Zurck zu : Unser Jahrhundert - Chronik einer Halbinsel

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Dsseldorfer Jahrbuch, hg. vom Dsseldorfer Geschichtsverein, Jahrgang 2004/2005, 01. Juni 2005
Chronik einer Halbinsel. Dsseldorf-Linksrheinisch 1904 2004

Aus Anla des 100-jhrigen Bestehens des Verkehrs- und Verschnerungs-Vereins fr den linksrheinischen Teil der Stadt Dsseldorf (VVV) haben die Autoren, Fritz Aurin, Melanie Florin, Rainer Httenhain, Dieter Knig und Gisela Krachen ein beeindruckendes Lesewerk zusammengestellt und verfat. Am 19. Dezember 1904 trafen sich auf Initiative des damaligen Brgermeisters von Heerdt, Nikolaus Knopp, Brger im Restaurant Rheinlust und grndeten den Verschnerungsverein fr die Brgermeisterei Heerdt. Seinen endgltigen Namen erhielt er nach der Eingemeindung von Heerdt am 1.April 1909. In dieser Chronik haben die Autoren fr jedes Jahr einen ein- oder mehrseitigen Text verfat und mindestens eine Abbildung beigegeben. berschriften sind z.B. 1906 - Ein Ball fr den Luegplatz, 1907 - Grndung der Stdtischen Cecilienschule, 1908 - Grndung des Stdtischen Comenius-Gymnasiums, 1909 Die Angere Sitt kommt nach Dsseldorf, 1910 - Erster Gottesdienst in der Antoniuskirche, 1911 Grndung der Stadtbcherei Oberkassel, 1912 - Eine neue Zeit hlt Einzug im Linksrheinischen etc. In den 1930er Jahren z.B. 1930 - Stadtsparkasse an der Luegallee, 1931 Der Fall Krten, 1932 - Fischers Abschied und das Heimatarchiv, 1933 - Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, 1934 Im Gleichschritt-Marsch!, 1935 - Die Schmittmann-Saga, 1936 Richtfest der Jugendherberge in Oberkassel, 1937 Die Dsseldorfer Radrennbahn etc. Die Chronik reicht bis zur Grndung der Kopfermann-Fuhrmann-Stiftung 2004. Manchmal beziehen sich die Themen nur bedingt auf das jeweilige Datum, auch die Abbildungen stammen hufig aus anderen, als den behandelten Jahren. Auch wegen der lockeren Chronikform handelt es sich nicht um eine Geschichte des linksrheinischen Dsseldorf, diese bleibt noch zu schreiben. Alles in allem ist ein schn gemachtes Buch zum Lesen und Schmkern entstanden mit Geschichte und Geschichten aus dem Stadtbezirk.

Zurck zum Titel:
Fritz Aurin, Melanie Florin, Rainer Httenhain, Dieter Knig[..]: »Unser Jahrhundert - Chronik einer Halbinsel«




Das Tor, 01. März 2005
Vor hundert Jahren wurde der Verkehrs- und Verschnerungsverein gegrndet
Oberkassels Entwicklung zur guten Adresse


Dsseldorfs linksrheinische Verankerung ist jungen Datums. Erst 1909 wurde die Brgermeisterei Heerdt mit den Drfern Heerdt, Oberkassel, Niederkassel und Lrick ins Dsseldorfer Stadtgebiet eingemeindet. Ein Jubilum zieht herauf. Ein paar Vorboten gab und gibt es bereits. 1998 wurde an die Erffnung der ersten festen Straenbrcke, die alte Oberkasseler Brcke, vor 100 Jahren erinnert.
Im letzten Jahr erinnerte der Verkehrs- und Verschnerungsverein an seinen hundertsten Geburtstag. Zwar war das, was 1904 gegrndet worden war, noch ein Verschnerungsverein fr die Brgermeisterei Heerdt. Doch das wurde 1909 bereinigt, als sich der Verein in direkter Folge der Eingemeindung zum Verkehrs- und Verschnerungsverein fr den linksrheinischen Teil der Stadt Dsseldorf erklrte. Wie sehr sich dieser Verein dem Gedeihen des linksrheinischen Stadtgebietes angenommen hat und annimmt, wird deutlich, wenn man in der Chronik ber die Halbinsel, blttert, die der VVV anllich seines Jubilums vorgelegt hat.


Grundzge von Stadtplaner Stubben

Alles braucht seine Zeit, das Heranwachsen eines Stadtteils ebenso wie seine Ausgestaltung. Am Anfang stehen die Unternehmer Heinrich Lueg, Franz Haniel, August Bagger und Friedrich Vowinkel, die 1895 eine Gesellschaft zu Ankauf und Verwertung von Grundstcken grndeten. Rund 350 Hektar Land wurden erworben. 1896 wird die Rheinische Bahngesellschaft AG gegrndet, die die feste Straenbrcke ber den Rhein errichtete und die erste elektrische Schnellbahn auf dem Kontinent aufbaute.
Von Anfang an war klar, wer die neu erschlossenen Gebiete besiedeln sollte: In Oberkassel der Dsseldorfer Mittelstand, in Lrick die expandierende Industrie samt den fr die heranzuziehenden Arbeiter erforderlichen Wohnungen. Oberkassel als gute Adresse Dsseldorfs - das lie sich nur mit vorbildlicher Planung erreichen. Der renommierte Klner Stdteplaner Josef Stubben wurde gewonnen. Er entwarf das Gerst des neuen Wohnbereiches. Eine rund 1.000 Meter lange Allee von der Brcke bis zum alten Bahnhof am Belsenplatz, dort die Gabelung nach Norden (Bderich) und nach Westen (Heerdt, Neuss). Sdlich der Luegallee, an den neuen Wohnstraen, die Stadthuser, die sich blockweise anordnen und so grne, ruhige Innenhfe umschlieen.
Der Verkehrs- und Verschnerungsverein wchst mit dem neuen Wohnviertel und findet rasch seine Aufgaben. Schon 1906 nimmt er sich der Gestaltung des Luegplatzes, des Entrees zum neuen Wohngebiet gewissermaen, an. Da ist es sicher kein Zufall, wenn 2004, rechtzeitig zum Jubilum, der neu gestaltete Barbarossaplatz fertiggestellt wurde. Das, was dazwischen liegt, macht eben die Geschichte eines Stadtteils aus.


Luegallee wurde zum Zentrum

Wenn heute immer wieder das Flair von Oberkassel gelobt wird, wenn nur noch Kundige den Grenzverlauf zwischen Ober- und Niederkassel zu erlutern wissen, wenn die Umwandlung des Industriegrtels lngs der Hansaallee zur Wohn- und Gewerbezone allmhlich zum Abschlu kommt - dann zeigt dies, wie stark nach 100 Jahren Entwicklung die Ausstrahlung Oberkassels geworden ist. Ein Zentrum frs linksrheinische Dsseldorf ist in der Mitte der Luegallee herangewachsen mit der nach Plnen von Josef Kleesattel 1910 fertiggestellten St. Antonius-Kirche, mit der Brunnenanlage des Barbarossaplatzes von 1925, mit dem 1928 erffneten Postamt und mit der 1930 erffneten Zweigstelle der Sparkasse mit Polizeiwache und Stadtbcherei als Mitnutzer.
Krieg, Zerstrung, Wiederaufbau bestimmten ber Jahrzehnte das Geschehen. Es blieb aber nicht bei der Wiederherstellung des Gewesenen. Der Wandel dauert an, wie an vielen Stellen der Stadt. Das Nebenzentrum Am Seestern ist nahezu bebaut. Wohlbekannte Firmen des Maschinenbaus, einmal an der Hansaallee konzentriert, haben ihre Betriebe geschlossen. Und auf mancher Industriebrache sind schicke Gewerbehfe entstanden. Die einmal weithin bekannte Feldmhle hatte ihre Hauptverwaltung am Vomfelde-Platz. Auch hier wird umgebaut. Die Wirtschaftssoziett Freshfields Bruckhaus wird hier einziehen.


Die Nachfrage dauert weiter an

Die Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflchen dauert an. Das mag berraschen, denn die Einwohnerzahl ist rcklufig. 2004 zhlte man linksrheinisch gut 38.000 Einwohnern, 1977 waren es 42.650. Ganz offensichtlich steigt aber auch hier der Anspruch des einzelnen Haushaltes an die Wohnflche. So ist Oberkassel nach wie vor gefragt. Nach dem Erfolg des Zentrums Prinzenpark und des Hansakarree sind weitere Anlagen im Entstehen. Am Dorf in Niederkassel wird gegenwrtig das letzte noch unbebaute Wohngrundstck bebaut. Nach vielen Diskussionen nimmt auch die Bebauung des alten Oberkasseler Bahnhofs allmhlich Gestalt an. 900 Wohnungen, dazu Lden und Gewerbeflchen sind vorgesehen. Im Zusammenhang mit der neuen Nutzung des Grundstckes der ehemaligen Gatzweiler-Brauerei soll auch die angemessene Anbindung der neuen Bereiche an die Stadtautobahn erfolgen. Da soll dann an die Stelle der Ansammlung mehr zuflliger Auf- und Abfahrten eine berzeugende Lsung treten.


Umbruch in der Gastronomie

Bei alldem bleibt entscheidend, da das Flair nicht Schaden nimmt. Darauf achten die Bewohner des Stadtteils stndig. Das ist auch ein Mastab der Arbeit der Bezirksvertretung 4, die fr das ganze linksrheinische Dsseldorf zustndig ist.
Und daran arbeiten auch Vereinigungen wie Wir in Oberkassel, ein Zusammenschlu des ortsansssigen Einzelhandels.
Wann setzt eine Entwicklung ein, die nachhaltige Vernderungen bringt? Wer vermag das schon zu sagen. In der VVV-Chronik wird beispielsweise das Jahr 1971 hervorgehoben. Damals wechselte ein renommierter Altstadtwirt an die Dsseldorfer Strae in Oberkassel und erffnete das Sassafras. Fr die einen war das ein Zeichen fr den nun anbrechenden Untergang der Altstadt, fr andere eine Chance fr Oberkassel. Im Nachhinein wird deutlich, da damals ein gewaltiger Umbruch in der Gastronomie begann, dessen Ergebnisse man heute beispielsweise rund um den Belsenplatz begutachten kann.


Bei Japanern besonders beliebt

In diesem Sinne sollte man vielleicht auch einmal der Frage der Internationalitt dieses Stadtteils nachgehen. Wann -und warum - zog beispielsweise der erste Japaner ins Linksrheinische? Immerhin sind heute mehr als 20 Prozent der Bewohner Niederkassels Japaner Und von Schule ber Kindergarten bis zum Eko-Zentrum mit Tempel und Garten konzentrieren sich wichtige japanische Einrichtungen hier.
Jubilen sind eine gute Sache, vor allem, wenn man sie nutzt, um Entwicklungen zu verdeutlichen. Das ist dem Verkehrs- und Verschnerungs-Verein fr den linksrheinischen Teil der Stadt Dsseldorf mit seiner Chronik Unser Jahrhundert - Dsseldorf Linksrheinisch 1904-2004 berzeugend gelungen.

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Rheinische Post, Heide-Ines Willner, 06. April 2004
Auf den Spuren der Vergangenheit
Verschnerungsverein brachte Chronik heraus


Es war der 19. Dezember 1904, als einige Oberkasseler im Restaurant Rheinlust (heute Jugendherberge) den Verkehrs- und Verschnerungsverein grndeten. Der damalige Brgermeister der Landgemeinde Heerdt, Nikolaus Knopp, hatte dazu angeregt, weil nach dem Bau der ersten festen Oberkasseler Brcke, 1898, das Linksrheinische von Grund auf umgekrempelt worden war, und, durch unterschiedliche Interessen vieles aus dem Ruder zu laufen drohte.
Whrend das Neue Oberkassel vom damaligen Wirtschaftsimperium Rheinbahn (es wurde durch die Nationalsozialisten zerstrt) erschlossen und von Stadtbaumeister Josef Stbben auf dem Reibrett entworfen wurde, setzte sich der Verschnerungsverein fr die Wohnqualitt ein, fr das Schmcken von Straen und Pltzen.
Das ist jetzt, 100 Jahre spter, noch immer eine Aufgabe des rhrigen Vereins, der in diesem Jahr sein hundertjhriges Bestehen feiert. Gab es krzlich auf Anregung des VVV eine Ausstellung in der Stadtsparkasse von Schlern der beiden linksrheinischen Gymnasien, so prsentierte Vorsitzender Fritz Aurin jetzt einen weiteren Meilenstein im Jubilumsgeschehen das vom VVV herausgegebene Buch Unser Jahrhundert. Chronik einer Halbinsel. Dsseldorf Linksrheinisch 1904-2004.
Fnf Autoren haben geforscht, gestbert und recherchiert, Gesprche gefhrt und in nchtelangen Sitzungen am Kachelofen im Arbeitszimmer vom Vorsitzenden Fritz Aurin Geschichte um Geschichte zu einem Puzzle zusammengefgt. Seite um Seite, Jahr fr Jahr schlagen die Autoren Melanie Florin(Kunsthistorikerin), Dr. Rainer Httenhain (Richter und SPD-Mitglied der Bezirksvertretung 4), Dieter Knig (Dichter und Journalist), Fritz Aurin (Architekt) und Ex-Vorsitzende Gisela Kruchen ein spannendes Kapitel linksrheinischer Geschichte auf. Das I-Tpfelchen setzte dann Verleger Bruno Kehrein (Grupello Verlag), indem er die historischen Fotos berwiegend aus der Fotosammlung Hltgen aufwendig bearbeiten lie. Insgesamt eine Leistung, die sich auf 276 Seiten und in 200 Fotos widerspiegelt.
Prsentiert wurde das Werk in den neuen Rumen des VVV in der San-Remo-Strae 6. Klar, da auch Hausherrin Sigrid Kopfermann als Gast dabei war. Sie hat in Gedenken an ihren Ehemann, den Kunstsammler Otto Fuhrmann, die Kopfermann-Fuhrmann-Stiftung gegrndet und berlt dem VVV das Erdgescho ihres Hauses mietfrei. Ein Raum ist Museum fr die Kunstsammlung ihres Mannes. Ihre eigenen Werke dagegen sind augenblicklich in den Geschftsrumen des VVV ausgestellt und geben ein angenehmes Ambiente.


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Westdeutsche Zeitung, Helga Meister, 03. April 2004
Geschichten von de angere Sitt
Der Verkehrs- und Verschnerungs-Verein hat ein wunderschnes Buch zum Jubilum herausgebracht, voller Fakten, Anekdtchen und Neuigkeiten


Ein schnes Jubilumsbuch bringt der Verkehrs- und Verschnerungs-Verein zum 100jhrigen Bestehen des Vereins im Grupello Verlag heraus. Es spiegelt die lebendige Kultur op de angere Sitt. Schner kann ein Jubilumsbuch kaum sein. Auf 288 Seiten wurden viele unbekannte Aspekte zwischen Oberkassel und Heerdt zu Tage gefrdert. Wer wei schon von den nichtarischen Christen unter dem mutigen Pfarrer Gottfried Htzel oder dem Judenhaus des David Salomon an der Teutonenstrae 9, von wo die Nazis ihre Opfer nach Theresienstadt fuhren?
Die Autoren sind keine Geschichtsforscher, sondern Vorstandsmitglieder und ehemalige Vorstnde des Vereins, Architekt Fritz Aurin, Kunsthistorikerin Melanie Florin, Richter Rainer Httenhain, Werbetexter Dieter Knig und die ehemalige Schauspielerin und bersetzerin Gisela Kruchen. Diese bunte Mischung an Talenten spiegelt sich in der Sprache der Texte, sie ist mal streng juristisch, mal eloquent-erzhlerisch.
Fr jedes der hundert Vereinsjahre gibt es ein Kapitel. Da geht es um die alte Rheinlust und den rhrigen Heerdter Brgermeister Nikolaus Knopp, die groen Taten zur Finanzierung des Luegplatzes oder des Teutonenplatzes. Es gibt Neues wie die Geschichte der Cecilienschule unter Aenne Franken, der ersten Schuldirektorin an einer hheren Mdchenschule. Franken gehrte der Zentrumspartei und dem katholischen Frauenbund an, die Nazis stuften sie zurck und versetzten sie an die Luisenschule, wo sie nach dem Krieg das Luisen-Gymnasium leitete.
Ein Buch zum Schmkern. So entstand etwa 1936 am Rhein die grte Jugendherberge seit der Machtergreifung. Als sie 1937 vom Reichsjugendfhrer Baldur von Schirach eingeweiht wurde, erhielt sie den Namen Josef Goebbels. Nach dem Krieg diente sie bis 1953 dem Wiederaufbauministerium.
Ja, es gefllt mir, sagte Eva Beuys, als man ihr das Kapitel zur Heimholung ihres Mannes im Einbaum seines Meisterschlers Anatol Herzfeld vorlegte. Es wird vielen gefallen, mitsamt den privaten Fotos, beispielsweise dem Schnappschu der Kabarettisten Kay und Lore Lorentz bei einem Rheinspaziergang oder dem Jugendbildnis des Gnther Uecker auf den Trmmern seines Knstlerateliers an der Oberkasseler Strae. Kredenzt man dazu eine Anekdote von Fritz Aurin wie ihm der Rundgang durch die Kneipenszene bekommen ist, dann gibt es kaum etwas Schneres als diese linksrheinische Lektre.

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Rheinische Post, 03. April 2004
Perle oder de angere Sitt?
Neues Oberkassel-Buch


Die Perle Dsseldorf oder blo de angere Sitt? Eine Antwort darauf gibt es vom Linksrheinischen Verkehrs-und Verschnerungsvereins (VVV) herausgegebene Buch Unser Jahrhundert Chronik einer Halbinsel. Gestern stellten es Vorsitzender Fritz Aurin und Verleger Bruno Kehrein (Grupello Verlag) der ffentlichkeit vor. Fnf Autoren, allesamt Mitglieder des VVV, sind auf Spurensuche gegangen und haben rckblickend ein Jahrhundertwerk ber das linksrheinische Dsseldorf von 1904 bis 2004 verfat. Melanie Florin (Kunsthistorikerin) widmet sich Kunst und Architektur, Dr. Rainer Httenhain (Richter) der Geschichte mit Schwerpunkt Nationalismus, Dieter Knig (Dichter und Journalist) gesellschaftlichen sowie politischen Themen, Aurin erforscht die Musik-Kneipenszene und seine Vorgngerin Gisela Kruchen tritt als Gastautorin auf.
Neben historischen Ereignissen und dem Bau ffentlicher Gebude sind es immer wieder die kleinen, dem Vergessen entrissenen Geschichten ber Menschen, die das Buch lesenswert machen. Da gibt es jenen Oberkasseler, der sich in den 20er Jahren am Gelnder der Oberkasseler Brcke ber den Rhein hangelt, weil ihn die flligen fnf Pfennig Brckenzoll schmerzten. Denn das damalige Wirtschaftsimperium Rheinbahn bat alle, die ans andere Ufer wollten, zur Kasse.
Erinnerungen werden geweckt an Knstler wie Theo Champion, Otto Pankok, Ria Thiele, Joseph Beuys, Gerhard Wind, Kay und Lore Lorentz und nicht zuletzt an die RP-Redakteurin Gerda Kaltwasser, die von 1958 bis zu ihrem Tod vor zwei Jahren in Lrick lebte. Und Nagelknstler Gnther Uecker erzhlt selbst, wie er einst Oberkassel lieben lernte. 200 historische, aufwendig bearbeitete Fotos geben der Geschichte ein Gesicht.

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Oberkasseler Observer, April 2004, 01. April 2004
Lebendige Geschichte
VVV feiert hundertjhriges Bestehen mit Chronik


Zu seinem hundertjhrigen Bestehen hat der Verkehrs- und Verschnerungsverein (VVV) gemeinsam mit dem Grupello Verlag ein Buch ber die Geschichte des linksrheinischen Dsseldorf herausgebracht. Verfat haben das Buch Mitglieder aus dem VVV-Vorstand. Als 1945 amerikanische Truppen das linksrheinische Gebiet in Dsseldorf besetzten, standen die Truppen unter dem Kommando von Captain Finks. Zu Beginn des Dritten Reichs wanderten Finks und seine Familie - damals hieen sie noch Pfingst - in die USA aus. Nun kehrte der in Oberkassel aufgewachsene Finks zurck. Ihm hatte es Oberkassel zu verdanken, da so viel aus der damaligen Zeit erhalten geblieben ist.
Dies ist nur eine Geschichte aus dem Buch Unser Jahrhundert. Chronik einer Halbinsel - Dsseldorf-Linksrheinisch 1904-2004. Fritz Aurin, Melanie Florin, Rainer Httenhain, Dieter Knig und Gisela Kruchen haben die Beitrge zusammengetragen und verfat. In dieser Chronik spiegeln sich hundert Jahre Geschichte der linksrheinischen Gebiete. In kurzen Geschichten und vielen Bildern wollten wir die Atmosphre einfangen, erzhlt Fritz Aurin.

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