Ausfhrliche Informationen zu Heinrich Spohr: De Aapefott bllkt Zapperlot

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WZ, 03. November 2017
Neues Buch vom Mundartpapst
Heinrich Spohr lie sich im Jan Wellem-Saal fr De Aapefott feiern.
Von Helga Meister


Edmund und Heinrich Spohr sind ein wunderbares Gespann. Edmund, der ltere, brachte soeben den neuesten Band zur Dsseldorfer Stadtgeschichte heraus. Heinrich, der Jngere, lsst auf sein erstes Mundartbuch ein zweites folgen. Es nennt sich De Aapefott bllkt Zapperlot, was sich mit Der Affenhintern blkt verdammt nochmal bersetzen lsst.
Im Jan-Wellem-Saal scharte Heinrich Spohr eine Fan-Gemeinde um sich. Mit dem Baas von Dsseldorf, OB Thomas Geisel, an der Spitze trafen sich Mitglieder der Werstener und Bilker Heimatfreunde, der Heinrich-Harry-Schmitz-Gesellschaft und Germanisten wie Volkmar Hansen, Pensionr des Goethe-Museums.
Geisel, der wie kein anderes Stadtoberhaupt international vernetzt ist und von einer Fremdsprache in die andere springt, sprach von einem echten Heimatgefhl, das Spohr vermittele. Im Gruvorwort verstieg er sich sogar auf den Vergleich mit Martin Luther und dessen Bibelbersetzung. Sie verdanke ihre Lebendigkeit im Wesentliche dem aufmerksamen Hin- und Hineinhren in den tglichen Gebrauch von Sprache. Die Mundart verrate viel ber das Zusammenleben und Miteinander der Menschen in der Region.
555 rheinische Begriffe hatte Spohr in seinem ersten Buch Dr Affekat em Zuppejrns zusammengetragen, jetzt sind es nochmals 300 Redewendungen geworden, die er sprachhistorisch ergrndete. Das war verteufelt viel Arbeit. Er berichtete, wie er zwei Jahre lang jeden Tag sechs Stunden recherchierte, Bcher zum Mittel- und Althochdeutschen wlzte, bei den Brdern Grimm nachschlug und zugleich als Auskunftsbro zwischen Kaiserswerth und Benrath fungierte. Der Mundartpapst, wie ihn manche nennen, htte am liebsten eine Service-Nummer eingerichtet, um die vielen Anrufer zu befriedigen.

Weitere Informationen:
Heinrich Spohr: »De Aapefott bllkt Zapperlot«