bereiche des Lebens und in die Stadtgeschichte geht Marlies Döring mit den Fragen. Dabei fällt auf, daß Berliner früher schneller Spitznamen für Orte und Personen erfanden, die sie entweder liebten oder überhaupt nicht leiden konnten. Es ist also Zeit, in Berlin wieder erfinderischer zu werden. Beispielsweise wie bei Frage 28, wo der geniale Name Retourkutsche eine Rolle spielt. Damit wurde 1814 ein Kunstwerk begrüßt.
    Jeder wird sich erwischen, bei diesem Spiel, etwas nicht gewußt zu haben. Doch wer einsteckt, darf auch austeilen. Da kennen wir nischt. Checkpoint Charlie, nicht Charly, hieß der bekannte Grenzübergang. Und bereits 1946, nicht erst 1948, kam der erste Nachkriegsfilm heraus. »Die Mörder sind unter uns« wurde von der DEFA produziert - vor der »Berliner Ballade«.
    Dafür grub die Autorin ein Zitat aus, das einem heute weltberühmten impressionistischen Maler aus Berlin zugesprochen wird. Sähe er die Nazis, soll er gesagt haben, könne er gar nicht so viel fressen, wie er kotzen möchte.

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Marlies Döring: »Berlin-Quiz«