Das Cover zu »Ô ma mémoire«

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Angaben zum Buch


Stéphane Hessel
Ô ma mémoire
Gedichte, die mir unentbehrlich sind
Aus dem Französischen übertragen von Michael Kogon. Mit einem Nachwort von Bernd Witte. Übersetzungen der französischen und englischen Gedichte im Anhang

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352 Seiten, Klappenbroschur, Format: 13 x 21 cm
ISBN 978-3-89978-124-3
Erscheinungsjahr: 2010



Zum Inhalt

Der Diplomat Stéphane Hessel hat eine ungewöhnliche Autobiographie verfaßt: Er stellt sein Leben, das 20. Jahrhundert durchmessend, im Spiegel von Gedichten dar, die er im Laufe der Zeit auswendig gelernt hat. Das sehr persönliche Buch enthält 88 Gedichte in den drei »Muttersprachen« dieses überzeugten Europäers: aus der französischen, der englischen und der deutschen Literatur – Gedichte von Villon, Shakespeare, Hölderlin, Keats, Baudelaire, Rilke, Apollinaire und anderen. In der bewegenden Einleitung zu seiner »poetischen Trilingologie« macht Stéphane Hessel deutlich, wie manches dieser Gedichte, die er »mit dem Herzen gelernt hat«, eine besondere, entscheidende Rolle in seinem Leben gespielt hat: wie der Schuljunge kurz nach seiner Ankunft in Frankreich 1924 seinen Eltern stolz La Fontaine rezitiert, wie er als 17jähriger in London Keats auswendig lernt, wie er sich noch im Alter von 85 Jahren an Rilkes erste Duineser Elegie wagt – auch, wie die erste Zeile von Shakespeares Sonett Nr. 71: »No longer mourn for me when I am dead …« mit seiner Verhaftung durch die Gestapo am 10. Juli 1944 verknüpft ist. Überdies enthält dieser einleitende Essay feinsinnige Reflexionen über das Wesen der europäischen Lyrik, aus denen die sinnliche Freude an der Form- und Klangschönheit von Gedichten ebenso spricht wie die Lust am Rezitieren.
    Dieses Buch offenbart das »literarische Gedächtnis« eines Menschen, für den Leben und Poesie eng miteinander verwoben sind, für den Gedichte buchstäblich zum »Lebensmittel« geworden sind.

Dies ist eine Punze ...

Das Bild zeigt Stéphane Hessel


Stéphane Hessel, Sohn des Schriftstellers Franz Hessel, wurde 1917 in Berlin geboren. 1924 übersiedelte er mit seinen Eltern nach Paris; seit 1939 ist er französischer Staatsbürger. Nachdem er sich 1941 der Résistance angeschlossen hatte, wurde er 1944 von der Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Dort lernte er den Publizisten Eugen Kogon kennen, der ihm das Leben rettete. Ab Oktober 1945 war er Vertreter Frankreichs bei den Vereinten Nationen in New York, 1948 Mitunterzeichner der Charta der Menschenrechte. Anschließend bereiste er im Auftrag der UNO und des französischen Außenministeriums als Diplomat die Welt; der französische Staat verlieh ihm den Titel »Ambassadeur de France«. Seine Memoiren »Tanz mit dem Jahrhundert« erschienen 2002 auf deutsch. Stéphane Hessel verstarb am 27. Februar 2013 in Paris.

Nachruf


Alle Titel von Stéphane Hessel:

Ô ma mémoire
(2010, sofort lieferbar)