Zurck zu : Der Heilige und die Sarazenin

Artikel in den Warenkorb
Preis: 12,80 Euro
Leseprobe herunterladen
PDF-Datei: 1154 KB



Kirchenzeitung fr das Erzbistum Kln, 17. Februar 2006
Eine Liebesgeschichte aus dem frhen Mittelalter

Man darf sich vom Stichwort Liebesgeschichte nicht tuschen lassen und einen x-beliebigen kitschigen Dreigroschenroman erwarten.
Der Dsseldorfer Professor fr deutsche Literatur an der Heinrich-Heine-Universitt nennt sein Buch Der Heilige und die Sarazenin: Ein Mann und zwei Frauen machen sich auf, um im alten Kulturland Aquitanien, zwischen Rhone und den Pyrenen, ber Wilhelm von Orange und seine arabische Gemahlin Gyburc zu recherchieren. Die drei setzen sich mit der historischen Wirklichkeit zur Zeit Karls des Groen auseinander und mit deren spteren poetischen Umsetzung im Epos Wolframs von Eschenbach.
Nicht einfach zu lesen, aber fr den, der ein Gefhl fr das Leben im frhen Mittelalter hat, eine lohnende Lektre. Der Heilige und die Sarazenin ist auch eine Erzhlung ber die Konfrontation von Christentum und Islam sowie die Mglichkeit der gegenseitigen Toleranz.

Zurck zum Titel:
Wilhelm Gssmann: »Der Heilige und die Sarazenin«




Westflisches Volksblatt, 21. Juni 2005
Wilhelm flieht mit Arabelle. Spannende Liebesgeschichte aus dem Mittelalter

Keine Bestseller-Liste ohne einen historischen Roman. Das in modische Abenteuergeschichten verpackte Mittelalter verkauft sich prchtig. Die historische Wahrheit jedoch bleibt da nur allzu hufig auf der Strecke.
Da kann es wohltuend sein, zu einem Bchlein zu greifen, das sich dem Rtsel frher Dichtung auf einem ganz anderen Wege nhert: dem der behutsamen Annherung und der sorgfltigen Ortserkundung.
Der aus Ruthen bei Paderborn stammende Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Wilhelm Gssmann begibt sich in seinem 80 Seiten schmalen Bchlein Der Heilige und die Sarazenin auf die Spuren des zur Zeit Karls des Groen im Frankenreich lebenden Herzogs Wilhelm von Aquitanien, der im 11. Jahrhundert heilig gesprochen wird. In einer raffinierten Mischung aus fiktiver Erzhlung, Reisebericht und literaturgeschichtlicher Abhandlung vergegenwrtigt er eine lngst vergessene Liebesgeschichte, die aus heutiger Sicht tatschlich den Stoff fr eine klatschtrchtige Knigshaus-Story abgeben knnte. Zu Grunde liegt dem Geschehen das altfranzsische Wilhelmslied (Le Chanson de Guillaume), das Vorbild wurde fr das Epos Willehalm des mittelalterlichen Parzival-Dichters Wolfram von Eschenbach. Es handelt von dem aquitanischen Herzog Wilhelm, der sich in der Fehde mit den aus Spanien einrckenden Sarazenen befindet, in deren Gefangenschaft gert und dort die mit einem arabischen Heerfhrer vermhlte Arabelle kennen und lieben lernt. Mit ihr gelingt ihm die Flucht zurck nach Frankreich, wo Wilhelm sie schlielich in Orange als Gyburc zur Frau nimmt.
Gssmann setzt sich in seiner immer wieder mit Originalversen kombinierten Erzhlung wissenschaftlich-literarisch mit dem Epos auseinander. In der Person des Literaturwissenschaftlers Willem reist der emeritierte Dsseldorfer Germanist mit zwei Frauen, seiner ehemaligen Schlerin Madeleine und der Studentin Radegunde, per Auto an die Originalschaupltze der Wilhelm-Saga nach Orange, den ehemaligen provencalischen Hof, und ins Kloster Saint-Guilhem-le-Desert in Aquitanien. Im gemeinsamen Diskurs entfalten die Drei die wunderbare Liebesgeschichte der beiden Protagonisten aus unterschiedlichen Kulturen und liefern damit auch ein zrtliches Bekenntnis zum Verstndnis zwischen Christentum und Islam.

Zurck zum Titel:
Wilhelm Gssmann: »Der Heilige und die Sarazenin«




Der Patriot, 30. April 2005
Der Heilige und die Sarazenin
Wilhelm Gssmann erzhlt die Geschichte einer ungewhnlichen Liebe aus dem Mittelalter


Willem, Madeleine und Radegunde - drei Zeitgenossen auf den Spuren von Wilhelm von Orange und seiner arabischen Gemahlin Gyburg. In sehr groben Zgen ist dies die Geschichte, die in Wilhelm Gssmanns neuer Erzhlung zu lesen ist: Der Heilige und die Sarazenin. Eine Liebesgeschichte aus dem frhen Mittelalter, erschienen im Grupello-Verlag.
Der emeritierte Literaturwissenschaftler und Autor aus Langenstrae, zuletzt Professor fr deutsche Literatur an der Heinrich-Heine-Universitt Dsseldorf, greift in seinem neuesten Buch einen brisanten Stoff auf: die Liebe zwischen einem Christen und einer arabischen Knigstochter.
Aus arabischer Gefangenschaft flieht Kriegsherr Wilhelm von Orange gemeinsam mit Arabelle, Tochter des Sarazenenknigs und Frau eines Heerfhrers. Aus Liebe zu Wilhelm konvertiert sie zum Christentum. Beide heiraten und schlielich stellt sie sich fr Willehalm gegen ihre Landsleute, darunter gegen ihren Vater und ihren Sohn.
Gssmann verarbeitet das Thema auf verschiedenen Ebenen: Er integriert die unmittelbar erzhlte Geschichte um Willehalm und Gyburg in die wissenschaftliche Recherche und Auseinandersetzung mit dem Thema seitens der drei zuvor genannten Figuren Madeleine, Radegunde und Willem, letzterer ein Alter Ego des Autors. Wolfram von Eschenbachs Willehalm spielt dabei eine besondere Rolle. So wird immer wieder daraus zitiert, bersetzt und darber diskutiert. Auch das altfranzsische La Chanson de Guillame setzt Gssmann fr seine schriftstellerischen Zwecke ein.
Besonders aktuell ist das Buch durch eine Diskussion, die sich durch die Handlung zieht: die Frage nach der Toleranz von Christentum und Islam untereinander. So ist auch die abschlieende Betrachtung des Dramas Almansor von Heinrich Heine zu verstehen. Gssmann erklrt, dass bei Heine die vershnende Kraft hervortritt, die in der erotischen personalbezogenen Liebe liegt. Sie berwinde die Schranken, so der Autor. Liebe ber die Grenzen von Religion und Zugehrigkeiten hinweg ist daher zentrales Thema in Gssmanns neuem Buch, das auf diese Weise zum Nachdenken anregen soll.

Zurck zum Titel:
Wilhelm Gssmann: »Der Heilige und die Sarazenin«




Wulf Noll, Westdeutsche Zeitung, 14. April 2005
Am Ende siegt die Liebe
Wilhelm Gssmann las im Schnabelewopski aus seinem neuen Buch


Drei Zeitgenossen, ein Mann und zwei Frauen, brechen in Wilhelm Gssmanns neuer Erzhlung, die er jetzt im Schnabelewopski vorstellte, in den Sden Frankreichs in das alte Kulturland Aquitanien auf. Sie fahren nach Orange, in der noch das Thetre Antique steht, das einzige rmische Theater, dessen Bhnenwand noch erhalten ist.
Willem, Wissenschaftler und Literat, ein alter ego Gssmanns, tritt auf die Bhne des Theaters und ruft die Namen Willehalm und Gyburc ins Theaterrund. Eben diese ungewhnliche Liebesgeschichte zwischen Wilhelm von Orange und seiner arabischen Gemahlin Gyburc erzhlt Gssmann in seinem neuen Buch Der Heilige und die Sarazenin. Dabei fragt Gssmann zugleich nach der gegenseitigen Toleranz von Christentum und Islam auch im Hinblick auf Heines frhes Drama Almansor.
Wilhelm von Orange, Herzog von Aquitanien, wurde um 745 geboren. Im Kampf gegen die Sarazenen eroberte er Aquitanien zurck und befreite den Sden Frankreichs von der arabischen Herrschaft. Doch als sich Wilhelm in arabischer Gefangenschaft befand, gewann er die Liebe Gyburcs, Tochter des Sarazenenknigs und Gemahlin eines seiner Heerfhrer. Sie verlie ihren Gemahl, wurde Christin und floh gemeinsam mit ihrem Herzog aus der Gefangenschaft. Sptere Dichtungen nahmen sich des Themas an, so schon das altfranzsische Wilhelmslied (La Chanson de Guillaume), es wurde zur Quelle und zum Vorbild fr Wolfram von Eschenbachs groes Epos Willehalm. In ihm taucht auch Gssmann ein, der Teile daraus fr seine Erzhlung aus dem Mittelhochdeutschen in Gegenwartssprache bersetzte.
Nach Gyburcs Tod zieht sich Willehalm in ein von ihm gegrndetes Kloster zurck. Im Jahr 1066 wird Wilhelm von Orange heilig gesprochen, doch Gssmann fragt, ob nicht auch seine Gyburc eine Heilige sei. Auch komme der Frage nach der Toleranz ein besonderes Gewicht zu, die sich schon bei Wolfram von Eschenbach stellt und fr die Heinrich Heine im Almansor die Worte gefunden hat: Es kmpfen Christ und Moslem, Nord und Sden / Die Liebe kommt am End und macht den Frieden. Eben diese Diskussion mchte Gssmann mit seiner Liebesgeschichte neu anstoen.

Zurck zum Titel:
Wilhelm Gssmann: »Der Heilige und die Sarazenin«




Werner Schwerter, Rheinische Post, 14. April 2005
Skandalstoff aus dem Mittelalter

Willem, der Literaturwissenschaftler, Madeleine, seine frhere Schlerin, sowie die Studentin Radegunde brechen zu einer Bildungsreise in die Provence auf. Ein Abenteuer lag pltzlich in der Luft - ein geistiges. Das altfranzsische La chanson de Guilleaume und das Epos Willehalm des Wolfram von Eschenbach werden gelesen. Die Spurensuche fhrt ins Archiv von Orange und zur Klosterruine von Saint-Guilhelm-le-Dsert. Gesprche kreisen um Kriegstaten und Minne im frhen Mittelalter.
    Es geht um Wilhelm, Herzog von Aquitanien, geboren um 745, gestorben 812, heiliggesprochen 1066. Aus Willem, der mit den Damen die Geschichte seines Namenspatrons zu Tisch und im Auto errtert, spricht der emeritierte Literaturprofessor Wilhelm Gssmann, der den Skandalstoff in eine Reiseerzhlung kleidet: Der Heilige und die Sarazenin. Als Kriegsherr geriet jener Wilhelm von Orange in arabische Gefangenschaft. Er floh mit Arabella, der Tochter des Sarazenenknigs und Frau eines Heerfhrers, die zum Christentum bertrat, und Wilhelm heiratete. Sie verteidigte Orange gegen ihre Landsleute, den eigenen Vater und ihren Sohn, whrend Wilhelm Hilfe vom franzsischen Knig holte.
    Krieg zwischen Islam und Christentum, dazwischen die Liebe. Waren im Urlied die Sarazenen noch ein Pack fr die Hlle, so klingt bei Wolfram Toleranz an: Alle Menschen sind Gottes Geschpfe. Von hier schlgt Gssmann den Bogen zu Heines Tragdie Almansor - auch dies eine Liebesgeschichte zwischen religisen Fronten.
    Abschied und Neubeginn: Die Lesung im Schnabelewopski war der letzte Treff seitens des Heine-Instituts im alten Ambiente. Zugleich war der Abend Auftakt einer neuen Reihe des Heine-Instituts. Unter dem Motto Heine heute - Literaturspuren werden literarische Novitten vorgestellt, die vom Geist des Dichters beflgelt wurden.

Zurck zum Titel:
Wilhelm Gssmann: »Der Heilige und die Sarazenin«