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Angaben zum Buch ...


Clemens von Looz-Corswarem (Herausgeber)
Prof. Dr. Jörg Engelbrecht (Herausgeber)
Krieg und Frieden in Düsseldorf
Sichtbare Zeichen der Vergangenheit


vergriffen, keine Neuauflage

Mit 231 teils farbigen Abbildungen
376 Seiten, gebunden, Format: 16,5 x 24,5 cm
ISBN 3-89978-003-5, Erscheinungsjahr: 2004



Zum Inhalt des Titels ...


Krieg und Frieden

Der vorliegende, größtenteils farbig bebilderte Band gibt über bedeutende Aspekte der Düsseldorfer Geschichte Aufschluß. Anhand der fünf im Rahmen der Euroga 2002+ im Stadtbild gekennzeichneten und in der dazugehörigen Ausstellung vorgestellten »Objekte« wird ein Kaleidoskop der verschiedensten Epochen der Düsseldorfer Stadtgeschichte aufgeblättert. Sie beleuchten auch und vor allem tiefergehende Aspekte, die die Menschen stets in Kriegs- und Krisenzeiten berührten. Die Schrecken des Krieges, Tod und Verlust, Vertreibung, Sehnsucht nach Schutz, aber auch Nationalismus und militärische Begeisterung sprechen aus diesen »sichtbaren Zeichen der Vergangenheit«. Dabei richtet sich das Buch trotz wissenschaftlicher Orientierung an ein breites Publikum und möchte das Wissen um die Düsseldorfer Stadtgeschichte erweitern helfen.
So beschäftigt sich Jörg Engelbrecht mit der Pfalz in Kaiserswerth als Burg, Festung und Erinnerungsort: Der mittelalterliche Wehrbau wurde 1702 zerstört und wandelte sich als eindrucksvolle Ruine zum Gedenkort der Nationalsozialisten und schließlich zur Kulisse für kulturelle Veranstaltungen. Die Zitadelle in der Düsseldorfer Altstadt hingegen – der einzig heute noch erhaltene Überrest der Festungsanlage Düsseldorfs der frühen Neuzeit und zugleich ein hervorragendes Beispiel für frühe Anlagen des 16. Jahrhunderts – wurde nie als Wehranlage genutzt, sondern erfuhr eine zivile Besiedlung und die Konversion zu einem Wohnviertel, bestehend aus Adelspalais, Bürgerhäusern und Katen. Sie spiegelt somit die Geschichte der Festung Düsseldorf insgesamt; sie überlebte wegen ziviler Nutzung, während die Festung Düsseldorf nach der Sprengung 1801 zu Garten- und Parkanlagen umgewandelt wurde.
Das Ulanendenkmal am Hofgartenufer wurde 1929 als Erinnerungsmal des ehemaligen in Düsseldorf stationierten Westfälischen Ulanenregiments Nr. 5 nach einem Entwurf Richard Langers errichtet. Es verweist auf Düsseldorf als Militärstandort. Düsseldorf war wegen seiner zahlreichen Kasernen und wegen seiner bedeutenden Rüstungsindustrie (z. B. Rheinmetall) jedoch nicht nur herausragender Militärstandort, es wurde während des Ersten Weltkriegs auch als eine der ersten großen Städte auf deutschem Gebiet im Westen zur Etappen- und Lazarettstadt. Dies läßt sich exemplarisch an der Westdeutschen Kieferklinik ablesen: Der Zahnarzt Christian Bruhn richtete in seiner Klinik ein Lazarett für Kieferchirurgie ein, das sich auf Gesichtsverletzungen spezialisierte und aus dem heraus sich die Kieferorthopädischen Einrichtungen des jetzigen Universitätsklinikums entwickelten.
Die Bunkerkirche in Heerdt schließlich kann als Symbol des Zweiten Weltkrieges und des widerrechtlichen Handelns der Nationalsozialisten durch die Beschlagnahmung von Kirchengut gelten. Als Bunker ist das Bauwerk zudem Zeichen für den Bombenkrieg, die Angst der Menschen, die Zerstörung der Barackenkirche und zuletzt für die Umwandlung eines für den Krieg gebauten Gebäudes in eine Kirche. Die Elemente »Krieg« und »Frieden« sind an diesem Ort, wo sinnbildlich Schwerter zu Pflugscharen wurden, beispielhaft im Stadtbild miteinander verknüpft.

Inhalt

Clemens von Looz-Corswarem
Vorwort

I. Düsseldorf in Krieg und Frieden
Einleitende Beiträge

Jörg Engelbrecht
Ein hortus bellicus: Das nördliche Rheinland als kriegerisches und militärisches Durchgangsland in der Neuzeit

Clemens von Looz-Corswarem
Düsseldorf als Garnisonsstadt

Bernd Kortländer
Der Roman »Die Wacht am Rhein« von Clara Viebig

Christian Leitzbach
Düsseldorf als Standort der deutschen wehrtechnischen Industrie


II. Mittelalterlicher Wehrbau
Die Pfalz zu Kaiserswerth

Jörg Engelbrecht
»Daß schloß aber ist totaliter ruinirt gewesen.«
Die Pfalz in Kaiserswerth

Paul Clemen
Kaiserswerth – Untersuchung, Ausgrabungen und Sicherung der Hohenstaufenpfalz (Nachdruck der Ausgabe Bonn, 1909)


III. Frühneuzeitliche Festung
Die Zitadelle

Jörg Engelbrecht
Düsseldorf als Festungsstadt

Fritz Dross
Die Düsseldorfer Zitadelle

Edmund Spohr
Das Ende der Festung Düsseldorf und der Erhalt der Zitadelle


IV. Denkmäler und Mentalitäten
Das Ulanendenkmal

Susanne Brandt
Das Sichtbare und das Unsichtbare
Denkmäler zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in Düsseldorf

Clemens von Looz-Corswarem
Das Ulanendenkmal

Gerd Krumeich
Denkmäler zwischen Mahnmal und Schandmal


V. Erster Weltkrieg
Die Westdeutsche Kieferklinik

Uta Hinz
Düsseldorf im Ersten Weltkrieg

Clemens von Looz-Corswarem
Die Nagelung des Bergischen Löwen im Ersten Weltkrieg

Albrecht-Alexander Geister
Die Westdeutsche Kieferklinik
Zwischen kriegerischen Ereignissen und friedlicher Nutzung


VI. Zweiter Weltkrieg
Die Bunkerkirche in Heerdt

Joachim Schröder
Düsseldorf im Zweiten Weltkrieg 289

Frank Sparing
Das Wehrbezirkskommando Düsseldorf und die Wehrmeldeämter 1 bis 4 in der Mühlenstraße 29

Bruno Kammann
Die Bunkerkirche in Heerdt

Ulla Sommers
Die Ausstellung »Krieg« von Yong-Chang Chung


Anhang

Autoren
Bildnachweis
Namensindex

Dies ist eine Punze ...

Das Bild zeigt Clemens von Looz-Corswarem


Clemens von Looz-Corswarem (Prof. Dr.), Leiter des Stadtarchivs der Landeshauptstadt Düsseldorf.


Alle Titel von Clemens von Looz-Corswarem:

Krieg und Frieden in Düsseldorf
(2004, vergriffen, keine Neuauflage)

Düsseldorf am Rhein
(2002, sofort lieferbar)

Zeitzeugen
(2001, sofort lieferbar)