 | 
|  | 

Helmut Ackermann Geschichte der evangelischen Gemeinde Düsseldorf von ihren Anfängen bis 1948
Preis: 29,80 Euro 
sofort lieferbar, Lieferzeit 2-3 Werktage Versandkostenfrei innerhalb Deutschlands 251 teils farbige Abbildungen 558 Seiten, gebunden, Schutzumschlag, Format: 17 x 24,5 cm ISBN 3-928234-35-8, Erscheinungsjahr: 1996


Die Geschichte der größten evangelischen Gemeinde am Rhein, auch der größten im Bereich der altpreußischen Union - vor dem zweiten Weltkrieg zählte sie über 120.000 Seelen - weist eine Fülle von Höhepunkten auf, an denen die ganze Entwicklung protestantischen Lebens am Niederrhein ablesbar ist. Sie beginnt mit einer fürstlichen Hochzeit, die ein Religionsgespräch in einem Gasthaus am Markt zur Folge hat, führt durch schikanöse Unterdrückung und Verbote, durchläuft eine Phase unwillig gewährter Duldung mit mancherlei Fußangeln und erfährt 1815 mit der preußischen Freiheit zugleich eine neue Bindung - die an einen wohlwollenden Staat, womit wiederum Gefahren am Horizont erscheinen.
Da sind die selbstbewußten Reformierten, die bereits 1614 bei der ersten Gemeindeversammlung, die überliefert ist, dem Hofprediger energisch die Stirn bieten und sich Jahrzehnte später nicht scheuen, ihrem Pastor in Fragen der Theologie entgegenzutreten und wiederum Jahre danach Joachim Neander (»Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren«) zurechtweisen. Da sind die zurückhaltenden Lutheraner, die Anfang des 18. Jahrhunderts zwar auch eine Palastrevolution erleben, sich aber sonst, während die Reformierten dem Rationalismus verfallen, durch Bekenntnistreue auszeichnen, woran die berühmte Familie Jacobi Anteil hat, deren Mitglieder jahrzehntelang in der Gemeinde mitarbeiten. Da sind die großen Persönlichkeiten der vereinten Gemeinde des 19. Jahrhunderts mit seinen diakonischen Anstrengungen und enormen Leistungen im Kirchbau und schließlich, wie in kaum einer anderen Stadt, die heißen Kämpfe während des dritten Reiches.
An dem geistlichen Weg der evangelischen Kirche in Düsseldorf ist zu verfolgen, warum 1933 von den 21 Pfarrern nur drei, später sogar nur zwei zu den nazifreundlichen Deutschen Christen und alle übrigen zur Bekennenden Kirche gehörten.
Um diese Entwicklung zu beobachten, greift der Verfasser theologische Auseinandersetzungen aus allen Jahrhunderten auf, zieht unbekannte Predigten heran und analysiert sie, darunter - eine bislang unveröffentlichte Quelle - die älteste Predigt überhaupt aus dem Jahre 1651, dreiunddreißig Jahre vor dem Bau der Neanderkirche, gehalten im ersten Predigthaus von 1610 an der Andreasstraße.
Das Buch bietet einen lebendigen Einblick in die alte Gesamtgemeinde, die 1948 in die sechs Gemeinden geteilt wurde, die nach der Johanneskirche, Friedenskirche, Christuskirche, Kreuzkirche, Matthäikirche und Lutherkirche benannt sind und aus denen die Töchter Lukas-, Melanchthon-, Tersteegen-, Zions- und Thomaskirchengemeinde hervorgegangen sind, während Kaiserswerth, Rath, Unterrath, Gerresheim (daraus Markus), Heerdt-Oberkassel und die Gemeinden von Eller-Wersten an südlich ihre eigene Vergangenheit haben.
Neben den chronologischen stehen drei thematische Kapitel. Sie sind den Schulen, der Kirchenzucht und der Diakonie gewidmet. Ins Auge fällt die reformierte Lateinschule, von deren hoher Leistungsfähigkeit die Dienstanweisungen der Lehrer, die Schulordnungen und die Stundenpläne der Quarta, Tertia, Secunda und Prima aus dem 18. Jahrhundert zeugen, letztere in Originalschreibweise als Abbildungen wiedergegeben.
251 Abbildungen, darunter fast alle Pfarrer seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts, illustrieren dieses über den kirchlichen Bereich hinaus für Düsseldorf beachtenswerte Werk. Ein umfangreiches Register ermöglicht die gezielte Suche nach besonders interessierenden Personen und Orten.
 |  |  |

|  |
Helmut Ackermann, Pfarrerssohn, geb. 1927 in Euskirchen, aufgewachsen in (Duisburg-) Homberg/Niederrhein. 1943 Luftwaffenhelfer, 1945 Kriegsgefangenschaft in Frankreich, 1947 Heimkehr. 1948 Abitur am Gymnasium Adolfinum in Moers, Theologiestudium in Wuppertal und Bonn. Vikar und Hilfsprediger in Neviges und Weisweiler. 1959-1989 Gemeindepfarrer in Düsseldorf-Urdenbach, 1967 Skriba, 1980-1988 Superintendent des Kirchenkreises Düsseldorf-Süd. 1972-1988 Landessynodaler, 1984-1988 Vorsitzender des Ständigen Innerkirchlichen Ausschusses.
Alle Titel von Helmut Ackermann:
Blumen auf dem Felde (2009, sofort lieferbar) Joachim Neander (2005, sofort lieferbar) Rückblick 75 (2002, sofort lieferbar) Ich bin krank gewesen ... (1999, sofort lieferbar) Geschichte der evangelischen Gemeinde Düsseldorf (1996, sofort lieferbar) Düsseldorf-Urdenbach (1993, sofort lieferbar)
 |  |
|